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CEO Blog Euler Hermes
http://ots.de/mKzAUI
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Quelle: (ots/Euler Hermes Deutschland)

Hamburg (ots) –

– Welthandel verliert leicht an Fahrt: Wachstum 2019 bei 3,6% nach
3,8% in 2018
– Rund 400 neue protektionistische Maßnahmen 2018, Trend
verlangsamt sich jedoch
– Handelskrieg: Kuh noch nicht vom Eis, aber Euler Hermes erwartet
keine Eskalation, sondern Pragmatismus und konstruktivere Haltung
der USA
– Eskalation würde zwischen 0,5 und 2 Prozentpunkten (pp)
Wirtschaftswachstum kosten
– Top Märkte mit steigender Nachfrage bleiben die USA vor China und
Deutschland
– Exporteure in China, Amerika, Indien und Deutschland mit größten
Zugewinnen

Der G20-Gipfel in Buenos Aires dieser Tage wird zu einer Art
„Showdown“ zwischen den Machthabern der USA und China. Kommt es zum
Handelskrieg oder nicht? Trump will dabei auf sein Bauchgefühl
vertrauen. Das lässt zunächst wenig Gutes erahnen. Trotzdem erwartet
der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes in seiner
aktuellen Studie zum Welthandel mit dem Titel „The show must go on“
keine Eskalation zum Handelskrieg.

Insgesamt ist das Ende des weltweiten Konjunkturzyklus‘ in Sicht.
Das wirkt sich auch auf den Welthandel aus. Das Wachstum verlangsamt
sich 2019 auf voraussichtlich 3,6% (2018: 3,8%).

„Die ‚Protektionismus-Show‘ geht allerdings auch 2019 weiter, sagt
Ludovic Subran, Chefvolkswirt von Euler Hermes und stellvertretender
Chefvolkswirt der Allianz. „Bis einschließlich September haben wir
2018 bereits knapp 300 neue protektionistische Maßnahmen gezählt. Bis
zum Jahresende dürfte die Zahl auf rund 400 neue Handelsbarrieren
steigen. Das bedeutet aber auch, dass das Spektakel etwas an Dynamik
verliert. 2017 waren es noch 560 neue Maßnahmen.“

Bei einer Eskalation zum Handelsstreit (mit durchschnittlichen
US-Zöllen über 6%) würde die Weltwirtschaft voraussichtlich 0,5pp an
Wachstum einbüßen. Ein Handelskrieg (US-Zölle im Schnitt über 12%)
würde ganze 2pp Wachstum beim weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP)
kosten.

Handelskrieg: Kuh noch nicht vom Eis, aber amerikanischer
Pragmatismus könnte helfen

„Die Kuh ist zwar noch lange nicht vom Eis, aber wir erwarten,
dass es nicht zu einem Handelskrieg kommen wird“, sagt Subran. „Die
USA nutzen in der Vorrunde Drohungen traditionell als
Verhandlungsbasis. Das Handelsabkommen ist dann das Endspiel – das
haben das umgestaltete NAFTA und das Handelsabkommen mit Südkorea
schon gezeigt. Die Einigung verkauft Trump dann geschickt als Sieg,
auf dem Weg dorthin macht allerdings auch er Zugeständnisse, nur eben
weniger lautstark. Mit den neuen Mehrheitsverhältnissen im
Repräsentantenhaus dürften die USA beim Thema Handel eine insgesamt
konstruktivere und pragmatischere Haltung einnehmen. Trotzdem darf
man gespannt sein auf seine Twitter-Meldungen vom und nach dem
G-20-Gipfel.“

Einigung könnte sich bis Ende 2019 hinziehen – Unsicherheiten für
Exporteure bleiben groß

Dieser neue Pragmatismus ist ein wichtiger Baustein im
bevorstehenden Drahtseilakt der Verhandlungen. Diese dürften sich
jedoch vermutlich länger hinziehen als die Vorgänger. Sowohl China
als auch Europa sind wesentlich größere Märkte, die weniger stark von
den USA abhängig sind als Kanada, Mexiko oder Südkorea. Die Chinesen
profitieren zudem von ihrem florierenden Sicherheits-Handelsnetz mit
asiatischen Nachbarstaaten.

Allerdings ist inzwischen eine gewisse Protektionismus-Müdigkeit
auf allen Seiten sichtbar – schließlich waren die bisherigen
Maßnahmen allesamt kontraproduktiv, allen voran in den USA. Dennoch
könnte sich eine Einigung durchaus bis Ende 2019 hinziehen.

