————————————————————–
Cyber Security Report 2018
http://ots.de/Qbc52U
————————————————————–

Quelle: (ots/Deloitte)

Berlin (ots) –

Cyber Security Report von Deloitte und IfD Allensbach befragt
Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft zum Thema Digitalisierung
und Cyber-Risiken.

– Zwei Drittel der Entscheider aus Unternehmen erachten Industrie
4.0 als entscheidend für die Zukunft Deutschlands, erkennen aber
auch steigende Gefährdung durch Cyber-Risiken.
– Rund die Hälfte der Unternehmen nutzt heute schon Big Data oder
plant den zukünftigen Einsatz.
– Manipulation von Meinungen durch Fake-News in der Wahrnehmung
der Gefährdungen deutlich gestiegen.

Die Dynamik der Digitalisierung zählt zu den wichtigsten
Erfolgsfaktoren für die Wirtschaft in Europa und insbesondere
Deutschland. Vor allem Industrie 4.0, Big Data und Künstliche
Intelligenz gehören zu den entscheidenden Wirtschaftsfaktoren der
Zukunft. Allerdings sind diese bis dato sehr unterschiedlich in der
Unternehmensrealität angekommen: Ein Viertel (25 %) der Befragten
greift heute schon auf Big Data beziehungsweise die Analyse großer
Datenmengen zu, weitere 13 Prozent arbeiten daran und 15 Prozent
planen es für die Zukunft. Künstliche Intelligenz ist lediglich für
neun Prozent ein Thema. Acht Prozent arbeiten daran und 21 Prozent
planen den Einsatz für die Zukunft. Für knapp zwei Drittel (62 %) ist
KI hingegen weitgehend irrelevant. Gleichzeitig ist die Vernetzung
von Produktionsanlagen bereits weit fortgeschritten. In insgesamt 45
Prozent der Unternehmen sind die Produktionsanlagen bereits
untereinander oder mit Büroanwendungen vernetzt, weitere 8 Prozent
arbeiten konkret an einer solchen Vernetzung und 9 Prozent planen das
für die Zukunft. Das sind zentrale Ergebnisse des Cyber Security
Report 2018 von Deloitte und dem Institut für Demoskopie Allensbach,
das Entscheider aus Wirtschaft und Politik zur Digitalisierung und
Cyber-Security befragt hat.

Gleichzeitig ist die breite Mehrheit der Befragten überzeugt, dass
Industrie 4.0 entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft
Deutschlands ist. So sind von den Entscheidungsträgern in Unternehmen
61 Prozent davon überzeugt, dass Industrie 4.0 für den
Wirtschaftsstandort Deutschland sehr wichtig ist, von den
Abgeordneten sind es sogar 82 Prozent. Die Bedeutung von Industrie
4.0 für das eigene Unternehmen empfinden Wirtschaftslenker ebenfalls
als hoch, allerdings nicht so hoch wie für den Wirtschaftsstandort
insgesamt. Aktuell halten 56 Prozent Industrie 4.0 für die Zukunft
des eigenen Unternehmens für wichtig beziehungsweise sehr wichtig.
Mit dem Thema haben sich jedoch bisher nur 38 Prozent der
Führungskräfte intensiv beschäftigt.

Mit der Nutzung von Industrie 4.0 steigt auch die Anfälligkeit
gegenüber Cyber-Attacken für Unternehmen: Hierin sind sich
Unternehmenslenker und Abgeordnete weitgehend einig. Von den
Entscheidern aus der Wirtschaft gaben dies 83 Prozent an, von
denjenigen aus der Politik sagten es 75 Prozent.

