Hamburg (ots) – Das Ergebnis der diesjährigen Ärzte-Umfrage zum
Thema Praxissoftware liegt vor – und fällt wenig schmeichelhaft für
die Hersteller aus: 54 Prozent der über 1.100 teilnehmenden Ärzte
klagten über zu hohe laufende Kosten ihrer Systeme. Auch äußerten
viele niedergelassene Mediziner die Kritik, dass ihr Programm nicht
genau genug auf die Anfordernisse der Praxis zugeschnitten sei.

Durchgeführt wurde die Befragung vom Ärztenachrichtendienst (änd)
in Hamburg. Laut Auswertung betonten 64 Prozent der Ärzte, dass ihr
Praxisprogramm mit unzähligen Funktionen überladen sei, die sie im
Alltag kaum nutzten. 20 Prozent beschwerten sich dagegen über
fehlende Funktionen – nur 16 Prozent berichteten von optimalen
Bedingungen. Insgesamt würden nur 44 Prozent der Umfrageteilnehmer
ihr Programm bedenkenlos einem anderen Kollegen ans Herz legen.

Wie schon bei der Vorjahresumfrage sieht das Bild beim Service
dagegen besser aus: Beim telefonischen sowie beim Vor-Ort-Service
scheinen die Anbieter hauptsächlich gute Arbeit zu leisten. Der
Online-Service erhält im Schnitt geringfügig schlechtere Noten – doch
auch hier überwiegen die positiven Stimmen.

Neu bei der aktuellen Umfrage waren die Fragen zum Anschluss an
die Telematik-Infrastruktur (TI). Dem Ergebnis zufolge sind bereits
25 Prozent der Umfrageteilnehmer an die TI angeschlossen. Davon
berichteten 29 Prozent von großen Problemen, die es bei der
Installation gegeben habe und deren Lösung die Praxis viel Zeit
gekostet habe. 44 Prozent berichteten von kleineren Problemen.
Lediglich 27 Prozent der Ärzte gaben an, dass der Anschluss der
Praxis an die TI völlig reibungslos abgelaufen sei.

Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Service der
Praxissoftware-Anbieter während des TI-Anschlusses gab es insgesamt
gerade noch ein positives Fazit: 56 Prozent der angeschlossenen Ärzte
bewerten die Leistung der IT-Firmen als gut oder sehr gut, weitere 21
Prozent als mittelprächtig.

Die Online-Umfrage lief vom 9. bis 16. Oktober 2018. Es
beteiligten sich 1.134 änd-Mitglieder (überprüfte niedergelassene
Haus- und Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet).

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/61299/4095712