Kvasiny (ots) –

Quelle: (ots/Skoda Auto Deutschland GmbH)

– Automatisierung nach dem Leitbild der Industrie 4.0
– Automatisches Kleinteilelager im Werk Kvasiny optimiert
Arbeitssicherheit und Ergonomie der Arbeitsplätze
– Kooperatives Arbeiten: Roboter übernehmen von Mitarbeitern
angelieferte Kleinteile und befördern sie autonom ins Lager

SKODA AUTO richtet Logistik und Produktion immer stärker auf
Technologien der Industrie 4.0 aus. In dem vor rund einem Jahr
eröffneten Automatischen Kleinteilelager (AKL) übernehmen autonome
Roboter viele Transportaufgaben und arbeiten Hand in Hand mit den
dort beschäftigten Mitarbeitern. Beispielsweise lagern zwei autonome
Roboter und zwei SKODA Mitarbeiter gemeinsam die Kleinteile für die
Fahrzeugproduktion ein.

Michael Oeljeklaus, SKODA AUTO Vorstand für Produktion und
Logistik, betont: „SKODA AUTO setzt konsequent auf die modernsten
verfügbaren Technologien, um die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter
immer sicherer und effizienter zu gestalten. Schon heute arbeiten bei
uns Menschen und Roboter jeden Tag erfolgreich Hand in Hand. Diese
zukunftsweisende Form des kooperativen Arbeitens bildet daher einen
Kernpunkt der SKODA Strategie 2025 zur Ausrichtung der industriellen
Prozesse nach dem Prinzip der Industrie 4.0.“

Das SKODA AUTO Werk Kvasiny ist eine zentrale Säule im
Produktionsverbund des Automobilherstellers und gilt als einer der
modernsten Fertigungsstandorte der Branche. SKODA fertigt in Kvasiny
aktuell die Modelle SUPERB, KODIAQ und KAROQ. Ab 2019 rollt der
SUPERB mit Plug-in-Hybridantrieb von den Bändern des ostböhmischen
Werks. SKODA AUTO hat massiv in den Ausbau des Werks investiert, um
dort eine Kapazität von mehr als 300.000 Einheiten pro Jahr erreichen
zu können.

Im Mittelpunkt der Umbauten und Erweiterungen steht die
Automatisierung nach dem Leitbild der Industrie 4.0 in den Bereichen
Fertigung und Produktionslogistik. So herrscht im Automatischen
Kleinteilelager (AKL) in Kvasiny ein hoher Automatisierungsgrad,
Mensch und Maschine arbeiten hier Hand in Hand. Im Juni 2018 wurde
SKODA dafür beim Europäischen Logistikpreis ELA mit dem Preis des
Fachpublikums ausgezeichnet.

Das 1.750 Quadratmeter große Kleinteilelager im Werk Kvasiny
bietet Platz für fast 45.000 Transportkisten, sogenannte
Kleinladungsträger (KLT). Bereits bei der Einlagerung der Teile
kommen fahrerlose Transportgeräte zum Einsatz: Sie übernehmen die
angelieferten Boxen, erkennen per Kamera und Scanner deren Form und
Inhalt und befördern sie ins Lager. Dort ordnen zwei Roboter und zwei
SKODA Mitarbeiter die Teile in die Regale ein. Wenn in der Produktion
eine Teilebestellung getätigt wird, entnehmen andere Roboter die
Teile aus den Kleinladungsträgern und verladen sie auf autonome
Flurfördergeräte. Diese fahren selbstständig zum Montageband. Dort
kommen die Kleinteile just-in-sequence an, also genau in der
Reihenfolge, in der sie verbaut werden sollen. Auf sogenannten
RFID-Tags (Radio-Freqency IDentification) sind Informationen darüber
hinterlegt, wie die Transportfahrzeuge ihre Fahrt verändern sollen,
wenn sie die Teile zum Fließband transportieren. Dank dieser Daten
wissen sie, ob sie beschleunigen, bremsen oder anhalten sollen und ob
sie Material laden müssen.

Werden Kleinteile in der Produktion besonders schnell benötigt,
springen SKODA AUTO Mitarbeiter ein. Bei diesen Expresslieferungen
stehen Ergonomie und Arbeitssicherheit an oberster Stelle: Die
manuellen Kommissionier-Arbeitsplätze sind mit drehbaren und
höhenverstellbaren Tischen für eine optimale Arbeitshaltung versehen.
Für Kleinladungsträger mit mehr als acht Kilogramm Gewicht steht ein
Greifarm bereit, der die Mitarbeiter entlastet.

Die Transportroboter sind 1,40 Meter lang und 0,90 Meter breit.
Sie befördern je nach Ausführung eine Nutzlast von 1.300 bis 2.000
Kilogramm zu zwei Fertigungslinien und erreichen eine Geschwindigkeit
von 2 m/s (7,2 km/h). Neben der Batterie für den elektrischen Antrieb
sind die 35 fahrerlosen Roboter mit einem Rechner,
Sicherheits-Scannern, Lautsprechern, einem blauen Sicherheitslicht
und weiteren Lichtsignalen ausgestattet. Dieses Equipment dient vor
allem der Arbeitssicherheit: Bemerkt das Gerät Menschen oder
Hindernisse auf dem Fahrweg, stoppt es. Als Warnsignal spielt es
Musik ab, die seine menschlichen Kollegen ausgesucht haben. Weitere
elf Transportroboter in Kvasiny werden per Lasertechnik geleitet. Sie
orientieren sich an reflektierenden Punkten, die entlang der
Förderstrecke angebracht sind.

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