Berlin (ots) – Der Geburtstag fällt auf einen Freitag den 13.,
doch für Stephan Krenz ist das kein böses Omen, ganz im Gegenteil.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes ist
überzeugt: „Wir werden am 1. Januar 2021 die Verantwortung für die
Deutschen Autobahnen und Fernstraßen übernehmen.“ Krenz kommt aus der
Wirtschaft, hat große Unternehmen geleitet, doch auch er nennt den
Aufbau dieser neuen Bundesgesellschaft eine Herkulesaufgabe.

Traditionell war es so, dass der Bund Autobahnen und Fernstraßen
zwar finanzierte, Planung, Bau und Erhaltung übernahmen aber die
Länder. In Zukunft wird die neue Autobahngesellschaft alle diese
Aufgaben übernehmen. „Das Ziel ist, hier gesamtheitlich zu planen und
zu bauen und so schneller und günstiger zu werden und gleichzeitig
die Qualität zu verbessern“, sagt Krenz. „Und wir wollen
nutzerorientierter werden.“ Das soll zum Beispiel kürzere Bauzeiten,
weniger Staus und sauberere Rastplätze bedeuten.

Die Dimensionen dieses Unterfangens sind beeindruckend. „Wir reden
hier über 13.000 Kilometer Autobahnen und Fernstraßen und insgesamt
fast 15.000 Menschen, die tagtäglich daran arbeiten, dieses System am
Laufen zu halten“, sagt Krenz.

Diese Menschen sollen in Zukunft bei der Autobahn GmbH arbeiten,
deshalb war für den Aufbau der neuen Gesellschaft der Abschluss eines
Haustarifs im Juli besonders wichtig. „Wir wollen ein attraktiver
Arbeitgeber sein“, betont Krenz. Der neue Tarifvertrag kombiniere
viele Vorteile des öffentlichen Dienstes, wie zum Beispiel den
besonderen Kündigungsschutz für langjährige Beschäftigte mit mehr
Flexibilität und besseren Aufstiegs- und Entwicklungschancen.

Aber auch die Frage, wo sie in Zukunft arbeiten und was sie für
Aufgaben haben werden bewegt viele, die schon heute in den über 150
Autobahnmeistereien in ganz Deutschland arbeiten. Für die meisten
bleibt alles beim Alten, sagt Krenz, aber mancherorts gibt es
sogenannte Mischmeistereien, die sich sowohl um Autobahnen, als auch
um Bundes-, Landes- und Kreisstraßen kümmern. Hier muss entweder
entflochten oder in Zukunft kooperiert werden. „Auch dieser Prozess
ist inzwischen weitgehend abgeschlossen“, sagt Krenz. Das ermögliche
den Aufbau der neuen Strukturen zügig voranzutreiben. Es soll
zukünftig 10 Niederlassungen und 41 Außenstellen geben, die im ganzen
Bundesgebiet verteilt sind. Als Pilotprojekt geht die Niederlassung
Nord, die Hamburg, Schleswig-Holstein und Teile Niedersachsens
betreut, schon am 1. Januar 2020 an den Start. Die Erfahrungen hier
sollen dann auch beim Aufbau der Strukturen in den anderen Regionen
helfen.

Pressekontakt:
Sebastian Hass, Leiter Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
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