Wiesbaden (ots) –

Quelle: (ots/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG)

– Hepatitis C ist heute bei nahezu allen Patienten schnell und gut
verträglich heilbar, dennoch sind viele Betroffene nicht
diagnostiziert oder schwierig zu erreichen.
– Mit „Sucht PLUS Hepatitis C – eine Herausforderung“ bringt AbbVie
alle wichtigen Akteure des Gesundheitswesens in Berlin an einen
Tisch.
– Projekte zur Mikroelimination fokussieren auf klar definierte
Risikogruppen mit hoher Prävalenz, zum Beispiel Drogenkonsumenten.

Die Aussichten für Hepatitis-C-Patienten sind so gut wie nie: Die
chronische Infektionskrankheit ist weniger als 30 Jahre nach ihrer
Entdeckung bei nahezu allen Betroffenen heilbar. Grund dafür ist eine
revolutionäre neue Wirkstoffgeneration. Im Gegensatz zu ihren
Vorgängern sind die innovativen Therapien über alle Virusformen
(sogenannte Genotypen) hinweg einsetzbar (1), gut verträglich und
heilen meist die chronische Krankheit in acht bis zwölf Wochen – zum
Teil sogar bei Patienten mit Nierenerkrankungen oder
Dialyse-Patienten.(2)(3) Auch vor diesem Hintergrund haben sich die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Bundesregierung zum Ziel
gesetzt, Hepatitis C bis zum Jahr 2030 endgültig zu
eliminieren.(4)(5)

Aufmerksamkeit generieren, Akteure an einen Tisch bringen

Eine große Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Aus
diesem Grund lud AbbVie gemeinsam mit allen Partnerinstitutionen der
regionalen PLUS-Initiativen (www.HCVVersorgungPLUS.de) am 21.
November zur Veranstaltung „Sucht PLUS Hepatitis C – eine
Herausforderung“ in Berlin ein. In der Vertretung des Landes
Rheinland-Pfalz stellten sich die PLUS-Partner mit den gemeinsam
entwickelten Konzepten vor. Diese reihen sich ein in die Strategie
„BIS 2030“ der Bundesregierung, die zum Ziel hat, Hepatitis C und
andere durch Blut übertragbare Krankheiten einzudämmen und zu
eliminieren. Denn nach wie vor sind in Deutschland nach Angaben des
Robert Koch-Instituts rund 270.000 Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus
(HCV) infiziert (6); jährlich kommen knapp 5.000 Neudiagnosen
hinzu.(7) Der häufigste Grund für die Ansteckung ist injizierender
Drogengebrauch.

Risikogruppen im Fokus

„Aktuell sind in Deutschland vier von fünf
Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen oder intranasalen
Drogenkonsum zurückzuführen“, erklärt Prof. Christoph Sarrazin,
Hepatologe und Vorstand der Deutschen Leberhilfe und Partner der von
AbbVie ins Leben gerufenen PLUS-Initiativen. Diese Initiativen setzen
auf gezielte Strategien zur vollständigen Elimination der Erkrankung
bei klar definierten Risikogruppen mit hoher Hepatitis-C-Prävalenz –
der so genannten Mikroelimination. Die Gruppe der Drogenkonsumenten
oder beispielsweise Insassen in Justizvollzugsanstalten sind
allerdings nur schwer erreichbar.(6)(8)(9) „Hindernisse sind unter
anderem die fehlenden Informationen auf Seiten der Patienten, der
Drogenberater und der behandelnden Ärzte – und genau da setzen wir
an“, ergänzt Prof. Christoph Sarrazin. Im Rahmen von ‚Sucht PLUS
Hepatitis C – eine Herausforderung‘ hielt die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung, Frau Marlene Mortler, ein Grußwort, gefolgt von
einem Podiumsgespräch zwischen Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer
AbbVie Deutschland, Prof. Sarrazin, Dr. Klaus Obert vom
Caritasverband für Stuttgart e.V., einer Klientin der Einrichtung,
Karin Maag, MdB und gesundheitspolitische Sprecherin der
Unionsfraktion, Roland Engehausen, Vorstand der IKK Südwest, sowie
mit Dr. Karlheinz Keppler ein Mediziner im Justizvollzug. „Die
Gesundheitsversorgung der Insassen von Justizvollzugsanstalten
unterliegt länderspezifischen Regelungen. Angebote für
Hepatitis-C-Tests sind freiwillig und das Thema Eliminierung hängt
oftmals am individuellen Engagement des jeweiligen Arztes“, erläutert
Keppler die Herausforderung dieser speziellen Patientengruppe.

