_UC_1501.JPGHaar (ots) – Die Teilnehmer des 10-jährigen Jubiläums des MSD Gesundheitsforums erlebten ein neues Format: In einem hybriden Setting aus Live-Workshops und virtuell dazugeschalteten Referenten wurde der MSD Gesundheitspreis 2020 auf drei verschiedenen Bühnen in Deutschland verliehen. Das Ziel bleibt herausragende und innovative Versorgungslösungen zu würdigen und deren Implementierung und Weiterentwicklung voranzutreiben. Alle sieben Preisträger leisten mit ihren Projekten einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems. Sie konnten sich gegen 48 Mitbewerber durchsetzen und erhielten auch in diesem Jahr ein Preisgeld von insgesamt 110.000 Euro. Zusätzlich wurde erneut der Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro vergeben.

Die Tatsache, dass das MSD Gesundheitsforum in diesem Jahr virtuell stattfindet, macht zwei Dinge deutlich: „Wie sehr COVID-19 weiterhin unseren Alltag bestimmt, und dass wir alle trotz – oder gerade wegen – der Pandemie die großen medizinischen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam angehen müssen. Damit wir diese Pandemie unter Kontrolle bringen und damit wir ein deutsches und ein globales Gesundheitswesen gestalten können, das für Patientinnen und Patienten eine optimale Versorgung gewährleistet“, so Chantal Friebertshäuser, Geschäftsführerin MSD Deutschland, zum Auftakt des diesjährigen Gesundheitsforums.

„Die komplexen Fragen der Zukunft werden wir nur als Team auf Augenhöhe bewältigen können. Dies wird neue Ideen, ein neues Denken, ein Ausbrechen aus alten Mustern und Denkweisen erfordern“, betont auch Pilot und Speaker Philip Keil in seiner Keynote. Er erkennt die Chancen der Pandemie: „Die Krise ist ein Katalysator, der uns unsere Schwächen aber auch unsere Stärken vor Augen führt.“ Im vergangenen Dreivierteljahr hat die digitale Transformation im Gesundheitswesen einen Sprung nach vorne gemacht. „Aber es gibt noch ziemlich viel Spielraum.“

Umso wichtiger ist daher der Austausch – und zwar unter allen Beteiligten des deutschen Gesundheitswesens. Beim MSD Gesundheitsforum 2020 kamen daher Vertreter aus Pharmaindustrie, Krankenkassen, der organisierten Ärzteschaft, Patientenorganisationen und Politik zusammen. Immer im Blick: die Verbesserung der Patientenversorgung.

Große Themen des Gesundheitsforums betrafen insbesondere die Digitalisierung. Was ist möglich? Was ist sinnvoll? Wie weit kann das Digitale das Ambulante ersetzen? Wie kommt diese Entwicklung bei den Patientinnen und Patienten an? Und wie muss das Digitale-Versorgungs-Gesetz aussehen, damit es auch von den Menschen angenommen wird? Das waren die zentralen Fragen in den Workshops. Ebenso ging es um die wichtigen Thema Data-Management und Künstliche Intelligenz. So wurde diskutiert, wie Daten dazu beitragen können, die Versorgung zu verbessern. „Wir wissen, dass die Forschung – ob an Universitäten oder in der Industrie – hier das volle Potential noch nicht ausschöpft oder auch nicht ausschöpfen kann, auch weil der Zugang nicht so offen ist, wie es notwendig wäre. Mit den richtigen Daten und vor allem der richtigen Analyse können wir den Patientinnen und Patienten viel bessere, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Behandlungen anbieten – von der Früherkennung bis zur Wahl der Medikamente“, sagt Chantal Friebertshäuser.

Vor allem brauchen wir Initiativen, die der Branche wichtige Impulse verleihen, darin sind sich alle Teilnehmer einig. Hier setzt der MSD Gesundheitspreis an, der innovative Ansätze sowie deren Umsetzung und Weiterentwicklung unterstützt. „Der Preis fördert nicht nur Geschäftserfolge, sondern hilft vor allem dabei, die Versorgungssituation von Patienten nachhaltig zu verbessern“, fasst Franz-Helmut Gerhards, CDO der DAK-Gesundheit, die Bedeutung des Gesundheitspreises zusammen. Auch in diesem Jahr gab es eine Reihe spannender Bewerber, aus denen die Expertenjury die Preisträger 2020 wählte.

Die Jury-Entscheidung im Überblick:

Platz 1: Der Patientenbrief, „Was hab‘ ich“, gemeinnützige GmbH

In dem Projekt werden fachsprachliche Arztbriefe in für Laien verständliche, sogenannte „Patientenbriefe“ umgewandelt. Grundlage dafür ist eine Software, die aus ärztlich erstellten und geprüften Textbausteinen voll- oder teilautomatisch „Übersetzungen“ der Arztbriefe erstellt.

Platz 2: TigerKids – Kindergarten aktiv, Stiftung Kindergesundheit

Die kindliche Gesundheit zu stärken und sowohl Übergewicht als auch Adipositas im Kindesalter vorzubeugen – das sind die Ziele von TigerKids. Dafür haben die Projektbeteiligten ein Programm und Infomaterialien erstellt, die Erzieher und Eltern nutzen können, um Kindern schon im Kindergarten das Thema Gesundheit näherzubringen.

Platz 3: TelNet@NRW – Telemedizinisches, intersektorales Netzwerk als neue digitale Gesundheitsstruktur zur messbaren Verbesserung der wohnortnahen Versorgung, „Medizin und Mehr“ Bünde, Gesundheitsnetz Köln Süd

Das telemedizinische, intersektorale Netzwerk will durch die telemedizinische Kooperation universitärer Spezialisten und Fachärzte eine messbare Verbesserung der regionalen Versorgung in der Infektiologie und Intensivmedizin bewirken.

