Hamburg (ots) –

Quelle: (ots/MSH Medical School Hamburg)

Wenn das Gericht Zweifel an der Aussage eines Zeugen hat, kommt
Rechtspsychologin Prof. Dr. Silvia Gubi-Kelm zum Einsatz. Sie prüft
vor Gericht die Wahrheit. Am Samstag, 12. Januar 2019, hält sie um 14
Uhr am Offenen Campustag der MSH Medical School Hamburg – University
of Applied Sciences and Medical University – in der HafenCity einen
Vortrag zum Thema »Von langen Nasen und kurzen Beinen – die Wahrheit
über die Lüge«.

Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir uns zu Täuschungsexperten,
die bestimmte Strategien anwenden, um in der Regel in harmlosen
Alltagssituationen uns selbst sowie unseren Mitmenschen durch
Notlügen das Leben angenehmer zu gestalten. Aber sind wir auch gut
darin, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden? Diese
Unterscheidung ist zum Beispiel bei der Bewertung von Zeugenaussagen
von Bedeutung. Im 30-minütigen Impuls-Vortrag Sie Einblicke in die
wissenschaftliche Vorgehensweise der Rechtspsychologie.

»Eine Frau beschuldigt einen Mann der Vergewaltigung, dieser
bestreitet die Tat. Eindeutige Beweise gibt es keine. Wer von beiden
spricht die Wahrheit?«, sagt Prof. Dr. Silvia Gubi-Kelm. Wenn in
einem Strafprozess Aussage gegen Aussage steht, kann das Gericht
einen psychologischen Sachverständigen hinzuziehen. Dieser
untersucht, ob dem Tatvorwurf ein reales Erlebnis zugrunde liegt. In
dem Vortrag soll ein Einblick in die merkmalsorientierte
Inhaltsanalyse gegeben werden, die seit einem Urteil des
Bundesgerichtshofes von 1999 als ein Kernstück aussagepsychologischer
Gutachten gilt.

Silvia Gubi-Kelm ist Professorin für Rechtspsychologie an der MSH
und untersucht im Auftrag der Gerichte die »Glaubhaftigkeit von
Zeugenaussagen«. Welche Aussagen wahr und welche erfunden sind, lässt
sich studieren. Der Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt
Rechtspsychologie an der privaten, staatlich anerkannten Hochschule
wird stark nachgefragt. »Rechtspsychologie ist für mich eines der
spannendsten Teilgebiete der Psychologie«, sagt Prof. Dr. Silvia
Gubi-Kelm. »Unterscheiden sich wahre von gelogenen Aussagen? Wie kann
die Rückfallgefahr von Straftätern eingeschätzt werden? Mit welchen
Methoden lässt sich das Kindeswohl beurteilen?«

Die Rechtspsychologie, deren Bedeutung in den letzten Jahren
stetig zugenommen hat, beschäftigt sich mit der Anwendung
psychologischer Theorien, Methoden und Erkenntnisse auf Probleme des
Rechtswesens. Hierbei spielen Forschungs- und Anwendungsbereiche mit
Bezügen zu verschiedenen Rechtsgebieten (z.B. Straf- und Zivilrecht)
eine Rolle. Besondere Schwerpunkte stellen die psychodiagnostische
Begutachtung für Gerichte und andere Institutionen der Rechtspflege
(z.B. Glaubhaftigkeits-, Prognose- oder familienpsychologische
Gutachten), die psychologische Tätigkeit im Straf- und
Maßregelvollzug sowie die Forschung im Bereich der Prävention,
Viktimologie und Polizeipsychologie dar. Der Masterstudiengang
Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie qualifiziert für eine
professionelle, wissenschaftlich basierte Tätigkeit in diesen
Bereichen.

Wie sieht es hinter den Kulissen der MSH Medical School Hamburg
aus?

Am Samstag, den 12. Januar 2019, öffnet die private, staatlich
anerkannte Hochschule ihre Türen für Schüler, Eltern, Studierende und
Interessierte am Campus in der Hafencity und am Harburger
Binnenhafen. Besucher bekommen die Möglichkeit, den Studentenalltag
und das Campusleben in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr hautnah
mitzuerleben. Interessierte können sich mit Professoren, Mitarbeitern
und Studierenden austauschen und an Workshops und Kurz-Vorträgen
teilnehmen, die Einblicke in die Studienfächer gewähren. Das
Besondere: An der MSH können Sie sich zwischen einem
Fachhochschulstudium und einem universitären Studium entscheiden.
Weitere Informationen und eine Übersicht der Studiengänge finden Sie
unter: www.medicalschool-hamburg.de

Ein Hintergrundinterview im Hochschulmagazin der MSH mit Prof. Dr.
Silvia Gubi-Kelm finden Sie hier: http://ots.de/TPPGbk

Im Gespräch erzählt die Rechtspsychologin, warum sie grundsätzlich
zu Beginn ihrer Arbeit jedem Zeugen unterstellt, er würde die
Unwahrheit sagen, warum es leichter ist die Wahrheit zu erzählen, als
zu lügen, und warum auch sie sich im Alltag blenden lässt.

Über die MSH Medical School Hamburg

Die MSH Medical School Hamburg, University of Applied Sciences and
Medical University, ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule
in der Freien und Hansestadt Hamburg mit Sitz in der HafenCity. Sie
wurde 2009 von der Geschäftsführerin Ilona Renken-Olthoff gegründet
und startete 2010 mit sechs Studiengängen. Seitdem erweiterte sich
das Studienangebot auf insgesamt über 20 Bachelor- und
Masterstudiengänge, die erfolgreich akkreditiert sind und somit ein
Höchstmaß an Qualität und Transparenz gewährleisten. Das Besondere an
der MSH ist, dass sie zwei Fakultäten vereint: Die Fakultät
Gesundheitswissenschaften, mit dem Status einer Fachhochschule,
arbeitet in Lehre, Forschung und wissenschaftlicher Weiterbildung
stark anwendungsorientiert. Die Fakultät Humanwissenschaften ist
einer Universität gleichgestellt. Studierende können somit zwischen
einem Fachhochschulstudium und einem universitären Studium wählen und
ihre Karriere ihren Stärken und Talenten entsprechend planen.
Mittlerweile studieren circa 3.000 Studierende an der MSH und
schätzen den Campus inmitten der modernen und aufstrebenden HafenCity
sowie den Campus »Arts and Social Change« in den Räumlichkeiten einer
ehemaligen Fabrik am Harburger Binnenhafen.

Pressekontakt:
MSH Medical School Hamburg | Am Kaiserkai 1 | 20457 Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Valerie Landau
Tel: 040 / 36 12 264 9165
Mail: valerie.landau@medicalschool-hamburg.de
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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/82105/4163316