Osnabrück (ots) – Bauernverband zur Dürre: Noch können Insolvenzen
verhindert werden

Rukwied fordert schnelle Hilfen – Verband betont Anstrengungen
gegen Klimawandel

Osnabrück. Der Bauernverband drängt die Bundesländer angesichts
der Dürre zum Handeln. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag): „Viele Bauern brauchen eine
schnelle Unterstützung, um liquide zu bleiben. Noch ist Zeit, um
Insolvenzen zu verhindern.“ Nach den Lagemeldungen aus den
Landesbauernverbänden seien vielerorts die Voraussetzungen für
Finanzhilfen klar erfüllt. „Die Bundesländer müssen jetzt zügig
handeln und der Bund muss folgen“, so Rukwied.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte zuvor erklärt,
zunächst valide Daten aus den Bundesländern über die Ernte abwarten
zu wollen, um über Hilfen des Bundes zu entscheiden. Bis zum 8.
August sollen die Daten in Berlin eintreffen. Albert Stegemann,
agrarpolitischer Sprecher der Union im Bundestag, unterstützte das.
Er sagte der „NOZ“: „Dieses Vorgehen halte ich für richtig. Es geht
um Steuergelder und diese müssen gezielt und haushaltsrechtlich
einwandfrei eingesetzt werden.“

Rukwied betonte indes, dass die deutsche Landwirtschaft ihre
Verantwortung in der Klima-Debatte sehr ernst nehme. „Wir wissen,
dass auch wir Teil der Lösung sein müssen und wir handeln auch.“ Der
Verband habe unter anderem eine Klimastrategie erstellt mit dem Ziel,
den Treibhausgas-Ausstoß der Landwirtschaft zu verringern. Zuletzt
hatten Umweltverbände wie Greenpeace auf eine Mitschuld der
Landwirtschaft am Klimawandel und damit letztlich an der jetzigen
Dürre hingewiesen.

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