Berlin (ots) –

Quelle: (ots/NABU)

Wenn die Tage kürzer werden, ist es Zeit, den Garten winterfest zu
machen. Naturgärtner sind dabei klar im Vorteil: Wer seinen Garten
naturnah gestaltet, spart jede Menge Arbeit und hilft außerdem noch
Igeln, Insekten und Co. Der NABU gibt Tipps, was vor dem Winter getan
werden sollte, damit der Garten auch im kommenden Frühjahr wieder
voller Leben ist.

„Gärten sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten, die immer
weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer
Kulturlandschaft finden“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb.
„Weniger aufräumen hilft Igeln, Siebenschläfern, Fledermäusen, Vögeln
und Insekten gut über den Winter zu kommen. Und für Gärtner ist das
sehr entspannend, weil man viel weniger Arbeit hat.“

Wer Vögeln im Winter Futter bieten will, sollte abgeblühte Stauden
und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen und Karden nicht
abschneiden sondern stehen lassen. Auch Fallobst auf der Wiese und
Wildobst an den Sträuchern sollte bleiben – so finden gefiederte
Gartenbewohner auch bei Minusgraden einen reich gedeckten Tisch vor.
„Ein insektenfreundlicher Garten hält dazu ab und an auch ein
überwinterndes Insekt für Vögel bereit“, so Rottleb.

Um den Sechsbeinern über die kalten Monate zu helfen, sollte ein
Laubhaufen im Garten angelegt werden. Im wärmenden Laub sind
Marienkäfer und Laufkäfer vor Kälte geschützt. „Solitärbienen
überwintern in hohlen Ästen, im Boden oder in Stängeln von Stauden“,
so Marja Rottleb, „Auch eine Insektennisthilfe bietet ihnen einen
guten Überwinterungsplatz.“

Der Laubhaufen im Garten hilft nicht nur Insekten über den Winter.
„Er ist der Allrounder unter den Winterquartieren. Erdkröten und Igel
schätzen das Laub als Schutz gegen Kälte, insektenfressende Tiere als
Nahrungsquelle“, sagt die NABU-Gartenexpertin. „Als Mulchschicht auf
den Beeten schützt Laub die Pflanzen vor Frost und dient auch hier
als Winterquartier für Insekten.“ Wer noch mehr für Igel tun will,
kann ein Igelhaus bauen. Eine Anleitung gibt es unter
www.NABU.de/igelhaus .

Beim Baumschnitt anfallende Äste und Reisig können ebenfalls zu
einem Haufen aufgeschichtet oder als Benjeshecke angelegt werden. So
eine Totholzhecke bietet Schutz und Lebensraum für viele Insekten und
andere Kleintiere, wie Mäuse. Vögel finden hier auch im Winter so
manchen Leckerbissen mit sechs oder acht Beinen.

„Die Natur kennt keinen Abfall. Reisig, Laub, Fallobst, abgeblühte
Stauden, die im Herbst anfallen, sind nahrhaft und nützlich für viele
tierische Gartenbewohner“, sagt Marja Rottleb, „Wer naturnah gärtnert
und diese ,Abfälle‘ im Garten lässt, kann sich im Herbst entspannt
mit einer Tasse Tee zurücklehnen und die Früchte seines Gartens
genießen.“

Weitere Tipps unter www.NABU.de/garten-winterfest

Druckfähige Grafik zum Download: www.NABU.de/wintertiere-garten

Bauanleitung für ein Igelhaus: www.NABU.de/igelhaus

Mehr Information, Grafiken und Fotos zur Gartenkampagne des NABU:
www.NABU.de/medieninfos-garten

Für Rückfragen:
Marja Rottleb, NABU-Gartenexpertin, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1582,
E-Mail: Marja.Rottleb@NABU.de

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