Frankfurt am Main (ots) –

Quelle: (ots/Medienfachverlag Oberauer GmbH)

Investigativjournalist Daniel Drepper ruft Kollegen auf, Fakten
und Meinungen nicht zu vermischen und Journalismus von Aktivismus zu
trennen. „Mit Recherche, Dokumentation und Analyse entlarve ich
Menschen, die hetzen, statt zu argumentieren – und begebe mich nicht
auf ihr Niveau“, sagt Drepper, Mitbegründer der gemeinnützigen
Recherchezentrums Correctiv und seit 2018 Chefredakteur von BuzzFeed
Deutschland. Eine rund 100-köpfige Jury der Fachzeitschrift „medium
magazin“ hat ihn zum Chefredakteur des Jahres bei der Wahl zu den
„Journalisten und Journalistinnen des Jahres / jdj2018“ gekürt.

Quelle: (ots/Medienfachverlag Oberauer GmbH)

Drepper sieht es nicht als Aufgabe von Journalisten an, aktiv den
Rechtspopulismus zu bekämpfen. „Denn was viele meinen, ist nicht
Haltung, sondern Meinung. Und davon gibt es nicht zu wenig, davon
gibt es viel zu viel“, antwortet Drepper auf die Frage nach Haltung
und einer Grenzziehung zwischen Journalismus und Aktivismus. Er
fordert Journalisten auf, immer transparent zu machen, weshalb sie zu
welchem Ergebnis kommen – und dass sie ihren Nutzern stets die
„bestmögliche Version der Wahrheit“ statt einer „absoluten“
präsentieren sollten.

Auch das Missionieren gehört für Drepper nicht zu den
journalistischen Aufgaben. „Aktivisten sind sich sicher, die Antwort
zu kennen – und auch die daraus zu ziehenden Schlüsse“ schreibt er.
„Journalistinnen stellen Fragen und versuchen, sich einer Antwort zu
nähern. Sie bereiten zwar oft das Feld für Veränderungen, aber
zweifeln doch fast immer.“

Der Beitrag von Daniel Drepper ist Teil der großen
Generationendebatte in „medium magazin“: In drei Folgen beantworten
dort Experten und Expertinnen 30 Grundsatz-Fragen von
Nachwuchsjournalisten zum Leitthema „Was hat Zukunft im
Journalismus?“. Neben Daniel Drepper antworteten in „medium magazin“
Nr 7/2018 auch Elmar Thevessen, Kai Gniffke, Katrin Schupp, Verena
Schmitt-Roschmann, Klaus Meier, Carola Dorner, Martin Heller und Marc
Thomas Spahl.

Weitere Themen in dieser Ausgabe u.a.: die „Journalisten und
Journalistinnen des Jahres 2018“, Presserechtler Gero Himmelsbach
über wichtige Medienurteile 2018, Senta Krasser über neue Wege der
Mitteldeutschen Zeitung, Anne Haeming über modernen
Verbraucherjournalismus, Inge Seibel über gute Ideen im
Regionaljournalismus, Florian Sturm über Fototrends 2018, Jakob
Vicari über Medieninhalte ohne Inhalte und Ecken sowie Hakan
Tanriverdi über Wege zum eigenen Datenschutz. „medium magazin“ ist
gedruckt und als E-Paper
verfügbar: https://www.mediummagazin.de/medium-magazin-072018/ 

Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin medium magazin,
redaktion@mediummagazin.de

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