Tarmstedt (ots) –

Quelle: (ots/GMC Marketing GmbH)

Die mediale Aufmerksamkeit für Landwirtschafts- und
Ernährungsthemen im Umfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) und
dem parallel stattfindenden „Global Forum for Food and Agriculture“
(GFFA) in Berlin nutzen viele Verbände und Institutionen, um ihre
politischen Botschaften breit zu streuen. Insbesondere
Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) planen den Start ihrer Kampagnen
„für eine Agrarwende und gegen Agrarindustrie“ gezielt entsprechend
des Zeitplans der beiden Veranstaltungen. „Der Stil dieser Kampagnen
ist in den letzten Jahren aggressiver geworden. Bewusst werden
Empörungswellen ausgelöst, die in den sozialen Medien dann oftmals
vom Ton her völlig ausarten. Im Ergebnis mag das den Initiatoren zwar
mediale Aufmerksamkeit und massenhaft Klicks in den sozialen Medien
bringen. Unter dem Strich werden jedoch alle etwas größeren und
moderneren landwirtschaftlichen Familienbetriebe vorverurteilt“,
stellt Dirk Gieschen, Kommunikationsspezialist und Initiator der
Website agrar-trends.de, heraus.

„Die pauschalen Verunglimpfungen werden von einigen der
Demonstranten und Internet-Aktivisten nicht differenziert. Nimmt man
eine Betriebsgröße von rund 50 Hektar als Abgrenzung, ab der die
Kritiker einen „Großbetrieb“ vermuten dürften, werden mit den
Januar-Kampagnen deutschlandweit und jährlich wiederkehrend derzeit
mindestens 85.000 landwirtschaftliche Familien angegriffen. Es
widerspricht jeder fachlich-sachlichen und wissenschaftlichen
Diskussion, eine so große Bevölkerungsgruppe nur aufgrund einer
Betriebsgröße und trotz rechtskonformen Handels derart im
öffentlichen Leben an den Pranger zu stellen.“

Diese Vorgehensweise bringe die Branche dem gesellschaftlich
gewünschten Ziel, die deutsche Landwirtschaft vorrangig in der Hand
bäuerlicher Familienbetriebe zu behalten und diese umweltfreundlicher
und nachhaltiger weiter zu entwickeln, nicht näher, so Gieschen.
„Diese Aktivisten erweisen allen Beteiligten einen Bärendienst. Sie
sorgen mit ihren unsachlichen Anklagen für eine ganz schlechte
Stimmung und bringen die fachliche Diskussion kaum voran, da sich die
Fronten nur verhärten. Der Kampagnen-Stil der Agrarwende-Promotoren
ist kein Musterbeispiel für Demokratie- und Diskussionskultur.“

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