Mainz/Lübeck (ots) –

Quelle: (ots/Bundesinnung der Hörakustiker KdöR)

Die Akademie für Hörakustik (afh) hat am 18.12.2018 Richtfest für
ein neues Internatsgebäude am Campus Hörakustik in der
Andre-Ampere-Straße 2 gefeiert. Die Branche trägt damit den
steigenden Auszubildendenzahlen Rechnung.

Das Boardinghouse IV entsteht parallel zu den bestehenden drei
Internatsgebäuden und wird weiteren 191 Auszubildenden Platz bieten.
Mit ihm stehen den insgesamt 3.200 Auszubildenden des Handwerks
Hörakustik ab Sommer 2019 um die 1.000 Betten zur Verfügung.

„Die Akademie für Hörakustik ist die größte und älteste
Bildungseinrichtung für Hörakustik weltweit“, sagte Jürgen Matthies,
Vizepräsident der Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), die die
Akademie trägt. „Mit dem neuen Internatsgebäude, „Boardinghouse“
genannt, hat sie nun das bereits Vierte errichtet und reagiert damit
auf die wachsende Nachfrage junger Menschen, die sich in der
Hörakustik ausbilden lassen möchten.“ Jährlich beginnen über 1.000
Auszubildende ihre Lehre im Hörakustiker-Handwerk. Insgesamt lernen
momentan rund 3.200 Auszubildenden das Handwerk. Ihre
überbetriebliche Ausbildung findet für ganz Deutschland zentralisiert
in Lübeck statt. In der „Goldschmiede“ der Hörakustik lernen die
Auszubildenden drei Mal pro Jahr fünf Wochen im Block. „Täglich sind
um die 1.000 Auszubildenden auf dem Campus. Viele der jungen Menschen
sind in dieser Zeit das erste Mal länger von Zuhause fort. Ihnen
bieten wir eine komfortable Unterkunft und vollständige Verpflegung.“

Außer Vizepräsident Matthies sprach Hauptgeschäftsführer Jakob
Stephan Baschab. Die Ehre des Richtspruches übernahm der
Zimmerermeister Schöttler der Firma Scharnweber.

Die vier Boardingshouses der afh stehen nahe dem Campus
Hörakustik, dem Wissenszentrum im Bereich Hören von Deutschland mit
der afh, der Bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und
Hörakustikerinnen, der Fachhochschule Lübeck und dem Deutschen
Hörgeräte-Institut (DHI).

Zum Hörakustiker-Handwerk: In Deutschland gibt es etwa 5,4
Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz
steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten
gesundheitlichen Problemen. Mit rund 6.400 Hörakustiker-Betrieben und
ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits
ca. 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ
hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der
Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in
Deutschland.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für
die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und
Nachstellungen der Hörsystemfunktionen zuständig. Daneben organisiert
er – wenn der gesetzliche Anspruch besteht – die Kostenübernahme
durch die gesetzlichen Krankenversicherungen und steht für Wartung
und Reparaturen der Hörsysteme bis zu einem gewissen Grad zur
Verfügung.

Darüber hinaus berät er zu Gehörschutz und speziellem technischem
Zubehör. Der Hörakustiker verfügt über theoretisches Wissen aus der
Akustik, Audiologie, Psychologie und Hörsystemtechnik und über
praktische Fertigkeiten zur Audiometrie.

Pressekontakt:
Dr. Juliane Schwoch (schwoch@biha.de)

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