München (ots) – Würzburg – Mobile Medien verändern die digitale
Mediennutzung: „Mobile First“ entwickelt sich zu „Mobile Only“. Heute
ist der erste Kontakt zur digitalen Welt für junge Menschen nicht
mehr der Desktop PC, sondern mobile Devices wie das Smartphone. Und
auch das Internet of Things, künstliche Intelligenz,
Sprachassistenten und smarte Gadgets entgrenzen die Mediennutzung
zunehmend. Dieses Thema diskutierten Experten am MobileMediaDay vor
über 600 Teilnehmern.

Bereits zum sechsten Mal trafen sich digitale Pioniere und
Medienmacher dazu in Würzburg. „Wenn das Handy nicht dabei ist, fehlt
etwas. Früher haben wir überprüft, ob der Schlüssel dabei ist, heute
geht der Griff zum Handy. Das Smartphone ist zum Alleskönner
geworden, der es ermöglicht, das gesamte Leben zu organisieren. Auch
der Medienkonsum findet mehr und mehr mobil auf dem Smartphone statt
„, so Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale
für neue Medien (BLM). „Inhalte müssen daher neu gedacht werden. Die
Reise geht klar in Richtung Mobile Only.“

In seiner Keynote zum Thema „From Mobile First to Mobile Only“
zeigte Martin Fehrensen, einer der profiliertesten
Social-Media-Beobachter Deutschlands sowie Gründer und Herausgeber
des Social Media Watchblogs, die treibenden Kräfte hinter der
Entwicklung zu „Mobile Only“. Fazit von Fehrensen: Es ist heute
essenziell zu wissen, welches Publikum erreicht werden soll, wie man
diese Zielgruppe ansprechen kann und welche Kanäle hierfür bespielt
werden müssen. An Bedeutung gewinnen Kanäle wie Instagram, Instagram
TV sowie Instagram Stories, aber auch Messenger-Dienste oder Facebook
Gruppen. „Wer das Internet nutzt, nutzt meistens nicht mehr das
freie, offene Internet, sondern ein Internet im Internet, vermittelt
durch kommerzielle Plattformen.“, erklärt Fehrensen. „Das Ende des
universellen News Feeds wurde eingeleitet. Es ist zunehmend eine
größere Fokussierung und eine ausgereifte Strategie nötig, um die
entsprechende Zielgruppe zu erreichen.“

Einen Einblick in die Social Media Strategie der Tagesschau gab
Patrick Weinhold, Leiter des Social Media Teams. „Wir malen bewusst
über den Rand hinaus“, sagt Weinhold. „One size does not fit all.
Denn die Zielgruppe ist eine andere als bei der traditionellen
Tagesschau um 20 Uhr: Sie ist weiblicher und deutlich jünger.“ Ziel
sei es, Eyecatcher zu sein und dennoch die Marke abzubilden. Einen
Abstecher in die Sportberichterstattung 2.0 gab Nicola Kiermeier von
sport1. Sie berichtete von einem zersplitterten Markt und von Sport
Clubs, die selbst publizieren und den Mehrwert von klassischen
Medienhäusern in Frage stellen. Kiermeier plädierte für eine simple
Lösung für die Nutzer und empfahl, strategische Allianzen einzugehen.
Den Abschluss des Tages bildete der Influencer-Talk. Diskutiert
wurden der Erfolg von Instagram und die Zukunft des Influencer
Marketings. Instagram war von Beginn an ein soziales Netzwerk, das
für die mobile Nutzung konzipiert wurde und eignete sich somit von
Beginn an für die mobile Anwendung.

Veranstaltet wird der MMD von der Medientage München GmbH im
Rahmen des MedienNetzwerk Bayern. Inhaltliche Partner sind die Vogel
Communications Group, die iWelt AG, das IGZ Innovations- und
Gründerzentrum Würzburg sowie die Mediengruppe Mainpost.

Zur Mediathek der MobileMediaDay 2018 gelangen Sie unter:
https://mobilemediaday.de/medien/

Pressekontakt:
Medientage München
Anja Kistler
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