Kiel (ots) –

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum Marine)

Am Montag, den 21. Januar 2019 um 10 Uhr, wird das Minenjagdboot
„Dillingen“ den Heimathafen Kiel verlassen. Das Boot aus dem 3.
Minensuchgeschwader steht unter dem Kommando von Korvettenkapitän
Frank Heider (33) und wird in den kommenden fünf Monaten zum
NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures
Group 1) gehören. Die Rückkehr der „Dillingen“ wird zum Beginn der
Kieler Woche am 21. Juni 2019 erwartet.

„Zuerst werden wir Zeebrügge in Belgien ansteuern, um unsere
Kameraden auf dem dänischen Patrouillenschiff ‚Thetis‘ und einem
belgischen Minenjäger zu treffen“, umreißt Heider die ersten Tage
unter NATO-Flagge. Sein Boot wird in Zeebrügge einem dänischen
Stabsoffizier unterstellt. „Später stoßen noch Boote aus den
Niederlanden, Großbritannien und Norwegen zu uns. Ab Mitte Februar
geht es zur Beseitigung von Altlasten in französische Gewässer. Ein
solches Manöver wird uns im Mai für mehrere Wochen ins Baltikum
führen. Unsere Teilnahme an dem jährlichen US-geführten Ostseemanöver
BALTOPS rundet den Einsatz dann ab. Für all das sind wir gut
gewappnet. Es kann endlich losgehen.“

Die 41 Frauen und Männer der „Dillingen“ haben in den vergangenen
zehn Monaten eine fordernde Vorbereitung absolviert. Im September
schloss das Programm mit der Einsatzprüfung beim sogenannten MOST
(Mine Countermeasure Vessel Operational Sea Training) im belgischen
Zeebrügge ab. Die „Dillingen“-Besatzung ist ausgebildet für alle
Szenarien der Minenkriegsführung. Die für den Einsatz in engen,
küstennahen Gewässern besonders geeigneten Minenjagdboote setzen die
Minenjagddrohne „Seefuchs“ ein, mit der sie Unterwasserminen
ferngelenkt bekämpfen können.

Hintergrundinformationen

Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von
den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und
gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die
2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges
Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und
Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen
Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im
Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen
der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des
NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe,
SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der
Mitgliedsstaaten 2014 um eine als „Speerspitze“ bekannte VERY HIGH
READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen
Einsatzgruppen zählen.

Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem
der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände
regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung
einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert
ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden
Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See in
Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der
Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die
Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch
Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit
Partnerstaaten.

Hinweise für die Presse

Medienvertreter sind zum Pressetermin „Kieler Minenjagdboot
‚Dillingen‘ für fünf Monate zum NATO-Einsatz“ eingeladen. Für die
weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige
Anmeldung gebeten.

Termin:

Montag, den 21. Januar 2019. Eintreffen bis spätestens 9 Uhr. Ein
späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

Ort:

Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106
Kiel

Programm:

9.40 Uhr

Antreten der Besatzung und eingeschifftes Personal,

anschl.

Eintreffen Kommandeur 3. Minensuchgeschwader

Ansprache und Verabschiedung

09.45 Uhr

Meldung des Kommandanten an Kommandeur 3. Minensuchgeschwader

anschl.

Ansprache des Kommandeurs

10.00 Uhr

Ablegen Minenjagdboot „Dillingen“ zur SNMCMG1

Anmeldung:

Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden
Anmeldeformular bis Freitag, den 18. Januar 2019, 9 Uhr, beim Presse-
und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)431-71745-1412
oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
Telefon: +49 (0)431-71745-1410/1411
E-Mail: markdopizpressestellekiel@bundeswehr.org

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