Potsdam (ots) –

Quelle: (ots/HPI Hasso-Plattner-Institut)

Bereits mehr als 3.700 Schülerinnen und Schüler haben sich für den
kostenlosen Online-Kurs angemeldet, mit dem Studierende des
Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ab 2. Mai erste Programmiererfahrung
vermitteln. „Wir rechnen in den nächsten Tagen und Wochen mit
weiteren zahlreichen Einschreibungen für das Gratis-Angebot auf
unserer IT-Lernplattform openHPI“, sagt Prof. Christoph Meinel, der
Direktor des Instituts.

Zwei Masterstudierende, Lisa Ihde (23) aus Oranienburg und
Daniel-Amadeus Johannes Glöckner (24) aus Frankfurt/Oder, werden den
Jugendlichen zwei Wochen lang zum Beispiel beibringen, mit
Mikrocontrollern – kleinen Chips, die als Mini-Computer funktionieren
– ein Piano aus Obst, ein ferngesteuertes Auto oder ein
Pflanzenüberwachungs-System zu bauen. Für den Kurs unter dem Titel
„Wie programmiere ich meinen ersten Mini-Computer?“ kann man sich
online anmelden unter
https://open.hpi.de/courses/mikrocontroller2019. Der besondere
Vorteil: Im zugehörigen Online-Forum können sich die Teilnehmenden
untereinander und mit den Lehrenden austauschen.

„Nebenbei lernen unsere jugendlichen Teilnehmer, Sensoren
auszulesen, Motoren zu kontrollieren und LED-Lämpchen anzusteuern“,
verspricht Ihde. Sie erstellte bereits mit elf Jahren ihre erste
Webseite, veröffentlichte mit Glöckner zusammen das Buch „Meine
eigene Homepage“ (Wiley-VCH Verlag) und führte auch einen
openHPI-Onlinekurs dazu durch.

Kursleiter bringen viel Erfahrungen in Schülerarbeit ein

Beide Brandenburger bringen viel Erfahrung aus dem Umgang mit
jungen IT-Interessierten mit. Seit Jahren betreuen die beiden
Programmierworkshops, sogenannte CoderDojos und Schülercamps am
Potsdamer Hasso-Plattner-Institut. Auch außerhalb ihrer Studienstätte
kümmern sie sich um Programmier-Nachwuchs, etwa bei Veranstaltungen
der Open Knowledge Foundation Deutschland, von Mozilla, Google,
Wissenschaft im Dialog, Junge Tüftler oder Jugend hackt.

Ihde wurde jüngst mit dem ARD/ZDF-Förderpreis zum Thema „Mixed
Reality“ ausgezeichnet. Nebenbei arbeitet die Masterstudentin
außerdem als Gleichstellungsbeauftragte an der Digital Engineering
Fakultät der Universität Potsdam und ist als Chefredakteurin des
Studentenmagazins HPImgzn tätig. Ihr Kommilitone Glöckner, der am HPI
bald sein Promotionsstudium beginnen will, hat in seinem
Master-Projekt eine Spielekonsole entwickelt, welche es blinden
Benutzern ermöglicht, kontinuierlich mit virtuellen Welten zu
interagieren.

„Üben werden die Kursteilnehmer mit dem ESP32, einem besonders
günstigen und vielseitigen Chip“, verrät Glöckner. Das kleine Teil
hat eingebaute Sensoren, kann mit Bluetooth über kurze Strecken
funken und sich mit dem Internet verbinden. Gearbeitet wird im Kurs
zudem mit einer Anwendung, mit der Programme auf den Mini-Computer
gespielt werden. „Schritt für Schritt lernen die Teilnehmer damit,
wie man den Mikrocontroller programmiert“, sagt Ihde.

Neben Mini-Computern geht es bei openHPI auch um Großrechner

Sozusagen um das Gegenteil von Mini-Computern, nämlich um
Großrechner, geht es im openHPI-Kurs für IT-Experten, der einen Tag
früher, am 1. Mai startet. Hier wird die Zukunft des Computings
skizziert. Der Online-Kurs dauert vier Wochen und wird auf der
IT-Lernplattform openHPI ebenfalls kostenlos angeboten. Sein Titel:
„Future of Computing – IBM Power 9 and beyond“. HPI-Professor Dr.
Andreas Polze, Fachgebietsleiter Betriebssysteme und Middleware,
bietet den Kurs gemeinsam mit Hildegard Gerhardy von der IBM Academic
Initiative Europe und Dr. Wolfgang Maier, Direktor der
IBM-Hardwareentwicklung in Böblingen an. Die Anmeldung für den
Massive Open Online Course (MOOC) in englischer Sprache ist möglich
unter https://open.hpi.de/courses/ibmpower2019.

Einige Fakten zur interaktiven Lernplattform openHPI

Gestartet am 5. September 2012
Einzelne Nutzer: gut 196.000*
Kurseinschreibungen: gut 595.000*
Ausgestellte Leistungsnachweise: mehr als 63.000*
Archivierte Kurse: fast 60*
Kurs-Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch
Webseite: https://open.hpi.de
*alle Angaben beziehen sich auf April 2019

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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