Bonn (ots) –

Quelle: (ots/DVR)

Rund 17.000 Menschen verunglückten 2017 bei Verkehrsunfällen, bei
denen Alkohol im Spiel war, 231 Menschen kamen dabei ums Leben. Eine
repräsentative Befragung von 1.500 Personen im Auftrag des Deutschen
Verkehrssicherheitsrates (DVR), durchgeführt vom
Marktforschungsinstitut Ipsos im Dezember 2018, zeigt, dass diese
Gefahr nach wie vor unterschätzt wird: Jeder vierte Befragte würde
bei einer Party innerhalb von vier Stunden ein bis zwei Gläser Bier
(0,3 Liter) trinken und anschließend mit dem Auto nach Hause fahren.

Immerhin nahezu drei Viertel der Autofahrerinnen und Autofahrer
(72 Prozent) in Deutschland gaben an, in einer solchen Situation kein
Bier zu trinken. Bei Wein und Sekt war der Anteil derjenigen, die in
dieser Situation auf Alkohol verzichten würden, noch größer (78
Prozent). Darin eingeschlossen sind diejenigen, die generell auf
diese Getränke verzichten (Bier 14 Prozent, Wein 16 Prozent, Sekt 19
Prozent). Jeder Fünfte der Befragten (20 Prozent) gab an, in einem
Zeitraum von vier Stunden ein bis zwei Gläser Wein (0,2 Liter) oder
Sekt (0,1 Liter) zu sich zu nehmen. Mehr als zwei Gläser Bier oder
Sekt würden nur zwei von hundert Befragten trinken, mehr als zwei
Gläser Wein einer von hundert.

Die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr werden allzu oft
unterschätzt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war 2017
jeder 14. im Straßenverkehr Getötete auf einen Alkoholunfall
zurückzuführen. Der DVR rät dazu, generell auf Alkohol zu verzichten,
wenn man Auto fahren will. „Am besten ist es, sich an eine klare
Regel zu halten“, sagt DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner.
„Wer fährt, trinkt nicht. Und wer trinkt, fährt nicht.“

Der DVR setzt sich seit Jahren für ein absolutes Alkoholverbot am
Steuer ein. Inzwischen gibt es auch technische Geräte, die das
Starten eines Autos unter Alkoholeinfluss verhindern. Der DVR begrüßt
den freiwilligen Einbau dieser sogenannten Alkohol-Interlocks und
fordert ihren Einsatz bei der Rehabilitation alkoholauffälliger
Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer. Auf dem bevorstehenden 57.
Verkehrsgerichtstag in Goslar wird sich ein Arbeitskreis damit
befassen, unter welchen Bedingungen diese Systeme einen Beitrag zur
Verkehrssicherheit leisten können.

Pressekontakt:
Julia Fohmann

Pressesprecherin
Referatsleiterin Presse

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
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