München (ots) –

Quelle: (ots/CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag)

Im Vorfeld des 77. Bayerischen Ärztetags fordert Bernhard
Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im
Bayerischen Landtag, die Chancen der Digitalisierung zum Wohle der
Patienten verstärkt zu nutzen. „Der medizinische Fortschritt in den
vergangenen Jahrzehnten hat die Menschen gesünder gemacht, der
digitale Fortschritt im Gesundheitswesen verbessert die Versorgung
der Patienten in unserem Land. Deshalb ist es zu begrüßen, dass sich
der Bayerische Ärztetag mit der Erweiterung der
Fernbehandlungsmöglichkeiten befasst“, sagte Seidenath. „Die
Digitalisierung macht es möglich, dass der Patient nicht immer die
Praxis aufsuchen muss.“

Quelle: (ots/CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag)

Abzustimmen ist über eine neue Formulierung in der Berufsordnung
der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) zur „ausschließlichen
Fernbehandlung“ (Paragraf 7, Absatz 4). Hierzu hat der Vorstand der
Ärztekammer einen Leitantrag vorbereitet, der eine ausschließliche
Beratung und Behandlung über Kommunikationsmedien unter bestimmten
Voraussetzungen zulässt. Das ist die Voraussetzung dafür, dass
Online-Sprechstunden oder Online-Diagnosen möglich werden.

„Auch die Einigung auf ein Grundkonzept für die elektronische
Patientenakte auf Bundesebene ist zu begrüßen“, sagte Klaus
Holetschek, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises
Gesundheit und Pflege der CSU-Landtagsfraktion. „Das Rezept, der
Arztbefund oder die Überweisung auf Papier sind Dinosaurier. Wir
müssen endlich auch im Gesundheitswesen das digitale Zeitalter
einläuten.“

Krankenkassen und Ärzte haben sich mit dem
Bundesgesundheitsministerium jüngst einem Bericht zufolge auf ein
Grundkonzept für die elektronische Patientenakte geeinigt. Gesetzlich
Versicherte sollen demnach spätestens ab 2021 auch per Handy und
Tablet ihre Patientendaten einsehen können. „Das darf ruhig noch ein
bisschen schneller gehen“, betonte Seidenath. Die Akteure im
Gesundheitswesen hätten insbesondere die Schaffung gemeinsamer
Standards verabredet. „Genau dies ist der zentrale Punkt: Wir
brauchen möglichst schnell standardisierte Formulare und
interoperable Systeme. Beispielsweise sind die Kassenärztlichen
Vereinigungen gefordert, den Arztbrief zu standardisieren. Dies muss
jetzt geschehen.“ Seidenath weiter: „Klar ist für uns, dass dabei
strengste Datenschutzkriterien eingehalten werden müssen, damit das
Vertrauen der Menschen in diese Innovationen aufgebaut
beziehungsweise gestärkt wird. Dass das Grundrecht auf
informationelle Selbstbestimmung gewahrt wird, ist für uns
selbstverständlich.“

Die CSU-Landtagsfraktion schiebt beim Thema Digitalisierung im
Gesundheitswesen massiv an. „Wir wollen beim elektronischen Rezept
weiter kommen und begrüßen deshalb die entsprechenden Initiativen
etwa auf Seiten des Bayerischen Apothekerverbands. Zudem brauchen wir
eine Plattform, mit deren Hilfe die Leistungserbringer – unter
Einhaltung strengster Datenschutzstandards -Patientendaten
austauschen können. Das Ziel ist eine digitalisierte
Gesundheitsversorgung, die dem Datenschutz bestmöglich gerecht wird.
Der Patient muss Herr über seine Daten sein und bleiben“, fassten
Seidenath und Holetschek zusammen.

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