Stuttgart (ots) –

Quelle: (ots/LBS Infodienst Bauen und Finanzieren)

Die Immobilienpreise steigen, zugleich erleichtert günstiges
Baugeld vielen Menschen die Anschaffung einer eigenen Immobilie. Doch
auch in Zeiten niedriger Zinsen ist es unerlässlich, einen Teil der
Finanzierung aus eigenen Mitteln zu stemmen.

Der Anstieg der Immobilienpreise scheint vielerorts kein Ende zu
nehmen. Zwischen Mitte 2017 und Mitte 2018 sind neu gebaute
Wohngebäude im Bundesdurchschnitt um 4,6 Prozent teurer geworden, wie
das Statistische Bundesamt meldet. Gleichzeitig halten sich die
Zinsen auf einem niedrigen Niveau und ermöglichen vielen Menschen
trotz steigender Preise, das „Projekt Eigenheim“ in die Tat
umzusetzen. Kein Wunder also, dass eine Immobilienfinanzierung mit
möglichst wenig Eigenkapital zunächst attraktiv scheint. So zeigt
etwa der Trendindikator Baufinanzierung der Dr. Klein Privatkunden
AG, dass der durchschnittliche Kreditanteil am Kauf- oder Baupreis
steigt: Von 77,6 Prozent Anfang 2014 auf derzeit 81,6 Prozent.

„Damit bringen die Deutschen im Mittel zwar immer noch knapp 20
Prozent an Eigenkapital mit, doch auch und gerade in Zeiten sehr
niedriger Zinsen sollten zukünftige Eigentümer beachten, dass eine
Immobilie die wohl größte Investition im Leben ist und langfristig
sicher finanziert sein sollte“, sagt Thomas Thiet von der LBS.
Eigenkapital ist dabei eine entscheidende Säule. „Auch wenn es
angesichts der niedrigen Zinsen verlockend erscheint, verstärkt auf
günstige Kredite zu setzen, empfiehlt sich ein solider
Finanzierungsmix aus Eigenkapital, Bausparvertrag und klassischem
Annuitätendarlehen“, rät Thomas Thiet. Je höher der
Finanzierungsanteil, desto höher ist auch das Risiko, die monatlichen
Raten irgendwann nicht mehr stemmen zu können. Etwa dann, wenn die
Niedrigzinsfinanzierung ausläuft und die Immobilie noch nicht
abbezahlt ist. „Niemand kann die Zinsentwicklung der nächsten zehn
Jahre vorhersagen. Selbst ein Anstieg von derzeit rund 1,5 Prozent
auf immer noch vergleichsweise niedrige 3 Prozent bedeutet eine
Verdopplung der Belastung“, so Thiet.

Bausparverträge erfüllen als wesentliche Säule der
Immobilienfinanzierung eine doppelte Funktion – das angesparte
Guthaben erhöht das Eigenkapital und das zinsgünstige Bauspardarlehen
bietet Planungssicherheit, denn die bei Vertragsbeginn festgelegten
Konditionen gelten für die gesamte Laufzeit. Ein weiteres Plus: Der
Staat greift Sparern mit Förderungen wie Wohn-Riester,
Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage unter die Arme.

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