Risikopotenzial: Handelskonflikt + Brexit + Türkei + Italien +
steigende Insolvenzen

„Die Unsicherheit für Exporteure ist weiterhin hoch“, sagt Ron van
het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der
Schweiz. „Sie können sich diesen nicht entziehen, denn der drohende
Handelskonflikt ist nicht allein auf den Exportfluren unterwegs – er
hat Gesellschaft von zahlreichen weiteren politischen und
wirtschaftlichen Schatten. Autozölle geistern wieder umher. Mit der
grundsätzlichen Brexit-Einigung ist auch weiterhin unklar, wie die
Handelsbeziehungen künftig im Detail aussehen werden. Hinzu kommen
große Unsicherheiten in der Türkei und in Italien und Spannungen
zwischen einzelnen Golfstaaten. Zu guter Letzt steigen auch noch die
globalen Insolvenzen an. Es ist wie im Eagles Song ‚Hotel
California‘: Unternehmen können zwar versuchen, angesichts der
Risiken auszuchecken, aber eine Abreise ist unmöglich: Die
Komplexität holt fast jeden irgendwo ein.“

Deutsche Exporteure und Wirtschaft auf Gewinnerseite beim
Welthandel

Euler Hermes geht 2018 von einem Anstieg der weltweiten
Insolvenzen um 8% aus und für 2019 um weitere 5%. Nichtsdestotrotz
stehen gerade deutsche Exporteure weiterhin auf der Gewinnerseite im
globalen Handel. Hinter China mit zusätzlichen Exporten von bis zu
146 Milliarden (Mrd.) US-Dollar (USD) in 2019, den USA (+134 Mrd.
USD) und Indien (+71 Mrd. USD) liegen die Deutschen auf Rang 4 der
erwarteten Profiteure: Bis zu 64 Mrd. USD an zusätzlichen Ausfuhren
sind 2019 für sie zu holen.

Auch bei den Importen ist Deutschland weiterhin ein attraktiver
Markt. In den USA steigt die Nachfrage nach Importen auf zusätzliche
193 Mrd. USD, China importiert mehr Waren im Wert von rund 161 Mrd.
USD und in Deutschland sind es zusätzliche 67 Mrd. USD an Einfuhren.

„Deutsche Unternehmen profitieren von dem weiterhin stabilen
Welthandel – sowohl bei Exporten als auch bei Importen“, sagt Van het
Hof. „Das ist auch eine gute Nachricht für die Transportbranche und
die Umschlagplätze wie beispielsweise den Hamburger Hafen, über den
ein Großteil der Warenströme aus und nach Übersee läuft. Sowohl
Transportbranche als auch Schifffahrt können aktuell gute Nachrichten
gebrauchen – Verschuldung, Margendruck und Kreditrisiken sind hier
unverändert hoch.“

Die vollständige Euler Hermes Studie zum Welthandel „The show must
go on“ findend Sie hier (ENG): http://ots.de/FJU9Vq

Euler Hermes ist weltweiter Marktführer im
Kreditversicherungsgeschäft und anerkannter Spezialist in den
Bereichen Kaution, Garantien und Inkasso. Das Unternehmen verfügt
über 100 Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende
Finanzdienstleistungen an, um sie im Liquiditäts- und
Forderungsmanagement zu unterstützen. Über das unternehmenseigene
Monitoring System verfolgt und analysiert Euler Hermes täglich die
Insolvenzentwicklung kleiner, mittlerer und multinationaler
Unternehmen. Insgesamt umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die
92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen. Das
Unternehmen mit Hauptsitz in Paris ist in 52 Ländern vertreten und
beschäftigt rund 6.050 Mitarbeiter. Euler Hermes ist eine
Tochtergesellschaft der Allianz und wird von Standard & Poor?s mit
einem Rating von AA bewertet. 2017 wies das Unternehmen einen
konsolidierten Umsatz von EUR 2,6 Milliarden aus und versicherte
weltweit Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 894 Milliarden.
Weitere Informationen auf www.eulerhermes.de, LinkedIn oder
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solchen Faktoren gehören u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage
einschließlich der branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft
bzw. die Kernmärkte der Euler-Hermes-Gruppe, (ii) die Entwicklung der
Finanzmärkte einschließlich der ?Emerging Markets? einschließlich
Marktvolatilität, Liquidität und Kreditereignisse, (iii) die
Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten Schadenereignisse
einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen ergeben;
daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v)
Ausmaß der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii)
Wechselkursentwicklungen einschließlich des Wechselkurses EUR-USD,
(viii) Entwicklung der Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und
aufsichtsrechtliche Änderungen einschließlich solcher bezüglich der
Währungskonvergenz und der Europäischen Währungsunion, (x) Änderungen
der Geldpolitik der Zentralbanken bzw. ausländischer Regierungen,
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verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
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