Frankfurt (ots) –

Quelle: (ots/Medienfachverlag Oberauer GmbH)

Nach der Ablösung des „FAZ“-Herausgebers Holger Steltzner kommen
weitere Details ans Tageslicht. So soll der als schwierig und
unzugänglich beschriebene 56-Jährige innerhalb der Herausgeber, aber
auch in der Redaktion und bei der Geschäftsführung schon seit
längerem kaum mehr Rückhalt gehabt haben, schreibt der
„Wirtschaftsjournalist“ in seiner aktuellen Ausgabe, die heute
erschienen ist. Auch Steltzners Lebenslauf ist dort ein Thema.

Kritiker werfen Steltzner vor, seinen Lebenslauf und seine
akademische Bildung geschönt dargestellt zu haben. Wie der
„Wirtschaftsjournalist“ schreibt, war der gebürtiger Frankfurter ein
Langszeitstudent. Er hatte zwar ein Studium abgeschlossen, allerdings
dafür zehn Jahre benötigt. Zwischen 1984 und 1994 hatte er BWL und
Jura studiert, die Rechtswissenschaften aber nach vier Semestern
abgebrochen. Für das BWL-Studium hatte er insgesamt zehn Jahre
benötigt. Als der gelernte Bankkaufmann 1993 als beruflicher
Seiteneinsteiger „FAZ“-Wirtschaftsredakteur wurde, war seine
Studienzeit noch nicht beendet.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (235.271 verkaufte Exemplare
nach IVW IV/2018) berief den für Wirtschaft und Sport zuständigen
Steltzner Anfang März nach 17 Jahren überraschend als Herausgeber ab.
„Die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit
den anderen Herausgebern war nicht mehr gegeben“, hieß es in der drei
Sätze umfassenden Pressemitteilung als Begründung. Insgesamt hatte
der gebürtige Frankfurter 27 Jahre bei der „FAZ“ gearbeitet.

Laut „Wirtschaftsjournalist“ hat die konservative Tageszeitung
Steltzner wegen einer schweren Illoyalität entlassen. Steltzner habe
so eklatant gegen das Kollegialitätsprinzip verstoßen, dass den
anderen drei Mitherausgeber Werner D’Inka (Regionales), Jürgen Kaube
(Feuilleton) und Berthold Kohler (Politik) nicht anderes
übriggeblieben sei, als ihm das Vertrauen zu entziehen, berichtet der
„Wirtschaftsjournalist“ mit Berufung auf Führungskreise der
Tageszeitung.

Alles über den Rausschmiss des Jahres steht im aktuellen
„Wirtschaftsjournalist“ mit der Titelgeschichte „Steltzners Sturz:
Warum der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gehen
musste“.

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Pressekontakt:
Wolfgang Messner, Chefredakteur Wirtschaftsjournalist, Tel. 0174
3444595

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