Hannover (ots) – Zum Auftakt des Karl-Barth-Jahres 2019 wird der
Schweizer Rechtsanwalt und Notar Bernhard Christ am Montag, 10.
Dezember, in Basel mit dem Karl-Barth-Preis der Union Evangelischer
Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK)
ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 50. Todestag Karl Barths in
der Aula der Universität Basel statt. Bernhard Christ ist Präsident
der Karl-Barth-Stiftung, die in Basel ansässig ist. Das
Karl-Barth-Jahr, das der Reformierte Bund in Zusammenarbeit mit der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der UEK und dem
Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) verantwortet,
erinnert an den herausragenden und streitbaren Schweizer Theologen
Karl Barth (1886-1968).

Mit der Auszeichnung an Bernhard Christ werden u. a. seine
Verdienste um das Erforschen und Bewahren des Erbes Barths im Karl
Barth-Archiv, seine Arbeit für die Gesamtausgabe von Karl Barths
Schriften, Vorlesungen, Briefen und Gesprächen gewürdigt. Der mit
10.000 Euro dotierte Preis wird von Kirchenpräsident Christian Schad,
Vorsitzender der Vollkonferenz der UEK, übergeben.

In der Laudatio hebt Lukas Kundert, Kirchenpräsident der
Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt und Pfarrer am Baseler
Münster, Christs großes Engagement als Jurist für eine Kirche in der
Öffentlichkeit hervor. Es sei ein „prophetischer Sprung“ gewesen,
dass es Christ gelungen sei, als Präsident des Verfassungsrates des
Kantons Basel-Stadt dafür Sorge zu tragen, dass neben den
christlichen Konfessionen und der israelitischen Gemeinde auch die
„orthodoxen Kirchen, Freikirchen, Aleviten, Muslime, Hinduisten,
Buddhisten und weitere Religionsgemeinschaften“ kantonale Anerkennung
und die damit verbundenen Pflichten und Rechte erhielten. Christ sei
ein „Kämpfer für klare protestantische Formen“ mit einem liberalen
juristischen Grundverständnis.

Für Christ reiht sich Barths Theologie ein in die Geschichte der
großen Kirchenlehrer: Sie sei im besten Sinn des Wortes
„fundamental“, weil sie sich auf das Zentrum des christlichen
Glaubens bezöge und drohende „Bekenntnislosigkeit“ der Kirche
abwehre, so der Preisträger.

Der Karl-Barth-Preis wird seit 1986 alle zwei Jahre verliehen. Er
war zum 100. Geburtstag von Karl Barth (1886-1968) vom Rat der
damaligen EKU gestiftet worden. Zu den bisherigen Preisträgern
gehören u. a. Eberhard Jüngel, Gottfried Forck, Hans Küng, Kardinal
Karl Lehmann, Helmut Simon, Reinhard Henkys, Wolfgang Huber,
Heinz-Horst Deichmann und Michael Welker.

Weitere Infos zu Karl-Barth- unter www.ekd.de/karl-barth

Hannover, 7. Dezember 2018

Pressestelle der UEK

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