Berlin (ots) – Pelz ist out. Kunstpelz ist in. Die Produkte werden
immer besser und sehen den echten Pelzen zum Verwechseln ähnlich.
Doch immer öfter steckt hinter dem Kunstpelz doch der in Asien unter
fragwürdigen Bedingungen gezüchtete Marderhund. Mützen mit solchen
Fell-Accessoires werden auf Berliner Weihnachtsmärkten angeboten.

Das ergaben Stichproben des rbb Verbrauchermagazins SUPER.MARKT.
Verkäufer schummeln bei den Angaben über die Pelzart. Allein auf dem
Weihnachtsmarkt in Spandau wurden den Testkäufern von SUPER.MARKT
mehrfach Echtpelzmützen verkauft, obgleich sie nach Kunstpelz
fragten.

Tierschützer kritisieren diese massive Verbrauchertäuschung:
„Echter Pelz wird ganz bewusst mit Kunstpelz zusammen verkauft. Das
ist ein ganz großes Problem, dass der Verbraucher das nicht
unterscheiden kann und belogen wird!“, sagt Stefan Klippstein von der
Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Er kämpft seit zehn Jahren gegen
die Tricks der Pelzhändler und weiß, es ist finanziell lukrativer,
billigen Echt-Pelz aus Polen oder Asien zu verkaufen als den
aufwendig hergestellten Kunstpelz, der dem echten Pelz mittlerweile
täuschend ähnlich sieht.

Eigentlich muss, laut EU-Regelung, Echtpelz mit seiner Herkunft
eindeutig gekennzeichnet werden. Die Verkäufer jedoch behaupten, ihre
Ware in großen Mengen im Großhandel zu kaufen und schieben die
Verantwortung an den nächsten Händler weiter. Gut für Verbraucher:
Echtpelz lässt sich relativ einfach von Kunstpelz unterscheiden: Bei
Echtpelz finden sich häufig noch Hautreste, die sichtbar werden, wenn
man in den Pelz pustet. Dabei sieht man auch: Echtpelz stellt sich
relativ schnell wieder auf, Kunstpelz bleibt liegen. Der
Feuerzeugtest mit Haarproben hilft ebenfalls zur Unterscheidung:
Echte Haare riechen nach Horn, Kunsthaare nach Plastik.

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