Gefahr von Cyber-Risiken steigt: Schadsoftware größte Bedrohung

Als größtes Risiko werden von den Top-Entscheidern aktuell
Computerviren beziehungsweise Schadsoftware wahrgenommen. 77 Prozent
gaben das an. Damit ist der Anteil der Führungskräfte, die darin eine
große Gefahr sehen, seit 2013 von 57 Prozent um 20 Prozentpunkte
gewachsen. Auch die Manipulation der öffentlichen Meinung durch
Fake-News (75 %) und Datenbetrug im Internet (74 %) werden als
weitere große Gefahren gesehen. Dabei ist auffällig, dass auch die
Zahl derjenigen, die Fake-News als Bedrohung ansehen, stetig zunimmt.
2017 sahen noch 67 Prozent dies als Risiko an. In der Liste der
Cyber-Risiken folgen die Lahmlegung wichtiger
Infrastruktureinrichtungen durch Cyber-Angriffe (68 %) sowie
der Missbrauch von persönlichen Daten durch andere Nutzer in sozialen
Netzwerken (65 %).

Cyber-Attacken: Für nahezu alle Unternehmen mittlerweile
„Tagesgeschäft“

Für die befragten Entscheider aus Unternehmen gehören
Cyber-Angriffe inzwischen fast zum Alltag: Rund die Hälfte (46 %) gab
an, täglich bis wöchentlich attackiert zu werden. Insgesamt 93
Prozent der mittleren und großen Unternehmen waren bereits
IT-Angriffen ausgesetzt. Bisher verantwortet die Wirtschaft die
aktive Eindämmung der Angriffe selbst, wobei 56 Prozent der
Wirtschaftslenker der Meinung sind, dass der Staat grundsätzlich
Unternehmen bei Cyber-Angriffen wirkungsvoll unterstützen könnte.
„Unternehmen erwarten von staatlichen Einrichtungen eine aktive
Unterstützung, sowohl bei der Cybersicherheit als auch bei der
Digitalisierung. Hier besteht konkreter Handlungsbedarf, um die
Weichen für eine Digitalisierung der Wirtschaft erfolgreich zu
stellen“, erklärt Katrin Rohmann, Leiterin Government & Public
Services bei Deloitte.

Insgesamt sieht die Mehrheit der Abgeordneten und
Wirtschaftslenker jedoch die Ausstattung staatlicher Stellen
hinsichtlich der für die Aufgaben erforderlichen Fachkompetenz
kritisch, so zum Beispiel, wenn es um die Schaffung gesetzlicher
Rahmenbedingungen bei der IT-Sicherheit geht. Gut zwei Drittel der
politischen Entscheider (68 %) und 79 Prozent der Entscheider aus
Unternehmen haben daran ausdrücklich Zweifel. Doch gibt es überhaupt
wirksamen Schutz gegen Hackerangriffe? Bei dieser Frage sind
Abgeordnete und Führungskräfte unterschiedlicher Meinung. 60 Prozent
der Abgeordneten denken, dass Computernetzwerke sich wirksam gegen
Hackerangriffe schützen lassen, von den Führungskräften aus
Unternehmen sind es nur 32 Prozent.

„Die Führungskräfte zeigen sich in mancherlei Hinsicht erstaunlich
ahnungslos, dabei besteht in vielen Feldern dringender, konzertierter
Handlungsbedarf. Dazu gehört eine permanente Evaluierung der
Digitalisierungspolitik ebenso wie ein intensiver Dialog zwischen
Wirtschaft und Staat, eine strategische und systematische
Vorbereitung auf Cyber-Angriffe, die Zentralisierung von
Informationen sowie nicht zuletzt auch eine Debatte über eine
mögliche Vorwärtsverteidigung“, resümiert Peter Wirnsperger, Leiter
Cyber Risk bei Deloitte.

Die komplette Studie finden Sie hier: http://ots.de/Y3qeQW

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory
und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen
Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte
Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von
Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte
herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt
Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen
Herausforderungen. Making an impact that matters – für rund 286.000
Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und
individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited
(„DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes
ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und
unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst
keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere
Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf
www.deloitte.com/de/UeberUns.

Pressekontakt:
Christian Krause
Head of Content & Media
Tel: +49 89 29036 6517
ckrause@deloitte.de

Original-Content von: Deloitte, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/60247/4127447