WMHD 10.10.2020_Colourbox 35644463.jpgHamburg (ots) – „Noch besser wäre es gewesen, wenn ich in einem Früherkennungszentrum behandelt worden wäre.“ – Cordt Winkler, der Autor von „ICH ist manchmal ein anderer – Mein Leben mit Schizophrenie“, im Interview über seinen Weg zu seinem Leben mit Schizophrenie.

Die ersten Anzeichen: Unkontrollierbares Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle, Verfolgungswahn, verschwimmende Grenzen zwischen Realität und Einbildung

Die Diagnose: Schizophrenie

Der diesjährige Welttag der Seelischen Gesundheit steht unter dem Motto „Mental Health for All. Greater Investment – Greater Access. Everyone, everywhere“. Wie wichtig das frühzeitige Bewusstsein für die seelische Gesundheit ist, machen diese Zahlen deutlich: Fast jeder dritte Mensch in Deutschland leidet mindestens einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung, mit teilweise gravierenden Folgen für das gesamte Leben. Insbesondere, wenn die Diagnose Schizophrenie lautet. In Deutschland sind rund 800.000 Menschen an Schizophrenie erkrankt [1]. Die Krankheit tritt meist im jungen Erwachsenenalter das erste Mal auf – einer von Selbstverwirklichung und Zukunftsplanung geprägten Phase. Eine frühzeitige und adäquate Therapie ist deshalb umso entscheidender, damit den Patienten eine höhere Chance auf eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht wird.

Allerdings wird die Erkrankung meist immer noch zu spät diagnostiziert. So liegt in Deutschland selbst im städtischen Bereich im Durchschnitt ein Jahr zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen und dem Beginn einer adäquaten Therapie [2]. Doch je kürzer dieser Zeitraum ist, desto höher ist die Chance, ein möglichst selbstbestimmtes Leben weiterführen zu können. Die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit über das Krankheitsbild, Hilfsangebote und Therapiemöglichkeiten können hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten: Je mehr Menschen informiert sind, desto besser und schneller kann den Betroffenen geholfen werden. Denn die Eigen- und Fremdstigmatisierung hat einen bedeutenden Einfluss darauf, ob die Betroffenen die Krankheit akzeptieren und Hilfsangebote annehmen. Das bestätigt auch Cordt Winkler, der selbst mit Anfang Zwanzig die Diagnose „Schizophrenie“ erhielt. In seinem Interview anlässlich des World Mental Health Day (10. Oktober) schildert er ehrlich und mitreißend seinen Weg von den ersten Symptomen bis zu seiner adäquaten Therapie und der Akzeptanz seiner Krankheit. „Ohne meine Vor-Erfahrung durch die Schizophrenie-Erkrankung meines Vaters und mein aufgeklärtes soziales Umfeld hätte ich wahrscheinlich nicht den Weg zurück in mein selbstbestimmtes Leben gefunden. Doch noch besser wäre es gewesen, wenn ich in einem Früherkennungszentrum behandelt worden wäre.“

Mit dem diesjährigen Welttag der Seelischen Gesundheit (World Mental Health Day) möchte die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Gesellschaft stärken, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht. Die beiden Pharmaunternehmen Otsuka Pharma und Lundbeck GmbH unterstützen die Initiative und setzen sich damit für eine bessere und frühzeitige Versorgung der Patienten ein: Über psychische Erkrankungen, wie z.B. Schizophrenie, und deren Behandlungsmöglichkeiten zu reden, sollte kein Tabu mehr sein. Denn mit einer frühzeitigen Therapie kann man mit ihnen leben. Gut sogar. Hören Sie hierzu den Podcast „Interview mit Cordt Winkler: Mein Weg zu einem Leben mit Schizophrenie“.

Fakten zu Schizophrenie

Schizophrenie ist eine Wahrnehmungsstörung.

Symptome u.a.:

– Halluzinationen, paranoide oder bizarre Wahnvorstellungen und desorganisiertes Sprechen und Denken
– Erste Symptome treten meist im Alter zwischen 18 und 35 Jahren auf [1]. Häufigkeit:

– Rund 800.000 Menschen sind in Deutschland erkrankt [1].
– Ca. 15.600 Neuerkrankungen werden jedes Jahr diagnostiziert [1]. Behandlung:

– Die chronische Erkrankung erfordert oft eine lebenslange Behandlung.
– Sie sollte sich aus einer medikamentösen Therapie und nicht-medikamentösen Therapiemaßnahmen, wie z. B. Psychotherapie und Soziotherapie, zusammensetzen [1]. Literatur

