Kiel (ots) –

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum Marine)

Am Montag, den 11. Februar 2019 um 10 Uhr, wird das Minenjagdboot
„Homburg“ den Heimathafen Kiel verlassen. Das Boot aus dem 3.
Minensuchgeschwader steht unter dem Kommando von Kapitänleutnant
Martin Klaus (34) und wird in den kommenden vier Wochen dem Ständigen
NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures
Group 1) angehören. Dabei wird die „Homburg“ bei der Suche nach
Munitionsaltlasten im Meer unterstützen. Schon in 2018 konnte die
rund 40-köpfige Besatzung ihr Können in der SNMCMG1 beweisen.

Das Minenjagdboot „Homburg“ stößt für das Manöver „HOD OPS“ in
französische Gewässer vor. „‚HOD OPS‘ bedeutet Historical Ordnance
Disposal Operations, also Altlastenbeseitigung,“ erklärt
Geschwaderkommandeur Fregattenkapitän Christian Meister (41). „Was
aus Kriegen und Konflikten der Vergangenheit im Wasser geblieben ist,
bedroht bis heute die Schifffahrt. Wir wollen sichere Seewege, gerade
vor unserer Haustür. Das ‚NA‘ in NATO steht für Nord-Atlantik – wenn
die Boote also in den kommenden Wochen am westlichen Ausgang des
Ärmelkanals operieren, zeigt das die Bedeutung, die wir der Landes-
und Bündnisverteidigung beimessen. Mit den Kameraden der beiden
deutschen Minenjäger weiß ich Profis am Werk, auf die ich mich
genauso verlassen kann wie der dänische Kommandeur. Ich bin stolz,
dass wir ihm aus Kiel ein weiteres Boot schicken können.“

Mit der „Dillingen“ und der „Homburg“ befinden sich zwei
Minenjagdboote der Deutschen Marine in dem NATO-Minenabwehrverband,
der derzeit von einem dänischen Stabsoffizier geführt wird. Die
Kieler Kameraden des Minenjagdbootes „Dillingen“ hatten am 21. Januar
den Heimathafen verlassen und werden im Juni zurückerwartet.

Hintergrundinformationen

Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von
den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und
gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die
2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges
Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und
Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen
Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im
Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen
der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des
NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe,
SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der
Mitgliedsstaaten 2014 um eine als „Speerspitze“ bekannte VERY HIGH
READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen
Einsatzgruppen zählen.

Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem
der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände
regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung
einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen.

Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee
und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See in
Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der
Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die
Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch
Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit
Partnerstaaten.

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