Nürnberg (ots) –

Quelle: (ots/Brand Trust Brand Strategy Consultants)

HUK-Coburg ist die zukunftsfähigste Versicherungsmarke auf dem
deutschen Markt. Die Leistungen der Versicherungen sind austauschbar
(Aussage von 70 % der befragten Versicherungskunden); Mittelfristig
dürfte die Versicherungswirtschaft Probleme bekommen, neues
Fachpersonal zu gewinnen, denn Versicherer sind unattraktiv als
Arbeitgeber. Diese chancenreichen Ergebnisse liefert der BrandTrust
Future Index. Neun Kriterien bilden die Grundlage der Untersuchung
der Managementberatung BrandTrust, die 1.100 Versicherungskunden in
Deutschland befragen ließ (Puls Marktforschung). Die 14 größten
Versicherungsmarken sowie das Vergleichsportal Check24 wurden dabei
analysiert (siehe Chart BrandTrust Future Index Ranking).

Die Untersuchung arbeitet auf Basis des Net Promotor Score (NPS),
einer Methode, die die positiven „Promotoren“, also potentielle
Weiterempfehler, sowie die negativen Distraktoren ermittelt und
gegenüberstellt. Die Kriterien des klassischen NPS wurden um weitere
Aspekte wie Adaptionsfähigkeit oder Preis- und Kaufbereitschaft
ergänzt, um ein umfassendes Bild zur Zukunftsfähigkeit der
Versicherungsmarken zu erhalten. (Erläuterungen im Studiendesign
s.u.).

Adaptionsfähigkeit wird bezweifelt:

Bei der Einschätzung, wie Versicherungen künftige Branchentrends
meistern und die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden befriedigen
werden, zeigen Kunden von AXA (53,8 % ), Gothaer (54 %) und Zurich
(54,2 %) die geringste Zuversicht. Die mit Abstand höchste
Adaptionsfähigkeit wird der HUK-Coburg zugeschrieben, gefolgt von
CosmosDirekt und DEVK.

Versicherungsmarken sind austauschbar:

Wo keine Differenzierung stattfindet, entscheidet der Preis Wenn
Leistung, Service und der Markenauftritt keine Spezifik haben, ist
eine Versicherung austauschbar. 70 % der Befragten erkennen keine
Differenzierung bei den untersuchten Marken. HUK-Coburg und DEVK
gelingt es am besten, ihre Besonderheiten zu transportieren. „Die
Austauschbarkeit birgt ein großes wirtschaftliches Risiko mit
Langzeitfolgen“, erläutert Achim Feige, Partner bei der
Managementberatung BrandTrust. „Wenn die Marke kein
Entscheidungskriterium ist, kauft der Kunde das günstigste Produkt –
egal von welchem Anbieter“, so Achim Feige weiter.

Schwache Loyalität, Allianz-Kunden mit höchster Preis-Bereitschaft

Knapp über 40 % würden nicht mehr bei ihrer Versicherung
abschließen, und fast 60 % sind nicht bereit, mehr für Produkte und
Leistungen zu zahlen. Die höchsten, positiven Werte erhält die
Allianz: Dem Unternehmen gelingt es, die Stärken der eigenen
Leistungen zu vermitteln, deshalb zeigen 21 % der Befragten eine
höhere Preisbereitschaft.

Im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger: die Weiterempfehlung

Lediglich 22 % der Kunden würden ihre Versicherung Freunden und
Bekannten empfehlen. Über dem Durchschnitt bewegen sich DEVK (39,7
%), CosmosDirekt (37,8 %), HUK-Coburg (33,8 %) – um die drei
Spitzenreiter zu nennen.

Bewertungsplattformen im Internet werden zukünftig eine noch
größere Rolle spielen:

„Insbesondere die Digital Natives sind eine Zielgruppe, die
gewohnt ist, Meinungen und Erfahrungen im Internet kundzutun und
abzufragen“, weiß Markenexperte Benedikt Streb.
„Versicherungsunternehmen sollten deshalb umso mehr motiviert sein,
Kunden mit ihren Leistungen zu begeistern, um somit die
Weiterempfehlungsbereitschaft zu stimulieren,“ so Benedikt Streb
weiter.

