Stuttgart (ots) –

– Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK), Klinik Schillerhöhe (KSH), Dr.
Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie
(IKP), Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) und
Irmgard-Bosch-Bildungszentrum künftig an einem Ort
– Bündelung von Behandlung, Forschung und Bildung zum Wohle der
Patienten
– Fachliche Schwerpunkte: Krebs- und Herz-Kreislauf-Medizin
– Weichenstellung für Wachstum – Investitionsvolumen von mehr als
600 Millionen Euro bis 2025
– Robert Bosch Stiftung trägt rund 250 Millionen Euro – Größtes
Einzelprojekt in der Geschichte der Stiftung

Am heutigen Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses am Burgholzhof
entsteht bis 2025 der Bosch Health Campus – Stuttgarts neues Zentrum
für patientenorientierte Spitzenmedizin mit den drei Schwerpunkten
Behandlung, Forschung und Bildung. In den Bosch Health Campus werden
neben dem Robert-Bosch-Krankenhaus das Dr. Margarete
Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie, das Robert Bosch
Centrum für Tumorerkrankungen und das Irmgard-Bosch-Bildungszentrum
sowie die Lungenfachklinik Schillerhöhe integriert. Für die Klinik
Schillerhöhe wird in den kommenden Jahren ein eigenes neues Gebäude
errichtet. Außerdem werden ein Bettenhaus (inklusive
Funktionseinrichtungen und Reha) und ein zentraler Operationsbereich
entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt mehr als 600
Millionen Euro. Der Träger des Krankenhauses, die Robert Bosch
Stiftung GmbH, stellt für Bauten und Ausstattung rund 250 Millionen
Euro zur Verfügung und fördert die medizinische Forschung bis 2025
mit weiteren 120 Millionen Euro. Dies ist die größte
Einzelinvestition in der Stiftungsgeschichte. Dr. Christof Bosch,
Vorsitzender des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung: „Mein
Großvater hat das Robert-Bosch-Krankenhaus vor fast 80 Jahren
gegründet. Damit ist ein Herzenswunsch von ihm in Erfüllung gegangen.
Mir ist es ein persönliches Anliegen, dieses Krankenhaus in eine gute
Zukunft zu führen. Ich bin überzeugt vom Konzept des Bosch Health
Campus, das Patientenbehandlung, innovative Forschung und Ausbildung
in den Gesundheitsberufen an einem Standort bündelt. Davon
profitieren nicht nur die Patienten in der Region Stuttgart, denn die
Forschung wird noch bedeutend weiter ausstrahlen.“

Bündelung der Kompetenzen adressiert veränderte Bedürfnisse der
Patienten

Der geplante Bosch Health Campus ist die frühzeitige Antwort auf
eine große Herausforderung der medizinischen Versorgung: Die
Zusammenführung der Fachbereiche an einem Ort ermöglicht die
interdisziplinäre Versorgung von Patienten, insbesondere auch von
älteren Menschen, die häufig mehrfach erkrankt sind. Kurze Wege
zwischen den verschiedenen Funktions- und Diagnoseeinrichtungen sowie
Stationen ermöglichen eine patientenschonende Diagnose und
Behandlung, insbesondere von schwererkrankten Patienten. Prof. Dr.
med. Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des RBK:
„Wir werden den Bosch Health Campus zu einem Vorreiter für
patientenorientierte Behandlung entwickeln. Wir bieten
Gesundheitsversorgung auf dem medizinischen Niveau einer
Universitätsklinik und werden insbesondere unsere Fachbereiche Krebs-
und Herz-Kreislauf-Medizin weiter ausbauen.“

Spitzenforschung mit unmittelbarem Nutzen für die Patienten

Neben dem bestehenden Institut für klinische Pharmakologie (IKP),
das bereits heute den europäischen Spitzenplatz im internationalen
Shanghai Ranking für Forschungseinrichtungen einnimmt, werden auch
das Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) und das Centrum
für Herz-Kreislauferkrankungen (RBCH) zu forschungs- und
innovationsstarken Exzellenzzentren entwickelt. Als eine der ersten
Baumaßnahmen wird derzeit ein Forschungsgebäude für das RBCT
errichtet. Durch den Ausbau des Forschungszentrums, das bereits heute
100 Mitarbeiter beschäftigt, wird die Forschungsfläche verdoppelt.
Ziel ist eine noch bessere Verzahnung von Behandlung und
medizinischer Forschung: Neue Forschungsergebnisse,
Behandlungsmethoden und Medikamente stehen den Patienten unmittelbar
zur Verfügung. Die Erfahrungen aus der Behandlung der Patienten
fließen wiederum direkt in die Forschung ein (Translation). Die
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer MdL,
äußert sich erfreut über das Investitionsvorhaben: „Die Entwicklung
des Bosch Health Campus setzt einen bedeutsamen Impuls für die
translationale Medizin in Baden-Württemberg, national und
international. Besonders der Bereich der Krebsforschung wird durch
die Zusammenführung aller onkologischen Fachbereiche des
Robert-Bosch-Krankenhauses unter dem Dach des Robert-Bosch-Centrums
für Tumorerkrankungen (RBCT) mit seinen deutlich erweiterten
Forschungskapazitäten enorm an Leistungsfähigkeit und Sichtbarkeit
gewinnen. Dies stärkt die strategische Kooperation des
Robert-Bosch-Krankenhauses mit der Universität Tübingen und dem
Deutschen Krebsforschungszentrum und damit die Krebsforschung im Land
Baden-Württemberg – zum Wohle der Patientinnen und Patienten in der
Metropolregion Stuttgart und weit darüber hinaus.“

