Berlin (ots) –

Quelle: (ots/Messe Berlin GmbH)

Sperrfrist: 08.11.2018 17:00
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Wirtschaftssenatorin Ramona Pop nahm heute im Rahmen der
Bazaar-Berlin-Messe die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ für Berlin
entgegen. Fairtrade-Towns stehen für ein nachhaltiges Engagement auf
kommunaler Ebene und fördern gerechte Produktionsbedingungen sowie
soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie
und Betriebe: „Think global, act local – es hat globale Auswirkungen,
welchen Kaffee wir trinken oder welches Kleid wir kaufen. Wir wollen
und können in Berlin bewirken, dass Arbeitsbedingungen in den
Produktionsländern verbessert werden. Die Auszeichnung zur
Fairtrade-Town ist eine großartige Bestätigung des Engagements der
Berlinerinnen und Berliner. Dieser Titel ist für uns auch eine
Verpflichtung: Das Berliner Vergaberecht wird stärker auf fairen
Handel setzen. Wir wollen sicherstellen, dass Fußbälle ohne
Kinderarbeit hergestellt werden und Schokoladenbauern ihren fairen
Anteil erhalten.“

Um als Faitrade-Town zertifiziert zu werden, müssen mehrere
Kriterien erfüllt werden: Dafür brauchte Berlin zunächst einen
Beschluss des Abgeordnetenhauses zur Unterstützung des Fairen
Handels. Außerdem müssen Fairtrade-Produkte in öffentlichen
Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen angeboten werden. Bei
allen öffentlichen Sitzungen wird zudem fair gehandelter Kaffee
ausgeschenkt und eine von der Einwohnerzahl abhängige Menge von
Einzelhandelsgeschäften und Gastronomie bieten mindestens zwei
Produkte aus Fairem Handel.

Die Zertifizierung soll Bürgerinnen und Bürger für das Thema
Fairtrade sensibilisieren. Daher spielen die Berichterstattung in
lokalen Medien genauso wie Bildungsaktivitäten eine zentrale Rolle.
Zudem bedarf es einer Steuerungsgruppe mit Vertretern aus
Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die die Aktivitäten
koordiniert. Diese Steuerungsgruppe hat sich vor zwei Jahren auf der
Messe Bazaar Berlin gegründet und seitdem das Thema Fairtrade in
Berlin vorangetrieben.

Volkmar Lübke, Sprecher Steuerungsgruppe Faitrade-Town Berlin: „19
Schulen, Kirchengemeinden und Vereine, 382 Einzelhändler und 192
gastronomische Betriebe, die sich für den Fairen Handel engagieren –
Berlin hat die Mindestkriterien für den Titel zwar alle erfüllt oder
sogar übertroffen, aber wir wissen, dass in unserer Stadt noch viel
mehr möglich ist. Eigentlich geht die Arbeit jetzt erst richtig los!“

Die Kampagne Fairtrade-Towns gibt es seit 2009. Initiator ist der
Verein TransFair e.V. mit Sitz in Köln. Bundesweit wurden bereits 566
Kommunen ausgezeichnet, dazu gehören auch die Berliner Stadtteile
Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und
Friedrichshain-Kreuzberg.

Dieter Overath, geschäftsführender Vorstand TransFair e.V.: „Mit
den Nachhaltigen Entwicklungszielen, den SDGs, gibt es einen globalen
Zukunftsvertrag, der Armut abschaffen und allen Menschen ein Leben in
Würde und in einer intakten Umwelt ermöglichen soll. Aber wir alle
wissen, dass Papier geduldig ist. Fairtrade-Towns dagegen werden
aktiv für die Umsetzung der SDGs. Berlin erhält heute als 573. Stadt
in Deutschland den Titel. Gemeinsam können diese Kommunen viel
bewegen.“

Druckfähige Pressefotos der Titelverleihung und der Bazaar Berlin
2018 finden Sie hier: http://www.bazaar-berlin.de/de/Presse/Fotos/

Über Bazaar Berlin

Als „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, findet die
internationale Verkaufsausstellung für Kunsthandwerk, Schmuck,
Textilien und Wohnaccessoires seit 2013 unter dem Namen „Bazaar
Berlin“ statt. Rund 40.000 Besucher kommen alljährlich im November in
die Messehallen unter dem Berliner Funkturm, um Außergewöhnliches,
Nachhaltiges und Schönes aus aller Welt zu erwerben. Veranstalter des
Bazaar Berlin ist die Messe Berlin GmbH.

Mehr unter www.bazaar-berlin.de sowie auf Facebook und Instagram
(@BazaarBerlin).

Pressekontakt:
Messe Berlin GmbH
Presse:
Britta Wolters
Tel.: +49 30 3038 2279
wolters@messe-berlin.de

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/6600/4109844