Berlin (ots) – Sind die Konsumenten bereit für „Click & Collect“?
Laut aktueller Verbraucherumfrage der des Bundesverbandes E-Commerce
und Versandhandel e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH
eindeutig: Ja. 60 Prozent der Umfrageteilnehmer haben schon einmal
die Option genutzt, Ware online zu kaufen und diese im Geschäft
abzuholen. Nur 7 Prozent kennen dieses Service-Angebot nicht. Und das
weitere Potenzial für den Handel ist groß. Allein die Bereitstellung
der Bezahlart „Kauf auf Rechnung“ würde den Nutzungsgrad von „Click &
Collect“ deutlich steigern – zudem kann sich mehr als die Hälfte der
Nicht-Nutzer vorstellen, online bestellte Ware künftig im stationären
Handel abzuholen.

Der Wunsch nach schneller Verfügbarkeit, geringen Versandkosten
und flexiblem Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg kennzeichnet
den modernen Konsumenten. Das „Click & Collect“-Prinzip, Produkte
online zu kaufen und sie vor Ort im Geschäft abzuholen, gewinnt immer
mehr an Bedeutung für den Einzelhandel.

„E-Commerce entlastet Innenstädte von Einkaufsverkehren, da Waren
– vom täglichen Bedarf bis zu Luxusgütern – in gebündelten
Lieferprozessen in die Läden oder direkt nach Hause zugestellt
werden. Zudem unterstützt er die stationäre Einkaufspräsenz. Damit
kommt „Click & Collect“ nicht nur bei Händlern und Kunden gut an, wie
die Studie zeigt, sondern auch bei Stadtplanern und letztlich der
Umwelt“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Verbraucher sind bereit für „Click & Collect“ Viele Verbraucher
haben schon Erfahrungen mit „Click & Collect“ gemacht und für die
Nutzung ist insgesamt ein großes Interesse vorhanden: Mehr als die
Hälfte der Befragten haben schon einmal diesen Service genutzt. 33
Prozent geben an, ihn zu kennen, aber noch nie in Anspruch genommen
zu haben. Nur 7 Prozent kennen das Serviceangebot nicht.

Die Top-Gründe, die für „Click & Collect-Nutzer einen Einkauf über
diesen Bestellweg besonders attraktiv machen: Versandkosten sparen
(55 Prozent), Flexibilität bei der Abholung (48 Prozent) sowie
kostenlose Retoure im Geschäft (34 Prozent) und die Möglichkeit, die
Abholung mit anderen Einkäufen „vor Ort“ zu verbinden (34 Prozent).

Die Erfahrungen mit „Click & Collect“ sind gut: Drei von vier
Nutzern hatten noch nie Probleme bei der Abholung der bestellten
Waren im Geschäft. Auch mit der Anzahl und Verbreitung der Shops, die
„Click & Collect“ anbieten, sowie der Angebotsvielfalt sind die
Umfrageteilnehmer zufrieden. Alles in allem wird die
Leistungsperformance des Serviceangebots mit „befriedigend“ benotet.
Aber auch die Verbraucher sind zuverlässig: Vier von fünf „Click &
Collect“-Nutzern (82 Prozent) geben an, noch nie die Abholung von
bestellten Waren im Geschäft versäumt zu haben.

51 Prozent der „Click & Collect“-Nutzer haben in den vergangenen
zwölf Monaten zwei- bis fünfmal auf diese Weise eingekauft. Rund 25
Prozent der Umfrageteilnehmer nur einmal (21 Prozent) bzw. gar nicht
(4 Prozent). Ein weiteres Viertel (24 Prozent) mehr als sechsmal. Die
meisten Bestellungen von „Click & Collect“-Nutzern gelten Produkten
aus den Warengruppen „Bekleidung, inklusive Schuhe“, gefolgt von
„Unterhaltungsprodukte“ (43 Prozent) und „Freizeit“ (25 Prozent).

Rechnungskauf: Meist gewünschte Zahlart brächte Mehrnutzung „Der
Nutzungsgrad hinsichtlich „Click & Collect“ könnte sogar noch höher
sein. Die Bereitschaft der Befragten ist eindeutig da – der Ball
liegt bei den Händlern. Beispielsweise sind die angebotenen
Bezahlarten eine wichtige Stellschraube. 63 Prozent der Befragten
würden häufiger via „Click & Collect“ bestellen, wenn „Kauf auf
Rechnung“ angeboten würde“, erklärt Marc Leske, Head of Sales
E-Commerce der Creditreform Boniversum GmbH.

„Kauf auf Rechnung“ liegt bei 22 Prozent der Befragten auf Platz 1
der gewünschten Bezahlarten, dicht gefolgt von unterschiedlichen
Bezahlsystemen (21 Prozent) und Barzahlung (17 Prozent).

Es gibt demnach noch ausschöpfbares Potenzial: Rund 40 Prozent der
Umfrageteilnehmer haben noch nie via „Click & Collect“ bestellt. 54
Prozent der Nicht-Nutzer können sich jedoch sehr gut vorstellen,
zukünftig online bestellte Ware auch im stationären Handel abzuholen.
Nur extra kosten darf es nichts: 83 Prozent aller Befragten würden
den Service bei Zusatzkosten ablehnen.

Die aktuellen Zahlen für das 3. Quartal 2018 der großen
Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel
Deutschland e.V. (bevh) zeigen weiterhin ein Wachstum im Interaktiven
Handel. Als starker Wachstumstreiber des Handels insgesamt legt der
Online-Handel für das 3. Quartal 2018 mit einem Plus um 11,6 Prozent
im Vergleich zum 3. Quartal 2017 zu. Kumuliert erhöhte sich der
E-Commerce-Umsatz seit Jahresbeginn im Vergleich mit den ersten 9
Monaten 2017 um 11,3 Prozent.

Für die repräsentative Erhebung des Bundesverbandes E-Commerce und
Versandhandel Deutschland (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH
wurden 1.011 Personen zwischen 18 bis 69 Jahre befragt.

Weitere Informationen und Download der Studie „Click & Collect –
Verbreitung und Nutzung“ unter: http://ots.de/DunK9Z

Pressekontakt:
Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)
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