Dortmund (ots) –

Quelle: (ots/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Vor 100 Jahren wurde der Achtstundentag erstmals in Deutschland
gesetzlich verankert. Doch Globalisierung, Digitalisierung und ein
gesellschaftlicher Wertewandel treiben eine Flexibilisierung von
Arbeitszeiten voran. Wann aber stößt diese Flexibilität an
wirtschaftliche, gesellschaftliche und nicht zuletzt gesundheitliche
Grenzen? Die Dokumentation „Arbeitszeiten der Zukunft – flexibel um
jeden Preis?“ vermittelt multimedial mit Text, Bild und
Videosequenzen, warum flexible Arbeitszeitmodelle die
Wirtschaftlichkeit und den Schutz der Gesundheit von Beschäftigten
gleichermaßen beachten sollten. Letztlich muss flexible Arbeit auch
menschengerechte Arbeit sein. „Arbeitszeiten der Zukunft – flexibel
um jeden Preis?“ ist eine von vier Dokumentationen, mit denen sich
die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) am
Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft beteiligt hat. Die
Dokumentationen gibt es unter www.wissenschaftsjahr.baua.de.

Quelle: (ots/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Insbesondere die Veränderungen und Innovationen der digitalen
Arbeitswelt entkoppeln Arbeit zunehmend von Zeit und Raum. Diese
Entwicklungen haben die Diskussion um den Achtstundentag in den
vergangenen Jahren neu entfacht. Insbesondere die Flexibilisierung
der Arbeitszeit wirft neue Fragen auf, die es zu beantworten gilt –
faktenbasiert und differenziert. Hier setzt die neue
Web-Dokumentation der BAuA an. Sie erläutert, welche Faktoren bei der
Arbeitszeitgestaltung eine Rolle spielen, etwa die Dauer und Lage von
Arbeitszeiten oder deren Planbarkeit und Beeinflussbarkeit.

Anhand aktueller Befragungsdaten zeichnet die Dokumentation ein
Bild der Arbeitszeitrealität in Deutschland und stellt den aktuellen
Stand der Forschung vor. In Videosequenzen erläutern
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Vor- und Nachteile
flexibler Arbeitszeiten und weisen auf die gesundheitlichen
Auswirkungen schlecht gestalteter Arbeitszeitregime hin.
Beispielhafte Arbeitszeitmodelle aus der betrieblichen Praxis
verdeutlichen, dass betriebliche Anforderungen und menschengerechte
Gestaltung einander nicht ausschließen müssen. Zudem gibt es konkrete
Tipps zu Unterstützungsangeboten für die Arbeitszeitgestaltung im
Betrieb.

Nutzer scrollen sich in etwa 15 Minuten durch die
Web-Dokumentation. Dabei erhalten sie einen Eindruck über die Chancen
und Risiken flexibler Arbeit und erfahren, welchen Beitrag die
Wissenschaft zur Entwicklung gesundheitsgerechter Arbeitszeitmodelle
leistet.

„Arbeitszeiten der Zukunft – flexibel um jeden Preis?“ gibt es
gemeinsam mit weiteren Web-Dokumentationen aus dem Projekt
„Arbeitswelten der Zukunft menschengerecht gestalten“ unter
www.wissenschaftsjahr.baua.de. Das Projekt ist eingebunden in das
Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft und wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Das Wissenschaftsjahr 2018, eine Initiative des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung (BMBF), widmet sich dem Thema Arbeitswelten
der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle
und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und
Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden
die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und
welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung
eben dieser neuen Arbeitswelten? Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt,
welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die
Arbeitswelten von morgen haben – und wie diese nicht nur den
Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im
gesellschaftspolitischen Dialog setzen. „Erleben. Erlernen.
Gestalten.“ – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im
Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen, mitzumachen, Fragen zu
stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich
des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den
Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im
Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten
Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz
arbeiten über 700 Beschäftigte. www.baua.de

Pressekontakt:
Jörg Feldmann
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe 6.1, Pressearbeit
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel.: 0231 9071-2330
Fax: 0231 9071-2299
E-Mail: presse@baua.bund.de
www.baua.de

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/103969/4167482