Stuttgart (ots) –

Quelle: (ots/Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg)

Die Baden-Württemberger gaben 2018 deutlich mehr für staatliche
Lotterien aus als im Jahr zuvor. Die Spieleinsätze im Südwesten lagen
bei 987,6 Mio. Euro. Das ist ein Zuwachs von 54,5 Mio. Euro oder 5,8
Prozent gegenüber 2017. Das Plus ist vor allem durch einen günstigen
Verlauf bei der Lotterie Eurojackpot mit außergewöhnlich vielen
großen Jackpots zu erklären. Lotto Baden-Württemberg überweist so
über 372 Mio. Euro ans Land.

Geschäftsführer Georg Wacker zeigt sich darüber erfreut, betont
aber: „Wir müssen den wachsenden Gefahren für das
gemeinwohlorientierte Glücksspiel ins Auge sehen. Illegale Anbieter
aus Steueroasen kopieren ungeniert unsere Produkte und graben uns mit
aggressiver Werbung in Deutschland zunehmend das Wasser ab. Dadurch
drohen die Erträge für Sport, Kultur, Denkmalpflege und soziale
Projekte zu sinken.“

Um die Entwicklung zu stoppen, fordert der Lotto-Chef nach seinem
ersten Jahr an der Spitze des Landesunternehmens klare politische
Leitplanken in Form eines neuen Staatsvertrages. „Wir brauchen im
Glücksspielsektor dringend einen stabilen Rahmen. Die letzten Jahre
waren geprägt von großer politischer Unsicherheit und rechtlichen
Auseinandersetzungen. Illegale Anbieter haben das ausgenutzt. So
gehen Milliarden am Fiskus vorbei, die Verbraucher werden getäuscht
und das Gemeinwohl zieht den Kürzeren.“ Um das eklatante Defizit im
Vollzug zu beseitigen, müsse die Glücksspielaufsicht besser
ausgestattet werden.

Gesamtgewinne von 491 Mio. Euro / Gemeinwohl profitiert mit 385
Mio. Euro

Das Prinzip der staatlichen Lotteriegesellschaften in Deutschland
ist einfach erklärt: 50 Prozent der Spieleinsätze werden als Gewinne
ausgeschüttet, etwa zehn Prozent sind Betriebskosten und Provisionen
für die Annahmestellen. Die verbliebenen rund 40 Prozent gehen in
Form von Lotteriesteuer (16,6 Prozent) und Erträgen für gute Zwecke
(23 Prozent) an den Staat.

Lotto Baden-Württemberg schüttete 2018 insgesamt 490,9 Mio. Euro
an die Tipper im Land aus. In 100-Euro-Scheinen kommt so eine Fläche
zusammen, die den Rasen der Stuttgarter Mercedes Benz-Arena über acht
Mal komplett bedeckt. Für das Land erzielte das
Glücksspielunternehmen rund 372,4 Mio. Euro. Diesen Gesamtbetrag
bilden 165,5 Mio. Euro Lotteriesteuer und 206,9 Mio. Euro
Zweckerträge. 132,4 Mio. Euro der Zweckerträge setzt das Land über
den Wettmittelfonds für Sport, Kunst und Kultur, Denkmalpflege und
soziale Projekte in Baden-Württemberg ein. Aus den Überschüssen der
Lotterien Glücksspirale und Sieger-Chance gingen weitere rund 12,9
Mio. Euro direkt an verschiedene Empfänger wie den Landessportverband
oder die Denkmalstiftung Baden-Württemberg – alles in allem also
385,3 Mio. Euro fürs Gemeinwohl.

6aus49 weiter wichtigstes Produkt / Eurojackpot stark im Plus

Hauptträger der Gesamt-Spieleinsätze blieb mit einem Anteil von
45,2 Prozent das Lotto 6aus49. Beim Klassiker, den es in
Baden-Württemberg seit 1958 gibt, zeigten sich allerdings
Bremsspuren: Die Einsätze gingen um 6,3 Prozent auf 446,7 Mio. Euro
zurück. Demgegenüber haussierte die Lotterie Eurojackpot geradezu.
Das europaweit in 18 Ländern angebotene Spiel wartete mit
außergewöhnlich vielen prall gefüllten Gewinntöpfen auf. Die
Eurojackpot-Einsätze im Südwesten kletterten um 64,8 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Start im Jahr 2012 haben sie sich in
Baden-Württemberg damit mehr als verfünffacht.

