Berlin (ots) – Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat infolge der
Aufarbeitung der NSA-Affäre zeitweise massive Probleme mit der
Geheimhaltung seiner Daten. Nach Tagesspiegel-Informationen haben die
Auslandsaufklärer der Bundesregierung in den Jahren 2016 und 2017 bei
internen Ermittlungen durchschnittlich drei Verstöße gegen
Geheimschutzvorschriften pro Woche feststellen müssen – insgesamt
waren es knapp 300.

Zur Begründung führt der BND ein „Fehlverhalten von Mitarbeitern“
an, ohne dies näher zu erläutern. „Eindeutige Erklärungen für den
Anstieg gibt es nicht“, teilt der Dienst mit. Ein möglicher Grund
könne eine „gestiegene Kontrollintensität hinsichtlich der
IT-Nutzung“ sein.

Die Bundesregierung hatte Ende 2014 angekündigt, den Umgang mit
schutzbedürftigen Unterlagen „optimieren“ zu wollen. Anlass war, dass
als Verschlusssachen eingestufte BND-Dokumente im Zuge der
parlamentarischen Aufklärung des NSA-Geheimdienstskandals ihren Weg
in die Presse fanden. Das Kanzleramt drohte sogar damit,
Strafanzeigen zu erstatten.

https://www.tagesspiegel.de/politik/spionage-affaeren-bundesnachri
chtendienst-kaempft-mit-datenlecks/22874768.html

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