Unternehmen unterschätzen Bedeutung der Markenkontaktpunkte

Briefe und sonstige Kommunikation mit dem Kunden findet in der
Regel nur im Schadensfall oder in Form der Jahresrechnung statt: Je
seltener der Kundenkontakt, desto wichtiger ist jedes Detail. Bei
neun der untersuchten Versicherungsmarken ist jeder zweite
Kundenkontakt in der Customer Journey ein Negativerlebnis. Das gilt
für AXA, Debeka, Ergo, Generali, Gothaer, Nürnberger Versicherung,
R+V, Signal Iduna, Zurich.“Menschen kommunizieren über gute und ganz
besonders gerne über ungute Erfahrungen. Jeder schlecht gemanagte
Markenkontaktpunkt liefert Potential für negative Bewertungen, die in
Zeiten von Social Media rasant verbreitet werden“, erläutert Benedikt
Streb.

Traumjob in der Versicherungsbranche? Eher nicht.

Auch beim Thema Fachkräftegewinnung kommen Herausforderungen auf
die Branche zu: Nur 8,3 % (Durchschnitt) sehen
Versicherungsunternehmen als attraktive Arbeitgeber. Mit
überdurchschnittlichen, dennoch schwachen Werten führen DEVK (15,9
%), HUK-Coburg (13,5 %), Allianz (13,6 %), R+V (12,2 %) die Liste der
Arbeitgeber-Attraktivität der Versicherungsbranche an.

Erläuterungen zum Gesamtergebnis von Studienautor Benedikt Streb:
Sogar die führende Marke HUK-Coburg schneidet mit einem negativen
Ergebnis ab. Im System des Net Promotor Score bedeutet dies, dass es
in Summe mehr Distraktoren – also negative Bewertungen – gibt als
Positive.

Versicherungsmarken wie HUK-Coburg, CosmosDirekt, DEVK, Debeka und
Check24 erzielen bei einzelnen Kriterien positive Beurteilungen.
Starken Einfluss auf das negative Gesamtergebnis haben Bewertungen
der befragten Versicherungskunden insbesondere bei den Themenfeldern
Mehrpreisbereitschaft und Markenkontaktpunkt-Exzellenz.

Studiendesign:
In Deutschland wurden 1.103 Personen durch puls Marktforschung
telefonisch befragt:
18 bis 35 Jahre 40,4 %
36 bis 50 Jahre 28,3 %
51 bis 65 Jahre 31,3 %

Untersuchte Marken

Untersucht wurden die größten Versicherungsunternehmen basierend
auf den Kriterien Beitragseinnahmen, Anzahl an Kunden sowie Anzahl
Mitarbeiter:

Allianz, AXA, Check24, CosmosDirekt, Debeka, DEVK, Ergo
Versicherung, Generali, Gothaer, HDI, HUK-Coburg, Nürnberger
Versicherung, R+V Versicherung, Signal Iduna und Zurich Versicherung.

Der BrandTrust Future Index

Der BrandTrust Future Index ist die erste Markenmessung, die die
Härte des bekannten Net Promoter Score (NPS) mit den zentralen
Elementen der Markenführung verbindet. Er misst nicht nur die Kraft
der Weiterempfehlung, sondern auch Aspekte wie Differenzierungskraft,
Preisbereitschaft, Markenerlebnis, Adaptionsfähigkeit und weitere
Indikatoren, die den Erfolg einer Marke ursächlich ausmachen. Der
BrandTrust Future Index ist ein Instrument, um die Ist-Situation
einer Marke darzustellen und gleichzeitig konkrete Potenziale der
Weiterentwicklung zu entdecken.

Studienautor

Benedikt Streb ist Senior Brand Consultant bei der
Managementberatung BrandTrust.

Über BrandTrust

BrandTrust ist die führende Managementberatung für wirksame Marken
im deutschsprachigen Raum. In 11 Competence Centern begleiten die
Beraterteams die marktführenden Kunden bei der Entwicklung und
Umsetzung von regionalen und globalen Markenstrategien mit dem Ziel,
die Profitabilität und das Wachstum ihrer Marken systematisch und
zukunftsorientiert zu erhöhen. Viele der Kunden sind Unternehmen aus
Fortune 500, DAX 30, M-DAX, ATX und SMI in Deutschland, Österreich,
der Schweiz und Norditalien. BrandTrust ist weltweit tätig und
verfügt neben dem Sitz in Nürnberg und Wien über Repräsentanzen in
Zürich und Ljubljana.

www.brand-trust.de

Studien-Broschüre: http://ots.de/aRPYkg

Pressekontakt:
Birgit Heinhöfer, PR-Büro Heinhöfer, Lindengasse 3, 90419 Nürnberg
Tel. +49 911/ 300 349-30, info@pr-heinhoefer.de

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/110823/4168727