Viel Glück im Südwesten

2018 war für die baden-württembergischen Glücksritter ein
erfolgreiches Jahr: 21 von ihnen stiegen dank Lotto in den Club der
Millionäre auf – genauso viele wie im Vorjahr, als Baden-Württemberg
in dieser Hinsicht sogar bundesweit führte. Den größten Einzelgewinn
im Südwesten erzielte ein Tipper aus Ludwigsburg im Oktober mit einem
Volltreffer im Klassiker 6aus49: satte 17,3 Mio. Euro! Der Traum vom
sprichwörtlichen Sechser im Lotto erfüllte sich 2018 für weitere 42
Baden-Württemberger. Neben den ganz großen Gewinnen gab es erneut ein
Allzeithoch bei den 100.000 Euro-Treffern: Genau 100 Glückspilze
freuten sich über diesen Geldsegen.

Schwarze Lotteriewetten zulasten des Gemeinwohls

Online-Anbieter schwarzer Lotteriewetten unterhöhlen das seit
Jahrzehnten bewährte Fördermodell der staatlichen Lotterien. Bei
ihnen nimmt der Tipper nicht an den Original-Lotterien teil, sondern
wettet lediglich auf deren Ausgang. Die getätigten Einsätze werden
nicht an die Lotteriegesellschaften weitergeleitet, sondern auf
Risiko im Buch der meist in Steueroasen wie Gibraltar ansässigen
Unternehmen gehalten. „So streichen diese Anbieter traumhafte Margen
ein, denn sie zahlen in Deutschland weder Lotteriesteuer noch führen
sie vergleichbar hohe Erträge wie wir ab. Diese Form der
Privatisierung unserer Überschüsse ist sicher nicht im Interesse des
Landes“, so Georg Wacker. Hinzu kommt: Als Tipper schließt man einen
Vertrag mit einem ausländischen Unternehmen, das hierzulande keine
Erlaubnis hat. Dies kann bei großen Gewinnen zu ungeahnten
Schwierigkeiten führen. Inzwischen warnen auch die
Verbraucherzentralen eindringlich vor diesem Geschäftsmodell.

Ausblick: neuer Typ von Lotto-Annahmestelle geplant

Für die Spieleinsätze im Jahr 2019 ist Lotto-Geschäftsführer Georg
Wacker vorsichtig optimistisch. „Wir hatten ein außergewöhnlich gutes
Jackpot-Jahr – die Latte liegt also hoch. Wichtig sind auch die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In schwieriger werdenden Zeiten
könnte die Ausgabefreude zurückgehen. Die Menschen verzichten dann
zwar aller Erfahrung nach nicht aufs Lotto-Spiel, reduzieren aber
ihre Einsätze.“

Die aktuell rund 3.150 Annahmestellen sind für Lotto
Baden-Württemberg weiterhin der wichtigste Vertriebsweg: Auch im
Zeitalter boomenden Online-Handels und mobiler Anwendungen
erwirtschaften sie knapp 90 Prozent der Spieleinsätze. Um gerade in
der Fläche präsent zu bleiben, soll ab dem Frühjahr ein neuer Typ von
Annahmestelle getestet werden: „Lotto-Quick“. Dahinter steht die
Idee, neue Vertriebspartner zu gewinnen, für die der Betrieb einer
klassischen Annahmestelle mit Vollsortiment bisher nicht in Frage
kam. In „Quick“-Annahmestellen wird auf Spielscheine verzichtet, die
Tippabgabe erfolgt meist über Zufallstipps an einem Kompakt-Terminal.

Pressekontakt:
Mathias Yagmur
Unternehmenssprecher
Tel.: 0711 – 81 000-117
E-Mail: mathias.yagmur@lotto-bw.de

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