München (ots) –

Quelle: (ots/CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag)

„Der Hausarzt ist für die meisten Menschen der Arzt des
Vertrauens. Als Ratgeber und Wegweiser ist er für seine Patienten
unabdingbar“, betont Bernhard Seidenath, der gesundheitspolitische
Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. „Hausarztverträge
haben sich bewährt. Deshalb lehnen wir grundsätzliche Änderungen im
Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) des
Bundesgesundheitsministeriums ab.“ Einen entsprechenden Antrag hat
die CSU-Fraktion nun in den Bayerischen Landtag eingebracht.

Quelle: (ots/CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag)

„Gleichzeitig muss der einfache Zugang für Patienten zu
Psychotherapeuten erhalten bleiben. Erkrankte Menschen müssen
weiterhin frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen dürfen ohne sich
vollkommen unbekannten Gutachtern offenbaren zu müssen“, sagt
Seidenath. Die Schaffung hierarchischer Zuweisungswege stelle zudem
die bestehende Qualifikation der Vertragsärzte und Psychotherapeuten
in Frage, ergänzt CSU-Gesundheitsexperte Klaus Holetschek. „Das wirkt
auch dem Ziel entgegen, die Gesundheitsberufe attraktiver zu machen
und mehr junge Menschen dafür zu gewinnen.“

Um die flächendeckende Heilmittelversorgung langfristig
sicherzustellen, solle der Verdienst von Physiotherapeuten,
Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren, medizinischen Bademeistern und
Podologen verbessert werden. „Hier müssen wir vor allem dafür sorgen,
dass weniger unnötige Bürokratie die Arbeit in den
Gesundheitsfachberufen behindert“, so Seidenath.

Insgesamt seien im Entwurf des Gesetzes für schnellere Termine und
bessere Versorgung viele sehr gute Punkte enthalten, etwa die
Möglichkeiten der fernmedizinischen Behandlung, stellt der
Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bayerischen Landtag fest.
„Mögliche Änderungen insbesondere in Bezug auf die Hausarztversorgung
sowie höhere Hürden für die Behandlung von psychisch kranken Menschen
sind aus Sicht der CSU-Landtagsfraktion aber klar abzulehnen. Auch
deshalb unterstützt die Landtagsfraktion die Stellungnahme der
Staatsregierung im Bundesrat.“ Das Terminservice- und
Versorgungsgesetz werde nach seiner Verabschiedung schließlich für
sämtliche in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte
Menschen in Deutschland gelten.

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