Berlin (ots) –

Quelle: (ots/ACE Auto Club Europa)

Jährlich verschwinden deutschlandweit etwa 100.000
Fahrzeugkennzeichen. Was nach einem schlechten Scherz klingt, ist
häufig das Werk von Tank- und TÜV-Betrügern. Warum sich der Klau von
Nummernschildern aktuell häuft, wie man ihn vorbeugt und was
Betroffene tun sollten, darüber informiert der ACE, Deutschlands
zweitgrößter Autoclub.

Mit welcher Absicht werden Nummernschilder geklaut?

Außergewöhnlichen Ziffern-Nummern-Kombinationen werden gerne als
Souvenir geklaut. Meist steckt jedoch eine kriminelle Absicht
dahinter. Ein hoher Spritpreis, wie in diesem Sommer, animiert zum
Kraftstoffdiebstahl an der Tankstelle. Wird dabei ein fremdes
Nummernschild genutzt, sind die Diebe schwer zu identifizieren. Auch
der TÜV-Betrug ist weit verbreitet. Dazu wird die fremde Prüfplakette
abgelöst und auf das Nummernschild eines Fahrzeugs gesetzt, das nicht
ohne großen finanziellen Aufwand durch die Hauptuntersuchung gekommen
wäre.

Wie kann man sich vorm Kennzeichenklau schützen?

Die Zunahme des Klaus wird durch die heute in Deutschland üblichen
Plastikhalterungen für Nummernschilder begünstigt. Die standardmäßig
gesteckten Nummernschilder aufzubrechen ist eine Sache von Sekunden.
Sicherer ist es, das Kennzeichen fest mit der Karosserie zu
verschrauben, wie beispielsweise in Frankreich und Italien üblich.

Was tun, wenn man bestohlen wurde?

Ohne amtliches Kennzeichen fahren, ist verboten. Ist das
Nummernschild weg, geht es deshalb sofort und ohne Auto zur Polizei,
um den Verlust zu melden und zu verhindern, dass einem mit dem
Diebesgut begangene Straftaten angelastet werden. Dies gilt auch bei
Aufenthalt im Ausland. Bestenfalls sollten Geschädigte zudem Anzeige
erstatten. So besteht die Chance, dass der Dieb die Kosten für das
neue Kennzeichen trägt, wenn er gefasst wird. Um wieder mit dem
Fahrzeug fahren zu können, ist anschließend der Gang zur
Kfz-Zulassungsstelle nötig. Dort wird das alte Nummernschild gesperrt
und ein neues wird ausgestellt. Mitzubringen sind, neben der
Diebstahlsanzeige der deutschen Polizei, ein Ausweisdokument, der
Fahrzeugschein und der Fahrzeugbrief sowie die Original-Bescheinigung
der letzten Hauptuntersuchung. Ist ein zweites Kennzeichen vorhanden,
sollte man auch dieses vorlegen. Auch die Versicherung ist zu
informieren.

Welche Konsequenzen ergeben sich für Bestohlene?

Neben dem Zeitaufwand für die Behördengänge kostet der Diebstahl
des Kfz-Kennzeichens Geld: bis zu 35 Euro Verwaltungsgebühren, rund
25 Euro für das Prägen neuer Kennzeichen und 35 Euro für den
Austausch alter Fahrzeugpapiere. Das bisherige Kennzeichen ist ab
diesem Zeitpunkt für zehn Jahre zur Fahndung ausgeschrieben. Wird der
Dieb gefasst, nachdem man Anzeige erstattet hat, muss er die Kosten
übernehmen. Deshalb: Belege unbedingt aufbewahren.

Wer sich beim Verlust des Kennzeichens im Ausland befindet, muss
darüber hinaus die Heimreise ohne Auto sowie ggf. den Transport des
Fahrzeugs organisieren und bezahlen. Denn die Weiterfahrt ohne
Kennzeichen ist strikt verboten und ein neues Kennzeichen kann nur
bei der Zulassungsbehörde am Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters
ausgestellt werden.

Pressekontakt:
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