Bosch Health Campus stellt Weichen für Wachstum und effizienten
Betrieb

Der Bosch Health Campus stellt auch die Weichen für weiteres
Wachstum, effizienten Betrieb und sichere Arbeitsplätze in
Behandlung, Diagnostik und Forschung. Die unterschiedlichen
Einrichtungen und ihre Mitarbeiter profitieren von kurzen Wegen und
einer gemeinsamen Infrastruktur, insbesondere bei der Nutzung von
Operationssälen, OP-Robotern sowie der Diagnostik mit modernsten
Großgeräten. Ein komplett papierloses Krankenhausinformationssystem
stellt Untersuchungsergebnisse und Befunde Ärzten und Pflegepersonal
in Echtzeit und ortsungebunden zur Verfügung. Dr. Rolf Zettl,
Kaufmännischer Geschäftsführer des RBK, betont: „Mit dem Bosch Health
Campus setzen wir einen wichtigen Wachstumsimpuls für die Zukunft und
schaffen ein hochmodernes, zukunftssicheres Arbeitsumfeld für unsere
Mitarbeiter. Damit werden wir als Arbeitgeber auch attraktiver auf
dem Markt für Fachkräfte und erhöhen unsere Chancen, die besten
Talente für Gesundheitsversorgung und Forschung für uns zu gewinnen.“

Robert Bosch Stiftung setzt jahrzehntelanges Engagement für die
Spitzenmedizin in der Region Stuttgart fort

Das Robert-Bosch-Krankenhaus wurde im Jahr 1940 von Robert Bosch
gegründet. Das Krankenhaus bezog 1972 den aktuellen Standort am
Burgholzhof. Träger ist die in Stuttgart ansässige Robert Bosch
Stiftung. Dank des jahrzehntelangen Engagements der Stiftung steht
das RBK heute für Spitzenmedizin und moderne Pflegekonzepte. Darüber
hinaus gehört das RBK zu den wenigen nichtuniversitären Kliniken in
Deutschland, die auch medizinische Forschung betreiben. Bereits heute
nehmen die zugehörigen Forschungsinstitute einen Spitzenplatz ein. Im
internationalen Shanghai Ranking ist die klinische Pharmakologie im
Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut auf Platz 18 weltweit angeführt,
europaweit sogar auf Platz 1. Die Forschungsprojekte an den
Einrichtungen des RBK werden nahezu ausschließlich von der Robert
Bosch Stiftung finanziert.

Mehr Informationen unter

www.bosch-health-campus.de
www.bosch-stiftung.de/BoschHealthCampus

Über das Robert-Bosch-Krankenhaus:

Die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) in Stuttgart ist ein von
der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der
Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei
Standorten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Krankenhaus zu den
Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Tübingen. Mit 1.041
Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und
Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation
im Jahr über 44.000 Patienten stationär auf. Rund 2.700
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die
Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur
Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem
Krankenhaus angegliedert. Mehr Informationen unter www.rbk.de

Über die Robert Bosch Stiftung:

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen,
unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen
Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und
erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene
Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen
Dritter, die zu ihren Zielen passen. Die Robert Bosch Stiftung ist
auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und
Völkerverständigung tätig.

Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem
Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen
philanthropisches Wirken fort. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung
verfügt sie in ihren Fördergebieten über ein breites Wissen, die
Qualifikation zur Entwicklung von Lösungen und ein umfangreiches
Netzwerk von Partnern, Experten und Praktikern.

Die Robert Bosch Stiftung ist alleinige Trägerin des Robert Bosch
Krankenhauses in Stuttgart und der zugehörigen
Forschungseinrichtungen, Dr. Margarethe Fischer-Bosch-Institut für
Klinische Pharmakologie (IKP), Robert Bosch Centrum für
Tumorerkrankungen (RBCT) und Institut für Geschichte der Medizin
(IGM). Sie ist außerdem Gesellschafterin des UWC Robert Bosch
Colleges in Freiburg, der Deutschen Schulakademie in Berlin und des
International Alumni Center (iac) in Berlin. Die Robert Bosch
Stiftung hält rund 92 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert
Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser
Beteiligung erhält. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch
Stiftung rund 1,6 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit
ausgegeben. Mehr Informationen unter www.bosch-stiftung.de

Pressekontakt:
Michael Herm
Pressereferent, Strategische Kommunikation
Senior Manager Media Relations, Strategic Communications

Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
Tel.: +49 711 46084-290
Fax: +49 711 46084-10290
Michael.Herm@bosch-stiftung.de
www.bosch-stiftung.de
Postfach 10 06 28
70005 Stuttgart

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/100848/4242068