Berlin/Bonn (ots) –

Quelle: (ots/Aktion Deutschland Hilft e.V.)

Auf der Kuratoriumssitzung von „Aktion Deutschland Hilft“ in
Berlin mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Außenminister Heiko Maas
berieten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen der
humanitären Hilfe im Zusammenspiel der Akteure. Besonderer Fokus der
Gespräche: Sicherheit humanitärer Helfer, die Einschränkung
zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume, Lokalisierung von Hilfe
und künftige Formen von Hilfe.

Außenminister Maas sagte: „Deutsche Nichtregierungsorganisationen
leisten jeden Tag Hilfe, die Leben rettet. Dass humanitäre
Helferinnen und Helfer dabei immer häufiger selbst zur Zielscheibe
von Angriffen werden, können wir nicht hinnehmen. Deshalb wird der
Schutz humanitärer Helfer und humanitärer Zugänge ein zentrales
Anliegen unserer Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat sein.“ Er
würdigte das humanitäre Engagement vieler Helfer und sagte, ihre
Aufgabe könne nicht die Konfliktlösung in Krisengebieten sein. Hier
müsse die Politik greifen und in den Dialog mit internationalen
Autoritäten treten. Nur durch den Schutz humanitärer Helfer könne
Hilfe auch ankommen.

179 Angriffe wurden allein von Januar bis August 2018
verzeichnet. Handlungsspielräume von Hilfsorganisationen werden
zunehmend eingeschränkt. Neben Gewalt behindern Drohungen und
Diffamierungen die Arbeit der Helfer.

Künftiges Augenmerk liegt auf Stärkung lokaler Partner

Akute Krisen wie kürzlich der Taifun auf den Philippinen, aber
auch langwierige Krisenherde wie Jemen oder der Hunger in Afrika
zeigen, wie wichtig es ist, Räume für Hilfe zu schaffen. „Unser
Augenmerk liegt künftig insbesondere darauf, Partner vor Ort zu
stärken“, erklärt Bernd Pastors, Vorstandsvorsitzender von „Aktion
Deutschland Hilft“. „Wir möchten im Vorfeld von Katastrophen
unterstützen, die Strukturen im Einsatz zu stabilisieren, damit
Staaten und Bevölkerung gut vorbereitet sind.“ Gerade die aktuelle
Katastrophe in Indonesien habe gezeigt, dass Länder zunehmend autark
agieren, was der Aufgabe eines souveränen Staates entspräche.

Abschied langjähriger Kuratoren

Im Rahmen der Sitzung verabschiedete „Aktion Deutschland Hilft“
zwei Kuratoren: Volker Beck und Christoph Strässer. Beide ehemaligen
Bundestagsabgeordneten bildeten seit den Anfängen des Kuratoriums mit
vielfältigem Engagement einen festen Bestandteil des Bündnisses. Im
Namen von „Aktion Deutschland Hilft“ sprach Ingo Radtke, Vorsitzender
des Aufsichtsrats, den langjährigen Kuratoren einen Dank aus.

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von
deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre
Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die
beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der
humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit
weiter zu optimieren. Unter dem gemeinsamen Spendenkonto 10 20 30 bei
der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen
Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und dem Deutschen
Spendenrat angehörige Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de

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