Leipzig (ots) –

Quelle: (ots/MDR Exklusiv-Meldung)

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ ist skeptisch, dass 2030 der
Deutschland-Takt bei der Bahn voll umgesetzt sein soll. „2030 wird
der endgültige Deutschland-Takt nicht da sein“, schätzt der
Vorsitzende des Fahrgastverbands „Pro Bahn“ Karl-Peter Naumann im
Gespräch mit dem MDR-Magazin „Umschau“ ein. Aus seiner Sicht ist ein
entscheidender Punkt für einen neuen Taktfahrplan der Neu- und Ausbau
von Strecken und Ausweichgleisen. „Das Risiko, dass diese Strecken
nicht rechtzeitig fertig werden, ist ein ganz reales Problem“,
erklärt der Bahn-Experte. Die Ursachen dafür sieht er u.a. im
deutschen Planungsrecht und im möglichen Widerstand von Bürgern, die
von Streckenbauten betroffen und schlecht informiert werden könnten.
Zudem befürchtet er, dass der Streckenausbau Spielball im Taktieren
der politischen Parteien werden könnte. „Wenn eine Partei ja sagt,
könnte sich der politische Gegner aus Prinzip sperren“, meint
Naumann.

Quelle: (ots/MDR Exklusiv-Meldung)

Der Deutschland-Takt soll das Bahnfahren in der Bundesrepublik
attraktiver machen, die Fahrgastzahlen erhöhen und damit den
Individualverkehr reduzieren. Das Projekt wurde im Oktober 2018 von
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgestellt. Demnach soll der
Deutschland-Takt ein abgestimmter, vertakteter Zugfahrplan für ganz
Deutschland sein – vom kommunalen Nahverkehr bis hin zu
Fernverkehrsstrecken. Nach den Vorstellungen des
Bundesverkehrsministeriums sollen Infrastrukturmaßnahmen ab 2020
realisiert werden. Bis zum Jahr 2030 soll der Deutschland-Takt voll
umgesetzt sein.

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