Cover_Capital 12_2020.jpgBerlin (ots) – Neue Impfstoffe werden Lage 2021 entspannen // Eigene Rolle in der Pandemie: „Ich bin ein kleines Rädchen“

Nach den Erfolgen in der Impfstoffentwicklung gegen das Corona-Virus erwartet der bekannte Berliner Virologe Christian Drosten eine absehbare Normalisierung des Lebens im kommenden Jahr. „Ich glaube, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit sehr viel weiter sind“, sagte Drosten beim „Junge Elite Gipfel 2020“ des Wirtschaftsmagazins CAPITAL. Zwar werde es immer noch Vorsichtsmaßnahmen geben, allerdings würden sich die Menschen dann „weitgehend normal“ bewegen und verhalten können.

Die Veranstaltung mit gut 300 Talenten und Führungskräften, bei der jedes Jahr die Preisträger der „Top 40 unter 40“ bekanntgegeben werden, fand erstmals als Digitalkonferenz statt. Etliche Teilnehmer waren in diesem Jahr aus den USA, China, Singapur und Mexiko zugeschaltet. Seit 2007 wird die Auszeichnung an herausragende Manager, Gründerinnen, Unternehmern, Politikerinnen und Wissenschaftlern verliehen. Vor 13 Jahren gehörte Drosten zu den ersten Preisträgern.

Der Chefvirologe der Berliner Charité widersprach zugleich dem verbreiteten Bild in der Öffentlichkeit, dass derzeit Virologen und Epidemiologen die Geschicke des Landes bestimmten. Entscheidungen träfen noch immer Politiker, seine Kollegen und er könnten lediglich beraten und wissenschaftliche Einschätzungen abgeben. „Ich glaube nicht, dass ich etwas mit Autorität beeinflussen kann“, sagte Drosten und bezeichnete sich selbst als ein „kleines Rädchen“.

Drosten, 48, hat seine Karriere 2007 als Professor an der Universität Bonn gestartet. Vor drei Jahren wechselte er zur Charité, Europas größtem Klinikum. Der Virologe berät die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ist durch zahlreiche öffentliche Auftritte und seinen Podcast einem breiten Publikum bekannt geworden. Diese öffentliche Bedeutung „phasenweise anstrengend“, sagte Drosten, zugleich aber nachvollziehbar, weil eben auch der Bedarf an Information und Expertise in der Pandemie immens hoch sei.

Unter dem Motto „Die Jahrhundertkrise – wie wir umdenken, führen und entscheiden müssen“ diskutierten die Teilnehmer in Panels und Workshops darüber, wie sie sich als junge Führungskräfte und Gestalter auch im Ausnahmezustand einbringen können. Zu den Referenten gehörten in diesem Jahr Preisträger wie Gottfried Ludewig, Abteilungsleiter Digitalisierung und Innovation im Bundesgesundheitsministerium, die Fraktionschefin der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze ebenso wie Top-Manager Philipp Meyer, der für den Werkzeugmaschinenbauer Trumpf als Finanzchef zum Führungsteam des chinesischen Tochterunternehmens JFY gehört.

Theodor Weimer, Vorstandschef der Deutschen Börse, dem diesjährigen Sponsor der Veranstaltung, forderte die jungen Führungskräfte auf, jeden Tag Dinge anzupacken und zu verändern. „Seien Sie im Denken und Handeln für sich selbst radikal“, sagte er in einem Grußwort an die Preisträger. „Seien sie ein „Showstarter“. Reden sie nicht über Veränderungen, sondern fangen sie selbst damit an.“

CAPITAL kürt jeweils 40 herausragende Talente unter 40 Jahren aus den vier Bereichen Management, Unternehmertum, Wissenschaft & Gesellschaft sowie Politik & Staat. Daraus ist ein einmaliges Netzwerk von über 1000 Alumni entstanden. Zu den insgesamt 160 Nominierten der diesjährigen „Top 40 unter 40“ gehören unter anderem Jakob Berndt, Gründer des Fintechs Tomorrow, der Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz (Die Grünen), Jia Chen, Professorin für Umweltsensorik und Modellierung an der TU München oder Martin Beck, Geschäftsführer Human Pharma Deutschland bei Boeringer Ingelheim.

Die vollständige Liste aller Namen wird in der neuen Ausgabe von CAPITAL (Ausgabe 12/20, EVT 19. November) und auf capital.de (https://www.capital.de/karriere/das-sind-die-top-40-unter-40-des-jahres-2020) veröffentlicht.

Pressekontakt:

Jenny von Zepelin
Redaktion CAPITAL
Mail: zepelin.jenny@capital.de
Telefon: 030-220745114
www.capital.de

Quelle:Berliner Virologe Drosten: Nächstes Jahr wird Leben wieder „weitgehend normal“ sein


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