biha_Grafik_Laermometer_Copyright biha.jpgMainz (ots) – Heulende Laubbläser, kreischende Kettensägen, dröhnende Häcksler – wenn es im Herbst an die Blätterbeseitigung und den Baumschnitt geht, wird es immer laut in Straßen und Gärten. Viele Menschen unterschätzen die Lärmbelastung, der ihre Ohren im Alltag ausgesetzt werden. Auf über 100 Dezibel können es Kettensägen oder so manche Laubbläser bringen. „Lärm zählt zu den wichtigsten Ursachen für ein abnehmendes Hörvermögen“, erklärt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Bei zu großem, dauerhaftem Lärm wird das Innenohr unwiderruflich geschädigt.“ Die Folge ist Schwerhörigkeit, die zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen in Deutschland zählt.

Lärm im Alltag zu vermeiden, ist oft schwierig. Darum empfiehlt es sich, Gehörschutz zu nutzen, wenn es laut wird. Diesen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Einfache Versionen aus Schaumstoff, umgangssprachlich oft „Ohrstöpsel“ genannt, können Lärm um etwa 20 Dezibel dämpfen, wenn sie richtig und tief genug im Gehörgang sitzen. Nachteil ist, dass damit auch Stimmen gedämpft werden und sich der Gehörschutz mit zunehmender Tragedauer im Ohr unangenehm anfühlen kann. Zudem ist Vorsicht geboten, denn wenn dieser Gehörschutz nicht richtig sitzt, dringt der Lärm durch und das Gehör ist eventuell nur unzureichend geschützt. Aus hygienischen Gründen sollte diese einfache Variante des Gehörschutzes nur einmal getragen werden.

Sicher, immer wieder einsetzbar und angenehmer im Ohr ist der individuell angepasste Gehörschutz. Dieser wird vom Hörakustiker nach einem Ohrabdruck maßgefertigt, sitzt daher passgenau im Gehörgang und schließt diesen zuverlässig ab. Die besonderen Filter, die in dieser Variante des Gehörschutzes eingesetzt werden und je nach Bedarf unterschiedlich stark sein können, lassen menschliche Stimmen klar verständlich durch, so dass weiterhin Unterhaltungen auch in lauten Umgebungen möglich bleiben. Es gibt Versionen aus Silikon, aus Acryl, mit Schmucksteinchen, bunt oder durchsichtig – so individuell wie auch die Ohren und der persönliche Geschmack.

Weitere Infos rund um gutes Hören und die Hörsystemversorgung finden sich auf der neutralen Service-Seite www.richtig-gut-hoeren.de (http://www.richtig-gut-hoeren.de).

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 6.700 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Die Versorgungsqualität im Bereich von Hörsystemen ist in Deutschland sehr gut, das bestätigt die größte jemals von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführte Versichertenbefragung zur Hörsystemversorgung in Deutschland. Rund 90 Prozent der Versicherten waren „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit der individuellen Versorgungssituation. Und das unabhängig davon, ob der Versicherte eine mehrkostenfreie Versorgung gewählt oder eine private Zuzahlung geleistet hat.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

Pressekontakt:

Michael Skwarciak, M.A. (biha), skwarciak@biha.de

Quelle:Wenn’s laut wird, sicher geschützt / Individueller Gehörschutz für die Ohren


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