Hamburg (ots) –

Quelle: (ots/NDR Norddeutscher Rundfunk)

Sendetermin: Mittwoch, 19. Dezember, 20.15 Uhr
Wiederholung: Sonntag, 23. Dezember, 13.15 Uhr

Immer wieder wird der Islam mit Gewalt in Verbindung gebracht.
Islamistische Terroristen berufen sich bei ihren Taten auf die
Religion, rufen zum „Dschihad“ auf. Doch ob dies tatsächlich
„Heiliger Krieg“ bedeutet, ist eine Frage der Auslegung. Ist der
Islam eine im Kern gewaltsame Religion? Oder steht die
Friedensbotschaft im Vordergrund? Mit diesem Thema beschäftigt sich
der Journalist Constantin Schreiber im dritten „moscheereport“ auf
tagesschau24.

Constantin Schreiber hat einen Aussteiger aus der Salafistenszene,
einen syrisch-orthodoxen Christen und einen Islamwissenschaftler
getroffen – drei Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschichten.
Eines vermissen sie alle in der Debatte über das Verhältnis zwischen
Islam und Gewalt: einen kritischen, vorurteilsfreien und ehrlichen
Dialog.

Dominik Musa Schmitz konvertierte mit 17 Jahren zum Islam, wurde
Teil der deutschen Salafistenszene. Sechs Jahre lang gehörte er zum
inneren Kern, dann begann er zu zweifeln, stieg aus. Es war die Zeit,
als die Terrormiliz IS immer mehr an Einfluss unter den
Ultrareligiösen gewann. Dominik hat am eigenen Leib erlebt, wie die
Szene Gewalt religiös rechtfertigt. Heute wirbt er für einen
friedlichen Islam.

Amill Gorgis hat die Auswirkungen von Gewalt im Namen des Islam
kennengelernt. Er ist Ökumene-Beauftragter der syrisch-orthodoxen
Kirche in Berlin. Bundesweit gibt es etwa 130.000 syrisch-orthodoxe
Christen in Deutschland. Etwa zehn Prozent kamen in den vergangenen
Jahren als Flüchtlinge zu uns. Vertrieben durch den IS, durch Al
Kaida, weil sie einen anderen Glauben haben. Amill Gorgis kennt ihre
Geschichten, versucht zu helfen und setzt sich für einen Dialog
zwischen den Religionen ein.

Welche Passagen im Koran beschäftigen sich mit dem Thema Gewalt
und in welchem Kontext muss man sie verstehen? Und unterscheidet sich
der Koran in dieser Hinsicht von anderen religiösen Schriften? Diese
Frage stellt Constantin Schreiber dem Islamwissenschaftler Reinhard
Schulze. Den „moscheereport: Islam und Gewalt“ zeigt tagesschau24 am
Mittwoch, 19. Dezember, um 20.15 Uhr und am Sonntag, 23. Dezember, um
13.15 Uhr. Außerdem sind alle drei Folgen des „moscheereports“ am 27.
Dezember ab 21.00 Uhr auf tagesschau24 zu sehen.

Constantin Schreiber steht Journalistinnen und Journalisten für
Gespräche zur Sendung zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an einem
Interview haben, melden Sie sich gern bei der NDR Presse und
Information, Yannick Christmann: E-Mail: y.christmann@ndr.de, Telefon
040 – 4156 2312.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Yannick Christmann
Tel: 040-4156-2312

http://www.ndr.de
https://twitter.com/NDRpresse

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/6561/4145283