Hamburg (ots) –

Quelle: (ots/Asklepios Kliniken)

Studie ermittelt Entscheidungskriterien zur Wahl eines
Krankenhauses

– Krankenhaus-Suchportale sind wenig bekannt und kaum genutzt
– Deutsche folgen vor allem dem Rat von Ärzten bei der Klinikwahl

Was bei Hotels, Restaurants oder Online-Shops gut funktioniert,
hat bei Krankenhäusern kaum Relevanz. Bewertungsportale können zwar
vor einer schlechten Urlaubserfahrung retten, bilden aber für die
meisten Deutschen keine Entscheidungshilfe bei der Klinikwahl.
Zumindest gehen viele Befragte davon aus: Nur 37 Prozent der
Bundesbürger vertrauen den Krankenhausbewertungen auf Portalen. Vor
einem Jahr waren es noch 60 Prozent. Für die Region Hamburg fällt das
Ergebnis mit 39 zu 59 Prozent ähnlich aus. Dies sind Ergebnisse der
repräsentativen Studie „Kriterien bei der Klinikwahl“ der Asklepios
Kliniken GmbH, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

Rat lieber analog statt digital

Das Internet ist für die Deutschen offenbar keine bekannte und
vertrauenswürdige Quelle für Informationen rund um Krankenhäuser.
Nicht einmal jeder zweite Bundesbürger hat überhaupt schon von
Krankenhaus-Suchportalen gehört, auf denen Patienten die Möglichkeit
haben, die Krankenhäuser gezielt miteinander zu vergleichen. Daher
ist auch die Nutzungsrate niedrig: Nur 28 Prozent der Deutschen sind
bereits auf einem derartigen Portal gewesen. Ein Grund für die
Zurückhaltung könnte die Glaubwürdigkeit von Beiträgen im Internet
sein: 81 Prozent der Befragten schätzen die Informationen auf
derartigen Portalen als nicht sehr vertrauenswürdig ein. Selbst unter
den Nutzern trauen nur 26 Prozent den erhaltenen Aussagen komplett,
die Nicht-Nutzer erachten sie zu 99 Prozent als kaum oder gar nicht
vertrauenswürdig.

„Bewertungsportale bieten nur auf den ersten Blick eine echte
Orientierung. Die Wahrheit ist: Sie sind extrem anfällig für
unsachliche Kritik und Manipulationen, und die meist nur wenigen
Bewertungen pro Klinik zeichnen angesichts der großen Patientenzahlen
definitiv kein realistisches Bild der Wirklichkeit“, sagt Prof.
Christoph U. Herborn, Medizinischer Direktor bei Asklepios. „Das ist
den Internetnutzern auch klar und entsprechend kritisch betrachten
sie den Nutzwert dieser Portale“, so Prof. Herborn weiter. Ähnlich
kritisch werden auch andere online verfügbare Inhalte gesehen: Mit
nur 31 Prozent genießen Gesundheitsportale und Foren das geringste
Ansehen aller möglichen Quellen. Eigenen Informationen der Kliniken
zum Beispiel auf der Homepage oder in den sozialen Medien trauen 44
Prozent der Befragten.

Vertrauen in den Halbgott in Weiß

Die bevorzugten Quellen für glaubwürdige Informationen rund um
Krankenhäuser bleiben in der Offline-Welt: 89 Prozent vertrauen ihrem
Fach- oder Hausarzt, 68 Prozent Freunden und Familie. Daher haben am
Ende auch bei denjenigen, die in den vergangenen fünf Jahren einen
Krankenhausaufenthalt hatten, Ärzte den entscheidenden Hinweis
gegeben. 35 Prozent sind der Empfehlung ihres Facharztes gefolgt. 26
Prozent haben der Aussage des Hausarztes entsprochen. Doch auch der
Halbgott in Weiß ist in den Augen der Deutschen nicht unfehlbar. Denn
immerhin jeder Zehnte hat sich bei der Wahl eines Krankenhauses schon
einmal gegen die ausdrückliche Empfehlung des Haus- oder Facharztes
entschieden. Und zwar, weil er widersprüchliche Informationen auf
einem Portal erhalten hat.

Über die Studie

Für die Studie „Kriterien bei der Klinikwahl“ der Asklepios
Kliniken GmbH wurden 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Juli und
August 2018 repräsentativ befragt. Zusätzlich wurden 200 Bewohner aus
der Metropolregion Hamburg (Stadt Hamburg, Landkreise: Harburg,
Stade, Lüneburg, Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Pinneberg und
Segeberg) einbezogen. Die Befragung führte das
Marktforschungsinstitut Toluna online durch.

Über Asklepios

Die Asklepios Kliniken zählen zu den führenden privaten Betreibern
von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die
Klinikgruppe steht für eine hoch qualifizierte Versorgung ihrer
Patienten mit einem klaren Bekenntnis zu medizinischer Qualität,
Innovation und sozialer Verantwortung. Auf dieser Basis hat sich
Asklepios seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren dynamisch
entwickelt. Aktuell verfügt der Konzern bundesweit über 150
Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen Akutkrankenhäuser aller
Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische
Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische
Versorgungszentren. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 wurden 2,3 Mio.
Patienten in Einrichtungen des Asklepios Konzerns behandelt. Das
Unternehmen beschäftigt rund 47.000 Mitarbeiter.

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