Bonn (ots) –

Quelle: (ots/Deutsche Rheuma Liga Bundesverband e.V.)

Anlässlich der Anhörung zum Terminservice- und Versorgungsgesetz
(TSVG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am 16. Januar
2019 erklärte Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin des Deutschen
Rheuma-Liga Bundesverbands e.V., heute in Bonn:

„Mit dem Gesetzentwurf zum TSVG erkennt der Gesetzgeber an, dass
akuter Handlungsbedarf bei der Versorgung von Menschen mit Rheuma
besteht. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass hier Veränderungen, wie
zum Beispiel die befristete Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen
für Rheumatologen sowie der Ausbau von Terminservice-Stellen oder
eine bessere Vergütung der entsprechenden Medizin angegangen werden.
Aus unserer Sicht werden diese Maßnahmen dazu beitragen können, dass
sich die Versorgung von Rheumakranken in Deutschland verbessert.

Insbesondere der Rheumatologen-Mangel hierzulande hat erhebliche
Auswirkungen für viele Betroffene. Denn nur bei früher Diagnose und
Therapieeinleitung haben die Betroffenen überhaupt eine Chance, dass
die Erkrankung zum Stillstand kommt.

Bis zu 6 Monate warten annähernd 40 Prozent der Patienten auf
einen ersten Termin. Die Folgen der zu späten fachärztlichen
Versorgung reichen von schwerem persönlichem Leid und gravierenden
Behinderungen bei den Betroffenen bis hin zu einem nicht zu
vernachlässigenden Schaden für die Volkswirtschaft. Deshalb fordern
wir die Macher des TSVG anlässlich der Anhörung am kommenden Mittwoch
auf: Setzen Sie jetzt konsequent um, was Sie auf den Weg gebracht
haben! Es ist auf der kurzen Strecke ein richtiger erster Schritt, um
das erhebliche Versorgungsdefizit von Menschen mit Rheuma anzugehen.
Langfristig muss jedoch dafür gesorgt werden, dass überall
Rheumatologen in akzeptabler Entfernung für die Betroffenen
erreichbar sind und sie ohne lange Wartezeiten einen Termin
bekommen.“ Die Deutsche Rheuma-Liga weist schon seit Jahren immer
wieder darauf hin, dass die Zahl der Rheumatologen in Deutschland
nicht ausreicht, um die betroffenen Patienten angemessen zu
versorgen. Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für
Rheumatologie fehlen im Bundesgebiet zurzeit rund 600 internistische
Rheumatologen.

Deutsche Rheuma-Liga

Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen
informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen
Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt
Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit
rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker
Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein.

Hintergrundinformationen

Die aktuelle Stellungnahme finden Sie hier:
www.rheuma-liga.de/stellungnahmen
Eine Infografik zur Volkskrankheit Rheuma gibt es unter:
www.rheuma-liga.de/medien
Foto Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Rotraut Schmale-Grede:
www.rheuma-liga.de/bildmaterial

Pressekontakt:
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Annette Schiffer | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Tel.:0228-766 06-11
E-Mail: schiffer@rheuma-liga.de
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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/20920/4165107