[1] Gesundheitsberichterstattung des Bundes, gemeinsam getragen von RKI und DeStatis 2015; abrufbar unter: http://www.gbe-bund.de/pdf/GESBER2015.pdf (letzter Zugriff am 14.07.2020) [2] Leopold K et al. Psychopharmakotherapie 2016; 23: 41-49

Über Cordt Winkler

Cordt Winkler, 1980 unweit der niederländischen Grenze geboren, studierte Medienwissenschaften und arbeitete viele Jahre in einer Trendforschungsagentur. Derzeit macht er eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter. Er lebt in Berlin. Mit Anfang Zwanzig erhielt er die Diagnose, die sein Leben auf den Kopf stellte: paranoide Schizophrenie. Symptome, die er in frühen Kindertagen schon bei seinem Vater beobachtet hatte, entdeckte er nun plötzlich auch an sich selbst: Das unkontrollierbare Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle, Verfolgungswahn, Ohnmacht, freier Fall. Klinikaufenthalte. Ehrlich und mitreißend lakonisch schildert er die Dynamik der psychotischen Krise und führt den Leser tief hinein in seine, von außen betrachtet, phasenweise verrückte Innenwelt. Ein Martyrium für die Leidtragenden, ein Rätsel für Familienangehörige und ein Leiden, das in unserer Gesellschaft noch immer mit Tabus belegt ist. In seinem Buch „ICH ist manchmal ein anderer – Mein Leben mit Schizophrenie“ nimmt Cordt Winkler den Leser mit auf eine Reise an die Grenze des Gewöhnlichen und plädiert für einen offenen Umgang mit Abweichungen von der Norm in einer Welt voll angepasster Selbstoptimierer. Ein Buch für Betroffene, Angehörige und Freunde von psychisch Erkrankten und alle, die sich für das geheime Leben der Seele interessieren. Weitere Informationen zu Cordt Winkler finden Sie unter www.cordtwinkler.com (http://www.cordtwinkler.com). Das Buch „ICH ist manchmal ein anderer – Mein Leben mit Schizophrenie“ ist im Goldmann Verlag www.goldmann-verlag.de (https://www.goldmann-verlag.de) erschienen.

Über Schizophrenie

Schizophrenie ist durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet. Die häufigsten Symptome sind Halluzinationen, paranoide oder bizarre Wahnvorstellungen und desorganisiertes Sprechen und Denken. Diese werden von erheblicher sozialer oder beruflicher Dysfunktion begleitet. Typischerweise setzen die Symptome im frühen Erwachsenenalter ein. Die chronische Erkrankung erfordert oft eine lebenslange Behandlung zur Symptomlinderung. Schätzungen zufolge ist etwa 1 % der erwachsenen Bevölkerung in den USA und Europa von Schizophrenie betroffen, weltweit sind es ca. 24 Millionen Menschen [1,2].

Über Otsuka Pharmaceutical Co., Ltd.

Otsuka Pharmaceutical Company ist ein globales Unternehmen auf dem Pharma- und Gesundheitsmarkt, geleitet von der Philosophie: „Otsuka-people creating new products for better health worldwide“. Otsuka erforscht und entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Arzneimitteln für Bereiche, in denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht, sowie auf Nahrungsergänzungsmitteln zur Erhaltung der Gesundheit im täglichen Leben. Die Konzerngesellschaften von Otsuka beschäftigen insgesamt rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2019 erzielten sie einen Gesamtumsatz von etwa 11,4 Mrd. Euro und investierten 1,77 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Die deutsche Vertriebs- und Vermarktungsniederlassung, Otsuka Pharma GmbH, befindet sich in Frankfurt.

Über H. Lundbeck A/S

Lundbeck ist ein international tätiges Pharmaunternehmen, das 1915 in Dänemark gegründet wurde. Das „Unternehmen ZNS“ hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb innovativer Medikamente zur Behandlung von psychischen und neurologischen Erkrankungen spezialisiert. Es beschäftigt heute etwa 5.800 Mitarbeiter in 57 Ländern. Der deutsche Firmensitz, Lundbeck GmbH, ist in Hamburg.

[1] National Institute of Mental Health (NIMH): Health Topics: Statistics. https://www.nimh.nih.gov/health/statistics/schizophrenia.shtml, Zugriff: 05. Mai 2020 [2] Weltgesundheitsorganisation (WHO): Schizophrenia Fact Sheet, 2010. http://www.who.int/mental_health/management/schizophrenia/en/, Zugriff: 05. Mai 2020

DE-ABIM-0635 DE-AM-2000305, 09/20

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Quelle:10. Oktober 2020: World Mental Health Day / Hintergrundinformationen zum Interview mit Cordt Winkler


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