Sonderpreis „Medizinische oder organisatorische Breakthrough Innovation / Leuchtturmprojekt“: SOS-Care – Hilfe nach Schlaganfall, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, AOK PLUS

Das Programm fördert die Folge-/Sekundärprävention nach einem Schlaganfall oder einer TIA (Rezidivvermeidung), indem es die Eigenverantwortung durch Edukation stärkt, Hilfsmittelempfehlungen konsequent umsetzt, die Medikamententreue festigt und individuelle Risikofaktoren minimiert.

Sonderpreis „Arztnetze / Community Medicine“: Das Netzwerk OnkoAktiv – Modellprojekt zur bewegungstherapeutischen Versorgung onkologischer Patienten, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)

Das Projekt verfolgt das Ziel, nationale Versorgungsstrukturen aufzubauen, innerhalb derer jedem Krebspatienten der Zugang zu einem qualifizierten, onkologischen Bewegungsangebot ermöglicht wird. Dafür integriert das Netzwerk qualitätsgeprüfte Trainingsinstitutionen und vernetzt relevante Stakeholder transparent auf einer Plattform.

Sonderpreis „Lösung von Versorgungsproblemen durch Digitalisierung“: ImpfDocNE, GZIM – Gesellschaft zur Förderung der Impfmedizin mbH, Zollsoft GmbH

Das Projekt möchte mithilfe eines digitalen Impfpasses und Impfmanagements die Impfquoten in der Bevölkerung sowie das Qualitätsmanagement in der Impfpraxis verbessern. Dazu werden Impfpassdaten durch die Arztpraxis digitalisiert und gespeichert, im Gesundheitssystem und mit den Patienten vernetzt und über ein evidenzbasiertes, CE-konformes Erinnerungssystem ausgewertet.

Sonderpreis „Verbesserung der konkreten Versorgung auf Ergebnis- und Prozessebene durch Patientenbeteiligung“: Versorgung ohne Sprachbarriere, Triaphon gUG

Mit einer digitalen Dolmetsch-Hotline inklusive Ehrenamtlichen-Netzwerk verbessert das Projekt die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten mit Sprachbarriere.

Der Publikumspreis

5.242 Stimmen der interessierten Öffentlichkeit haben für den Publikumspreis abgestimmt. Der Gewinner in diesem Jahr heißt: Der Patientenbrief, „Was hab‘ ich“, gemeinnützige GmbH.

Damit waren sich Öffentlichkeit und Jury in ihrer Entscheidung einig und Geschäftsführer Ansgar Jonietz freut sich über gleich zwei Auszeichnungen: „Ich freue mich sehr, dass die Jury unser Projekt für wertstiftend erachtet hat. Besonders glücklich macht mich aber, dass die interessierte Öffentlichkeit uns durch ihr Voting einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig eine verständliche Kommunikation der medizinischen Sachverhalte für den informierten Patienten ist. Das bestätigt die Rückmeldung derer, die den Patientenbrief bereits in Anspruch nehmen konnten und motiviert uns, das Projekt noch breiter auszurollen.“

Um das Gesundheitssystem für die Zukunft gut aufzustellen, sind weitere Innovationen und kreative Lösungsansätze gefragt. Deshalb können ab sofort und bis zum 15.04.2021 Bewerbungen für den MSD Gesundheitspreis 2021 eingereicht werden.

Über den MSD Gesundheitspreis

Der MSD Gesundheitspreis zeichnet seit 2012 Projekte aus, die vorbildhaft neue Wege in der Versorgung gehen und so als Modell für weitere Vorhaben dienen können. Dabei werden nur Projekte prämiert, die bereits in der Versorgungsrealität umgesetzt und evaluiert wurden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Gesundheitspreis-Seite (https://www.msd.de/gesundheit-im-dialog/gesundheitspreis/).

Presseinformationen von MSD sind im Internet unter www.msd-presse.de (http://www.msd-presse.de) abrufbar. Fachpresseinhalte sind über einen DocCheck-Login zugangsbeschränkt. Sofern Sie kein individuelles DocCheck-Passwort besitzen, verwenden Sie bitte den Benutzernamen „msd“ und das Passwort „aktuell“.

Über MSD

Seit mehr als 125 Jahren forscht MSD an Arzneimitteln und Impfstoffen zur Bekämpfung der weltweit bedeutendsten Erkrankungen – mit der Mission, die Welt und das Leben von Menschen und Tieren zu verbessern. MSD ist in den USA und Kanada als Merck & Co., Inc. bekannt und hat seinen Hauptsitz in Kenilworth, NJ, USA.

Das Unternehmen setzt sich aus Überzeugung für die Gesundheit der Patienten und der Bevölkerung ein, indem es den Zugang zu Versorgungslösungen durch langfristige Strategien, Programme und Partnerschaften verbessert. Heute ist MSD führend in der Forschung zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, die Menschen und Tiere bedrohen – darunter Krebs, Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola sowie neue Tierkrankheiten – mit dem Anspruch, das weltweit führende forschende biopharmazeutische Unternehmen zu sein.

Für weitere Informationen besuchen Sie http://www.msd.de und folgen Sie uns auf Twitter (https://twitter.com/MSDInvents), LinkedIn (https://www.linkedin.com/company-beta/2848937/) und YouTube (https://www.youtube.com/channel/UChHvXY_b3cgM_Bvb2J-B5-Q).

Pressekontakt:

Dr. Kathrin Schwabe, Director Communications, MSD Sharp & Dohme GmbH, kathrin.schwabe@msd.de, +49 89 4561 1540

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Quelle:MSD Gesundheitsforum: Gemeinsam neue digitale Wege im Gesundheitswesen beschreiten


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