Eschborn (ots) – Neue Technologien halten auch in den
Personalabteilungen Einzug. Die Suche nach Arbeitskräften wird
automatisiert und geht neue Wege. Doch das macht Headhunter und
Personalvermittler nicht überflüssig. Neue Tools unterstützen die
Mitarbeiter mehr, als dass sie ersetzt werden. Vorsicht ist jedoch
beim Thema Datenschutz und IT-Sicherheit geboten.

Roboter arbeiten ohne Pause rund um die Uhr, in Sekundenschnelle
analysieren sie seitenlange Bewerbungsbögen und scannen die Social
Media-Profile der Kandidaten. So finden sie schnell und treffsicher
den perfekten neuen Mitarbeiter für das Unternehmen und den idealen
Job für Bewerber – so zumindest die Theorie.

Fakt ist, dass die Digitalisierung in unserer Gesellschaft immer
mehr Einzug erhält. Die Deutschen nutzen intensiv soziale Medien wie
Facebook, Xing und WhatsApp, sprechen mit Chatbots und speichern
diverse Apps auf ihrem Smartphone. Dabei verbringt jeder Nutzer
durchschnittlich 43 Tage pro Jahr mit seinen Apps, weltweit hat der
durchschnittliche Smartphone-Nutzer 80 Apps auf seinem Handy und
verwendet 40 davon jeden Monat. Top-Applikationen in Deutschland sind
die Dating-Apps Tinder und Lavoo. „Die Zeit ist nah, in der viele
Bewerber auch potenzielle Arbeitgeber einfach auf ihrem Smartphone
wegwischen oder bestätigen“, sagt Hansjörg Votteler, Geschäftsführer
von Manpower Deutschland. „Unternehmen sollten sich bereits jetzt
darauf vorbereiten und zumindest mobil-optimierte Firmenseiten
anbieten.“

Tinder für den Bewerbungsprozess

Die Art der App müssen Bewerber wie Unternehmen jedoch mit Umsicht
wählen. Denn die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verbietet,
Daten von Kunden ohne deren ausdrückliche Zustimmung an andere Firmen
weiterzugeben. Das kann allerdings beispielsweise bei dem
WhatsApp-Messenger passieren, wenn dieser beruflich genutzt wird. Bei
der Installation durchsucht WhatsApp das Adressbuch nach anderen
Personen, die ebenfalls den Messenger nutzen und sendet es zum
Abgleich an Facebook. Andererseits ist WhatsApp nicht nur einer der
häufigsten Kommunikationskanäle für private Zwecke, sondern
ermöglicht es auch Arbeitgebern, direkt auf dem Handy ihrer
potenziellen Bewerber zu landen. Eine datenschutzkonforme und sichere
Alternative ist WhatsBroadcast. Die ManpowerGroup selbst verschickt
über dieses Tool aktuelle Jobangebote und Informationen zielgerichtet
an Interessenten, die sich dafür angemeldet haben. „Dieser Kanal
erfordert jedoch das Vertrauen der Abonnenten, ein Unternehmen in
ihren privaten Bereich zu lassen. Dafür erhalten sie sehr zeitnah und
gezielt Jobangebote, die sie selbst steuern können, weil sie nicht
von einem Algorithmus ausgewählt und ungefragt angesprochen werden“,
so Votteler. Manpower zeige so Verantwortung im Umgang mit
Bewerberdaten.

Roboter als Headhunter

Es gibt bereits Roboter, die den Job eines Headhunters zumindest
teilweise übernehmen. Mit einem Algorithmus suchen diese kleinen
Programme im Internet beispielsweise bei Facebook oder LinkedIn nach
passenden Kandidaten und postet bei ihnen eine Anzeige. Ein Beispiel
dafür ist die neue Technologie namens Work4, die sowohl erklärende
Daten (Alter, Ausbildung, Berufserfahrung) wie auch Verhaltens-Daten
(geteilte und gelesene Inhalte, Netzwerk an Freunden etc.) verwendet.
„Derartige Programme werden Recruiter und Personalvermittler nicht
ersetzen können, denn sie merken nicht, wenn sie mit ihrer Ansprache
übertreiben und die Bewerber nerven. Ein Mensch muss diesen sensiblen
Prozess immer begleiten“, erklärt Votteler, Dagegen eigneten sich
neue Technologien hervorragend, um Personaler zu entlasten und zu
ergänzen.

Während die Recruiter irgendwann Feierabend haben oder gerade ein
Vorstellungsgespräch führen, ist Kollege Roboter dauerhaft online.
Chatbots – zum Beispiel im Facebook-Messenger oder auf einer
Internetseite – können Interessenten beraten. Sie können potenziellen
Bewerbern einen Link zu freien Stellen und Bewerbungsformularen
schicken und die Kontaktdaten der Personalabteilung nennen. Einfache
Fragen können sie im Chat beantworten, machen aber noch häufig
Fehler. Sie lernen aber laufend dazu und sind teilweise schon in der
Lage, mehr als nur Auskunft zu geben. Sie selektieren Bewerber
bereits vor, indem sie gezielte Fragen stellen und alle Informationen
speichern. Anschließend hat das Unternehmen oder der
Personaldienstleister bereits eine Vorstellung, ob der Kandidat zur
Stelle passen könnte oder nicht.

Über die ManpowerGroup

Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Mit
rund 23.000 Mitarbeitern zählt die ManpowerGroup zu den drei größten
Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der
Unternehmensgruppe agieren an bundesweit 360 Standorten die
Gesellschaften Manpower, Stegmann, Experis, ManpowerGroup Solutions,
Proservia, Right Management sowie spezialisierte Einzelmarken. Mehr
Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.

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