Losheim am See (ots) –

Quelle: (ots/KÜS-Bundesgeschäftsstelle)

Fast jeder vierte Fahrer (23 %) weiß nicht, welche Reifenmarke
aktuell auf dem eigenen Fahrzeug montiert ist. Nur 23 % der
Autofahrer schauen regelmäßig nach dem Zustand ihrer Reifen. Im Sinne
der Verkehrssicherheit empfiehlt die KÜS Luftdruck und
Allgemeinzustand des Reifens bei jedem zweiten Tankstopp zu
kontrollieren. Auch der Kauf neuer Reifen wird als lästig betrachtet,
nur jeder vierte männliche Autofahrer hat Spaß daran. Dennoch kaufen
die Autofahrer kaum im Billigsegment, sondern wollen Premiumreifen.
Mangelnde Kenntnis und wenig Spaß an der Materie haben zur Folge,
dass die Käufer auf Empfehlungen vertrauen. Hiervon kann der
Reifenhandel mit seiner Expertise profitieren. Beim Kunden wird
allerdings Potenzial verschenkt, denn es werden kaum zusätzliche
Produkte und Services angeboten. Der Trend-Tacho ergab folgende
Wünsche und Bedürfnisse der befragten Autofahrer beim Reifenkauf:

1. Expertenempfehlung: Die Expertise des Fachpersonals ist für
Kunden das stärkste Entscheidungskriterium beim Reifenkauf. 47 %
vertrauen auf die Empfehlung des Händlers oder der Werkstatt. In den
Reifenkauf gehen die Deutschen markenoffen: Nur 35 % wissen vorher,
welche Marke sie kaufen wollen, 23 % haben keinerlei
Markenpräferenzen. Eindeutig ist allerdings die Tendenz zu
Premiumreifen. 71 % fahren aktuell Reifen aus dem Premiumsegment, 26
% nutzen Quality-Pneus und nur 3 % rollen auf günstigen Budgetreifen.

Wo planen die Autofahrer den nächsten Reifenkauf? 24 % wollen zum
Reifenfachhandel, ebenfalls 24 % zur freien Werkstatt, 16 % zum
Autohaus der eigenen Fahrzeugmarke und 7 % zu einer Werkstattkette.
Im Netz wollen 22 % kaufen, wobei beim Onlinekauf hauptsächlich der
Preis zählt und Budgetreifen gekauft werden. Die Ausgabenbereitschaft
beim Reifenhandel ist um 46 % höher als im Internet.

2. Cross-Selling: Nur 16 % der Autofahrer wurde beim Reifenkauf
ein zusätzliches Produkt oder eine weitere Dienstleistung angeboten.
Zumeist werden nur Reifeneinlagerung und Reifenservices wie
Auswuchten oder Achsvermessung offeriert. Selten werden Autoservices
(z. B. Fahrzeugcheck, Ölwechsel), zusätzliche Leichtmetallfelgen oder
Reifenversicherungen angeboten. In den seltensten Fällen wird
Kfz-Zubehör (bspw. Wischerblätter, Batterien) oder eine Finanzierung
der Reifen angeboten.

3. Reifen-Flatrate: Die Reifen werden damit nicht mehr gekauft,
sondern eine monatliche Nutzungsgebühr gezahlt. Bereits 16 % können
sich das sehr gut vorstellen, zusätzliche 43 % zeigen Interesse an
diesem Konzept.

4. Mobiler Reifenservice: Einen mobilen Reifenservice finden 12 %
der Befragten sehr interessant und 32 % interessant. Somit besteht
bei fast der Hälfte der Autofahrer Interesse an diesem neuen
Serviceangebot.

Informationen zur Umfrage:

Die Umfrage erfolgte im Juli/August 2018 durch das Institut BBE
Automotive GmbH im Auftrag der KÜS und des Fachmagazins kfz-betrieb.
Genutzt wurde die Mixed-Mode-Befragung, bestehend aus einer
telefonischen Befragung (CATI) und einer Onlinebefragung (CAWI).
Zielpersonen waren 1000 Pkw-FahrerInnen, die im Haushalt für Fragen
rund um das Auto (Anschaffung, Wartung, Reparatur) mitverantwortlich
sind. Die Gewichtung der Befragungsergebnisse fand mit den
KBA-Bestandsdaten (Bestandsanteile Pkw, Alterssegmente) statt.

Pressekontakt:
KÜS
Herr Hans-Georg Marmit
Tel.: 06872/9016-380
E-Mail: presse@kues.de

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/116601/4057975