Gesundheitsinitiativen PLUS: Leuchtturmprojekte der
HCV-Mikroelimination

Ziel der Partner der PLUS-Initiativen ist die nachhaltige und
strukturelle Verbesserung der regionalen Gesundheitsversorgung durch
eine umfassende Betrachtung der Lebensumstände. Beispielsweise bieten
in Ludwigshafen die regionale Drogenhilfe, niedergelassene Ärzte und
Kliniken sowie Krankenkassen, Patientenorganisationen und das
Jobcenter gezielte Angebote zur Stabilisierung sowie Aufklärung an.
Das Besondere daran ist der partizipative Ansatz: Die
Suchtbetroffenen sind von Anfang an in die Ausgestaltung der
regionalen Projekte einbezogen. „Innovative Therapien allein reichen
noch nicht, um Hepatitis C wirklich zu besiegen“, sagt Dr. Patrick
Horber, Geschäftsführer AbbVie Deutschland. „Wir glauben, dass es
maßgeschneiderte Ansätze braucht, um diese Herausforderung zu
meistern. Unsere Rolle sehen wir dabei als Impulsgeber und
Vernetzer.“ PLUS gibt es bisher in Stuttgart, Ludwigshafen, Hamburg,
Wiesbaden, Kassel, Bochum und Mainz. Weitere Städte werden folgen.

Über AbbVie

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes
BioPharma-Unternehmen, das sich der Entwicklung innovativer Therapien
für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Erkrankungen der
Welt verschrieben hat. Mission des Unternehmens ist es, mit seiner
Expertise, seinen engagierten Mitarbeitern und seinem
Innovationsanspruch die Behandlungsmöglichkeiten in vier
Therapiegebieten deutlich zu verbessern: Immunologie, Onkologie,
Virologie und Neurowissenschaften. In mehr als 75 Ländern arbeiten
AbbVie-Mitarbeiter jeden Tag daran, die Gesundheitsversorgung für
Menschen auf der ganzen Welt voranzutreiben. In Deutschland ist
AbbVie an seinem Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und
Produktionsstandort in Ludwigshafen vertreten. Insgesamt beschäftigt
AbbVie Deutschland rund 2.600 Mitarbeiter.

Quellen:

(1) EASL Clinical Practice Guidelines: management of hepatitis C
virus infection. European Association for the Study of the Liver. J
Hepatol. 2014;60:392-420.
(2) Decisions Resources Group. Hepatitis-C virus: disease landscape &
forecast 2016. January 2017.
(3) Puoti et al. Poster SAT-233, präsentiert im Rahmen von The
International Liver Congress[TM] (ILC) in Amsterdam, 19.-23. April
2017.
(4) World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.
(5) Bundesministerium für Gesundheit. Publikation: BIS 2030 –
Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen
sexuell übertragbaren Infektionen, April 2016. http://ots.de/eZtWtW,
letzter Zugriff: April 2018.
(6) Geschätzt nach Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches
Bulletin Nr. 30, 27. Juli 2017.
(7) Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2018;29:271-284.
(8) Lazarus JV, et al. J Hepatol 2017;67:665-666.
(9) Plus-Initiative. Letzter Zugriff: 14.09.2018. Verfügbar unter:
https://www.hcvversorgungplus.de/

Kontakt:
AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Sebastian Wachtarz
Director Public Affairs
T: +49 (0) 611-1720-4086
E-Mail: sebastian.wachtarz@abbvie.com

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