Berlin (ots) –

Quelle: (ots/Bündnis für nachhaltige Textilien)

Fair Wear Foundation (FWF) und das Bündnis für nachhaltige
Textilien unterzeichneten eine Vereinbarung über eine strategische
Zusammenarbeit. Die Kooperationspartner wollen sich gemeinsam noch
stärker für faire Arbeitsbedingungen und Löhne in den
Produktionsländern der Bekleidungsindustrie einsetzen. Schwerpunkte
der Kooperation sind die Förderung der Zahlung existenzsichernder
Löhne sowie des Zugangs zu Abhilfe- und Beschwerdemechanismen.

Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Sekretariats des Bündnisses für
nachhaltige Textilien, betont die Relevanz der Kooperation: „Die
Zahlung existenzsichernder Löhne und der Zugang zu effektiven
Beschwerdemechanismen gehören zu den größten Herausforderungen in der
Textil- und Bekleidungsindustrie. Beide Themen hat das Textilbündnis
in diesem Jahr priorisiert. Durch die Kooperation mit Fair Wear
Foundation können wir die Erfahrungen beider Initiativen nutzen und
bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen eine größere Hebelwirkung
erzielen.“

Zur Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne sollen zunächst
Trainings zur Anpassung von Einkaufspraktiken für
Mitgliedsunternehmen stattfinden. Darüber hinaus werden in mehreren
Produktionsländern gemeinsame Schulungen für Lieferanten zur
Verbesserung von Produktionsprozessen und der Preisgestaltung
durchgeführt. Das sind wichtige Bausteine dafür, dass höhere Löhne
gezahlt werden können. Diese Maßnahmen sollen in die geplante
Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen eingebettet werden.

In Bezug auf Beschwerdemechanismen loten die Kooperationspartner
derzeit aus, inwiefern bestehende Systeme durch Bündnismitglieder
genutzt werden können und wo gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet
werden muss. Darüber hinaus profitieren die Mitglieder beider
Initiativen vom Wissensaustausch und der Abstimmung von
Unterstützungsangeboten und Instrumenten.

„Die Arbeitsbedingungen für Menschen in der Textilindustrie zu
verbessern ist ein ambitioniertes Ziel, das wir nicht allein
erreichen können. Indem wir uns mit dem Bündnis für nachhaltige
Textilien gemeinsam engagieren, können wir mit vereinten Kräften viel
wirksamer Veränderungen durchsetzen,“ erklärt Alexander Kohnstamm,
Geschäftsführer von Fair Wear Foundation.

Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine
Multi-Akteurs-Partnerschaft aus Unternehmen, Verbänden,
Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und
Standardorganisationen sowie der Bundesregierung. Die Akteure haben
sich 2014 zusammengeschlossen, um gemeinsam Verbesserungen entlang
der gesamten Textil-Lieferkette durchzusetzen. Hierzu haben sie
ambitionierte soziale und ökologische Ziele vereinbart. Mit Hilfe von
individuellen Maßnahmen der Mitglieder und gemeinsamen
Bündnisinitiativen in den Produktionsländern verfolgen die Akteure
diese Ziele in der Praxis.

Fair Wear Foundation (FWF) zeigt, dass es möglich ist, Kleidung
auf faire Art und Weise herzustellen. Das bedeutet, dass sie sich für
das Recht der Arbeiter*innen auf sicherere, menschenwürdige und
angemessen bezahlte Arbeit einsetzt. Die Non-Profit-Organisation
kooperiert mit Markenherstellern und unterstützt Arbeiter*innen
dabei, Probleme zu bewältigen, die andere für unlösbar halten. FWF
dokumentiert die Fortschritte, die die Partnerunternehmen machen, und
sorgt dafür, dass Wissen und Erfahrungen geteilt und damit die
Wirkung gesteigert wird.

Pressekontakt:
Bündnis für nachhaltige Textilien
+49 228 4460-3622
presse@textilbuendnis.com
www.textilbuendnis.com

Fair Wear Foundation (Vera Köppen)
+49 151 72303 441
koeppen@fairwear.org
www.fairwear.org

Original-Content von: Bündnis für nachhaltige Textilien, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/129621/4105030