Berlin (ots) –

Quelle: (ots/Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V.)

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) teilt
mit, dass bei der geplanten Zusammensetzung der Expertenkommission
der Bundesregierung zur „Zukunft der Mobilität“ (NPM) der
entscheidende Beitrag der Biokraftstoffe zur CO2-Minderung im Verkehr
verkannt wird. Das zeigt der Umstand, dass das für erneuerbare
Energie aus Biomasse zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium
weder im geplanten Lenkungskreis, noch in der beratenden Kommission
oder den verschiedenen Arbeitsgruppen unter Federführung des
Bundesverkehrsministeriums vertreten sein soll. Norbert Schindler,
Vorsitzender des BDBe, kritisiert darüber hinaus die voreilige
thematische Festlegung der sechs Arbeitsgruppen und die Konzentration
auf die Automobil- und Elektroindustrie: „Diese Nationale Plattform
ignoriert die Emissionen von 46 Millionen Autos auf Deutschlands
Straßen und beschränkt die Zukunft der Mobilität technologisch. Sie
ist komplett elektrifiziert.“

Der BDBe erinnert daran, dass sich Verhandlungsführer der
Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und auch der
Bundesregierung als Teil des EU-Ministerrates erst vor zwei Monaten
in Brüssel auf eine Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie
geeinigt haben, die von 2021 bis 2030 gelten soll. Diese beinhaltet
eine Anhebung des Mindestanteils erneuerbarer Energien im Verkehr von
10 Prozent auf 14 Prozent im Jahr 2030. Alternative Kraftstoffe wie
beispielsweise Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sollen dabei auch in
Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Treibhausgasminderung im Verkehr
leisten.

„Durch den Einsatz zertifiziert nachhaltiger Biokraftstoffe werden
in Deutschland jährlich rund 7,3 Millionen Tonnen CO2 vermieden“, so
Norbert Schindler. „Unser Strom stammt derzeit nur zu 39 Prozent aus
erneuerbaren Energiequellen und ist im Übrigen fossilen oder atomaren
Ursprungs. Eine nationale Expertenkommission darf sich vor diesem
Hintergrund nicht hauptsächlich mit der Elektrifizierung des Verkehrs
befassen. Es fahren momentan über 46 Millionen Pkw mit
Verbrennungsmotoren auf unseren Straßen. Für diese Fahrzeuge müssen
die Experten Lösungen finden und der verstärkte Einsatz von
Biokraftstoffen hilft, Emissionen zu reduzieren.“ Der BDBe verweist
auf die Verpflichtung zur baldigen Umsetzung der novellierten
Erneuerbare-Energien-Richtlinie in nationales Recht. Norbert
Schindler erklärt dazu: „In anderen EU-Mitgliedstaaten und auch in
Norwegen sowie der Schweiz spielen Biokraftstoffe eine starke Rolle
und müssen einen effizienten Beitrag zur Reduktion klimaschädlicher
Emissionen im Verkehr leisten. Dies sollte uns ein Vorbild sein.“

Der BDBe hat auf seiner Website eine interaktive Karte zu
gegenwärtigen Biokraftstoff-Regelungen und Beimischungszielen in 30
europäischen Ländern veröffentlicht:
www.bdbe.de/daten/bioethanol-weltweit

Pressekontakt:
Carola Wunderlich
+49 (0)30 301 29 53-13
presse@bdbe.de

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