Berlin (ots) – Spitze der Grünen versucht Keil in die
Landwirtschaft zu treiben

Spitzenpolitiker von Bündnis 90 / Die Grünen bezeichnen
Dürrehilfen als „pauschales Handaufhalten“ und nutzen die Situation
für Pauschalkritik gegen die konventionelle Landwirtschaft. Dazu
erklärt die stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

„Die anhaltende Dürreperiode bedroht viele Landwirtsfamilien in
ihrer Existenz. Tierhalter wissen nicht, wie sie ihre Tiere noch
ernähren sollen – egal ob ökologisch oder konventionell. Es fehlt
Futter und Geld. Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen. Vor
diesem Hintergrund wirft Anton Hofreiter MdB der Landwirtschaft
‚pauschales Handaufhalten‘ vor. Das ist an Verachtung nicht zu
überbieten. Damit stellt er sich selbst ins Aus. Wer Hilfen für die
Höfe in diesen Zeiten ablehnt, dem fehlt Verantwortungsgefühl oder
Kompetenz. Beides ist inakzeptabel. Leider ist diese Äußerung kein
Einzelfall. Für manche Vertreter der Grünen scheint es Bauern erster
und zweiter Klasse zu geben. Bauernfamilien, die aufgeben müssen,
scheinen ihnen egal zu sein, wenn es keine Biobetriebe sind. Das ist
zynisch. Es ist absurd, ökologisch und konventionell wirtschaftende
Betriebe gegeneinander auszuspielen. Wenn laut den Vereinten Nationen
2050 fast zehn Milliarden Menschen ernährt werden müssen, geht das
nur mit beiden Bewirtschaftungsformen.

Die Familien auf den Höfen verdienen unsere Solidarität und Hilfe.
Sie arbeiten hart für unser tägliches Brot. Und sie sind wie keine
zweite Branche dem Wetter ausgesetzt. Der Klimawandel hinterlässt auf
den Höfen und Feldern seinen sichtbarsten Fußabdruck. Und Landwirt
ist kein Beruf wie jeder andere. Tiere können nicht auf Knopfdruck
ein- und ausgeschaltet werden. Wenn die Politik nicht hilft, wird vor
allem der ländliche Raum unter den Folgen leiden. Die Branche weiß
das. Nur die Bundesspitze der Grünen muss das noch realisieren. Sie
muss erkennen, dass unsere Landwirte nicht den Klimawandel auslösen,
sondern darunter leiden. Wenn eine Branche nachhaltig arbeitet, dann
unsere Bauernfamilien. Schon aus eigenem Interesse. Denn sie leben
von Boden und Klima. Seit 1990 hat die Landwirtschaft ihre
Treibhausgasemissionen um zwanzig Prozent reduziert. Heute machen die
CO2-Emissionen aus der Landwirtschaft lediglich acht Prozent der
gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland aus.

Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind bereits heute integrale
Bestandteile der Agrarpolitik. Die EU-Direktzahlungen, die Landwirte
für die Bewirtschaftung ihrer Flächen erhalten, sind an das
‚Greening‘ gebunden, also an umfassende Umwelt- und
Klimaschutzmaßnahmen. Boden, Wald und Holz nehmen Kohlenstoffdioxid
auf und entlasten die Atmosphäre. Die moderne Landwirtschaft ist also
Teil der Lösung.“

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