Berlin (ots) –

Quelle: (ots/Initiative 27. Januar e.V.)

Antisemitische Anfeindungen und Belästigungen sind ein
gesellschaftlicher Trend, der tragischerweise über die Grenzen
Deutschlands hinaus in der gesamten EU zu erkennen ist. Dies zeigte
die im Dezember 2018 von der Agentur der Europäischen Union für
Grundrechte veröffentlichte Umfrage zu Erfahrungen sowie
Wahrnehmungen von Antisemitismus. Trotz der problematischen
Entwicklungen besteht in der gesellschaftlichen Debatte weiterhin die
Forderung nach dem sogenannten Schlussstrich unter die Gedenkkultur.
Der aktuell zunehmende Hass gegen Juden zeigt jedoch: Das Gedenken an
die Opfer der Shoah hat in der deutschen Gesellschaft sein
berechtigtes Dasein und bedarf keiner Beendigung, sondern einer
Ergänzung.

„Im Gedenken sind wir Riesen. Im Handeln und Helfen Zwerge.“ Diese
Erkenntnis prägte Mathias Döpfner in einem diesjährigen Artikel der
WELT. Er nimmt darin unter anderem auch auf den wachsenden
Antisemitismus in Deutschland Bezug. Die aktuellen Entwicklungen und
Döpfners Erkenntnis zeigen: Unser Gedenken darf nicht allein
rückwärts gewandt sein. Es muss zukunftsorientiert auf die aktuellen
Herausforderungen blicken. Wir können nicht nur toten Juden gedenken.
Wir müssen auch lebenden Juden helfen und sie unterstützen. Das
Gedenken muss am Anfang unseres aktiven Engagements für den Schutz
jüdischen Lebens in Deutschland stehen. Dann beginnen wir, in neuen
Dimensionen zu (ge)denken und zu handeln.

Treffend formulierte diese Notwendigkeit Josias Terschüren,
leitender Mitarbeiter der Initiative 27. Januar, im November 2018 am
Brandenburger Tor auf der Kundgebung Gegen Antisemitismus. Für
Israel. Für Jerusalem.:

„Deutschland war hingegeben, methodisch und strebsam darin, Leid
und Tod über das jüdische Volk zu bringen. Es ist an der Zeit und
moralisch geboten, mindestens genauso hingegeben, methodisch und
strebsam darin zu sein, Juden und Israel (…) zu helfen und zu
unterstützen!“

Auch am 27. und 29. Januar 2019 besteht in München und Berlin die
Möglichkeit, auf den Gedenkveranstaltungen der Initiative 27. Januar
damit zu beginnen, eine zukunftsorientierte Gedenkkultur zu pflegen.

Pressekontakt:

Josias Terschüren
Mobil: 01577 14 234 05
E-Mail: josias.terschuren@initiative27januar.org

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