Bremervörde (ots) –

Quelle: (ots/Aktion Gesunder Rücken e. V.)

Die Einschulung ist ein aufregendes und besonderes Ereignis. Neben
Schultüte und Schreibunterlagen gehört auch der erste Schulranzen zur
Ausrüstung. Doch stellen sich viele Eltern immer wieder die Frage,
welcher Schulranzen sich für ihr Kind am besten eignet. Was viele
Eltern zusätzlich verunsichert: Rückenschmerzen und Haltungsschwächen
im Kindes- und Jugendalter haben deutlich zugenommen. Viele grübeln
deshalb schon lange vor dem ersten Schultag über die Wahl des
Schulranzens. Sicher ist: nicht jeder Ranzen passt zu jedem
Kinderrücken! Eine seriöse Orientierungshilfe bietet das
AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“. Die Aktion Gesunder Rücken
(AGR) e. V. hat in Zusammenarbeit mit einem
medizinisch-therapeutischen Expertengremium Anforderungen an
rückenfreundliche Schulranzen entwickelt, welche die Auswahl
erleichtern.

Gewicht und gutes Handling bedenken

Um mit dem AGR-Gütesiegel als nachweislich besonders
rückenfreundlich ausgezeichnet zu werden, sollte die Schultasche ein
angemessenes Leergewicht nicht überschreiten. Im Grundschulalter
liegt es bei circa 1.300 g (bei einem Innenraumvolumen von mindestens
circa 15 l) und im Mittel- und Oberstufenalter bei circa 1.500 g (bei
einem Innenraumvolumen von mindestens 25 l). Außerdem ist ein
Tragegriff sinnvoll, der das Anheben der Tasche erleichtert. Ein
verstärkter Boden sorgt dafür, dass der Ranzen selbstständig und
sicher stehen kann.

Den Rücken physiologisch belasten

Egal ob Schulranzen oder Schulrucksack – entscheidend ist, dass
bestimmte ergonomische Anforderungen erfüllt sind: Eine S-Form des
Rückenteils spart den Nackenbereich aus und verhindert so
Druckstellen. Eine ergonomische Konturierung berücksichtigt die
physiologische Schwingung der Wirbelsäule und entlastet diese. Sie
sorgt auch für eine effektive Übertragung der Hauptlast. Damit das
Gewicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt wird, müssen die
Tragegurte ausreichend breit (mind. 4 cm), gepolstert und einfach zu
verstellen sein. Beim Rückenteil sind seitliche Erhöhungen und
rutschfestes Material sinnvoll, um einen optimalen Sitz zu
gewährleisten. Eine atmungsaktive Polsterung ermöglicht eine bessere
Luftzirkulation.

Wichtig beim Schulrucksack

Bei Schulrucksäcken sind für die Zertifizierung mit dem
AGR-Gütesiegel weitere Merkmale zu beachten: Ein Becken-/Hüftgurt mit
weich gepolsterten Beckenflossen fixiert das Gewicht am Körper und
verlagert es optimal von den Schultern auf den hinteren, oberen
Beckenkamm. Ein zusätzlicher längen- und höhenverstellbarer Brustgurt
verhindert das Verrutschen der Träger von den Schultern. Damit das
Gesamtgewicht des Rucksacks die Wirbelsäule nicht mehr als nötig
belastet, sollte bei Rucksäcken z.B. auch ein Tunnelzug mit
Kompressionseffekt vorhanden sein. So wird der Inhalt nah am Rücken
getragen und verringert eine belastende Hebelwirkung auf den Rücken.

Richtig tragen und packen

Ein weiterer Hinweis der AGR: Entscheidend ist auch, dass der
Ranzen richtig getragen wird. Dazu müssen die Gurte richtig
eingestellt werden. Sind sie zu lang, hängt der Ranzen zu tief und
zieht den Rücken ins Hohlkreuz. Auch zu hoch sollte er nicht sitzen.
Oftmals werden Schulranzen auch falsch gepackt. Die schweren Sachen
sollten möglichst körpernah in Innenfächern verpackt werden, um die
Wirbelsäule richtig zu belasten. Dazu ist eine gute Ausrichtung der
Fächeraufteilung nötig.

Zertifizierte Schulranzen und -rucksäcke

Die AGR hat einige Schulranzen und -rucksäcke zertifiziert, die
alle aufgeführten Kriterien erfüllen. Dazu zählen Modelle von
Herstellern wie Scout, Step by Step, DerDieDas und Coocazoo. Um für
den jeweiligen Kinderrücken den optimalen Schulranzen zu finden, ist
es unbedingt erforderlich, ihn vor dem Kauf Probe zu tragen,
individuell anzupassen und so zu testen. Weitere Informationen finden
Sie unter: www.agr-ev.de/schulranzen.

Über die AGR

Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. arbeitet seit über 20
Jahren daran, ein Bewusstsein für die Bedeutung rückengerechter
Verhältnisse zu schaffen. Eine wichtige Entscheidungshilfe für
Verbraucher stellt das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ dar.
Alltagsgegenstände, die von unabhängigen medizinischen Gremien als
besonders rückenfreundlich eingestuft werden, können mit dem
renommierten Siegel ausgezeichnet werden. Weiterführende
Informationen zum AGR-Gütesiegel und zu zertifizierten Produkten gibt
es unter www.ruecken-produkte.de.

Alles auf einem Blick! Die AGR-Checkliste!

– Ein dem Alter des Heranwachsenden angemessenes Leergewicht
– im Grundschulalter ca 1.300g (bei einem Innenraumvolumen von
mindestens 15 l)
– im Mittel- und Oberstufenalter ca.1.500g

(bei einem Innenraumvolumen von mindestens 25 l)

– Komfortable Anhebehilfe (Tragegriff)
– Schulterträger (Tragegurte): gut gepolstert, ausreichend breit,
leichtgängig verstellbar, rutschsicher
– Fächeraufteilung: mehrere Fächer – schwere Gegenstände nah am
Körper platziert
– Rückenteil: ergonomische Konturierung, druckstabil,
atmungsfreundlich – Belüftungsrillen, rutschfest, seitliche
Führung
– Brustgurt, längen- und höhenverstellbar (abnehmbar beim
Schulrucksack)
– Rückenlängenanpassung
– Becken-/Hüftgurt (abnehmbar) [Rucksack]
– Tunnelzug mit Kompressionseffekt, Kompressionsgurt [Rucksack]
– Verstärkter Boden, sicherer Stand [Rucksack]

Außerdem sinnvoll

– Rückenlängenanpassung [Schulranzen]
– Becken-/Hüftgurt [Schulranzen]

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https://www.lifepr.de/boxid/736249

Pressekontakt:
Aktion Gesunder Rücken e.V.
Detlef Detjen
Geschäftsführer
+49 (4761) 926358311
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Detlef.Detjen@agr-ev.de

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/104263/4168405