Berlin (ots) – Für die Entwicklung der E-Learning-Plattform „Staub
und Asbest“ erhalten die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG
BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz den 12.
Deutschen Gefahrstoffschutzpreis. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis
wurde den Preisträgern am 13. November von Staatssekretärin Anette
Kramme, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), in Berlin
verliehen. Der Gefahrstoffschutzpreis wird alle zwei Jahre vom BMAS
ausgelobt und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert.

Staub und Asbest sind die Ursachen erheblicher
Gesundheitsgefährdungen in vielen Branchen, gerade auch in der
Bauwirtschaft. Jedes Jahr verzeichnen die gewerblichen
Berufsgenossenschaften mehrere Tausend Anzeigen auf Verdacht von
staub- und asbestbedingten Berufskrankheiten, wie Asbestose oder
Silikose. Fast 10.800 waren es im Jahr 2017. Allein in der
Bauwirtschaft wurden 2017 386 Todesfälle registriert – mehr als durch
Arbeitsunfälle. „Wirksame Präventionsmaßnahmen sind entscheidend.
Doch die große Fülle an Informationen über die verschiedenen Stäube
und Asbest macht es zeitaufwendig und kompliziert, das notwendige
Wissen zu beschaffen“, sagte Mathias Neuser, Vorsitzender des
Vorstandes der BG BAU auf Versichertenseite. Für die vielen
Kleinbetriebe, die in der Bau- und Ausbauwirtschaft die Mehrzahl
sind, sei das zumeist angesichts knapper Ressourcen wirtschaftlich
nicht zu leisten.

Neue Plattform sorgt für Information

Durch die neu entwickelten E-Learning-Plattform von BG BAU und
Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz können die Unternehmen
das erforderliche Wissen nun auf einfache Art und Weise mittels
Bewegtbild, Schaubildern und Texten erwerben und ihren Beschäftigten
vermitteln. Neben allgemeinen Informationen zu den verschiedenen
Stäuben enthält die Plattform auch zielgruppenspezifische
Informationen zu den Themen Staub und Asbest – als Lernmodule für
unterschiedliche Gewerke.

Mit dem Start der E-Learning-Plattform wird der Bundesverband
Farbe Gestaltung Bautenschutz das Konzept gleich auch praktisch
einsetzen. Der Verband wird seinen 40.000 Mitgliedsunternehmen mit
200.000 Beschäftigten Lehrgänge anbieten, in die das E-Learning-Modul
als Bestandteil künftiger Sachkundelehrgänge für Asbest integriert
wird. „Durch eine Erfolgskontrolle im Rahmen des E-Learning wird dem
Anwender signalisiert, wann er ausreichendes Wissen erworben hat, um
die geforderten staatlichen Lehrgänge zu bestehen“, erläuterte Dirk
Müller, Vorsitzender des Vorstandes der BG BAU auf Arbeitgeberseite.
Mithilfe der Plattform kann somit das notwendige Wissen zum Thema
Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten von Asbest nach
der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 519) erworben werden.

Asbest in Putz und Spachtelmasse

In diesem Zusammenhang erhält das Thema besondere Bedeutung, weil
auch in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern häufig Asbestfasern
vorhanden sind. Dazu Neuser: „Ohne fachkundiges Wissen über Baustoffe
und Materialien sowie wirksame Schutzmaßnahmen können sich die
Beschäftigten großen gesundheitlichen Gefährdungen aussetzen.“ Viele
städtische Hochbauämter erwarten von Betrieben und ihren
Beschäftigten beim Bauen im Bestand deshalb Sachkundenachweise für
den Umgang mit Asbest. Dafür biete das E-Learning künftig einen
passgenauen Service.

Die E-Learning-Plattform „Staub und Asbest“ lässt sich ohne
weiteres auch auf andere Branchenzweige übertragen und ist zudem für
die Berufsausbildung, innerbetriebliche Schulungen und Unterweisungen
sowie zur Weiterbildung geeignet.

Weitere Informationen unter www.Gefahrstoffschutzpreis.de sowie
www.bgbau.de.

Pressekontakt:
Thomas Lucks
Telefon: 069/4705-824
E-Mail: thomas.lucks@bgbau.de

Joachim Förster
Telefon: 030/85781-518
E-Mail: Joachim.foerster@bgbau.de

Ein Foto kann unter www.bgbau.de herunter geladen werden.

Original-Content von: BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/60172/4114376