Potsdam (ots) –

Quelle: (ots/HPI Hasso-Plattner-Institut)

Bei der Verleihung des ARD/ZDF Förderpreises 2018 »Frauen +
Medientechnologie« wurde Lisa Ihde, Masterstudentin am
Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam, mit dem 2. Preis
ausgezeichnet. Zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung (IFA)
in Berlin bekam sie den Preis, mit dem herausragende
Forschungsergebnisse in Abschlussarbeiten über aktuelle technische
Fragestellungen prämiert werden, für ihre Bachelorarbeit „Konzepte
und Techniken zur Mixed-Reality-Visualisierung von Massiven
3D-Punktwolken“. Der Förderpreis wurde dieses Jahr bereits zum 10.
Mal vergeben, der 2. Platz ist mit 3.000 Euro dotiert.

In ihrem Bachelorprojekt am Fachgebiet „Computergrafische Systeme“
von Professor Jürgen Döllner entwickelte Ihde (22) eine Software, die
das Eintauchen in komplexe 3D-Scans mithilfe von
Virtual-Reality-Technologien (VR) erlaubt. Für den externen
Beobachter ist die Darstellung von VR meist auf die Nutzerperspektive
beschränkt. Um virtuelle und reale Umgebungen miteinander zu
verbinden und die 3D-Welt somit auch für das außenstehende Publikum
sichtbar zu machen, nutzte Lisa Ihde physikalische Eigenschaften von
3D-Punktwolken und erschuf damit eine Mixed-Reality.

Ihdes besondere Faszination für Informatik begründet sich im
Facettenreichtum der Fachrichtung. „Außerdem mag ich es, dass man
Ideen durch Programmieren schnell umsetzen und dadurch direkte
Effekte im realen Leben erreicht“, so Ihde weiter. Auch privat nutze
sie ihre Programmierkenntnisse, um beispielsweise ihren
Kleiderschrank per App zu organisieren.

Neben dem Studium engagiert sich Lisa Ihde als
Gleichstellungsbeauftrage an der gemeinsamen
Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam.
Zusätzlich programmierte sie bereits etliche Apps, zum Beispiel zum
Auffinden von Glascontainern, Kleidersammelboxen und Mülleimern. Auch
ein Buch hat Lisa Ihde schon veröffentlicht: „Meine eigene Homepage
für Dummies Junior“, erschienen 2017 bei Wiley-VCH. Ende September
2018 ist Ihde eine von sechs Stipendiatinnen, denen das HPI eine
Teilnahme an der weltgrößten IT-Konferenz für Frauen (Grace Hopper
Convention) in den USA ermöglicht.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems
Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des
HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und
besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium
an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei
Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und
„Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.

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Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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