Stockholm/Düsseldorf (ots) –

Quelle: (ots/Ericsson GmbH)

Laut dem neuesten Ericsson ConsumerLab Insight Report steigt
sowohl die Nutzerzahl als auch die durchschnittlich verbrachte Zeit
auf sozialen Netzwerken weiter an

– Neben den Nutzerzahlen wächst allerdings auch das Misstrauen:
Mehr als 60 Prozent der NutzerInnen
sind besorgt um ihre persönlichen Daten
– Ambivalente Zukunftsaussichten: 4 von 10 NutzerInnen glauben,
dass übermäßiger Konsum von sozialen Netzwerken abwertend von
anderen beurteilt wird

Soziale Netzwerke auf dem absteigenden Ast? Von wegen! Laut dem
neuesten Ericsson ConsumerLab Insight Report ist das genaue Gegenteil
der Fall: sowohl Nutzerzahlen als auch die durchschnittlich
verbrachte Zeit auf sozialen Netzwerken steigen weiter an. Waren es
2014 noch 1,3 Milliarden aktive monatliche Nutzer, die
durchschnittlich 30 Minuten pro Tag auf sozialen Plattformen von
Facebook Inc., also Facebook, Instagram und WhatsApp, verbrachten, so
sind es 2018 bereits 2,5 Milliarden, die durchschnittlich 47 Minuten
täglich in dieselben Netzwerke investieren. Doch die steigende
Popularität schließt das steigende Misstrauen nicht aus: über 50
Prozent der Befragten kamen bereits in Kontakt mit „Fake News“ und
sind sich dieser Problematik bewusst. Mehr als 60 Prozent der
NutzerInnen sind außerdem besorgt um ihre persönlichen Daten. Diese
Entwicklungen tragen entscheidend zu den ambivalenten
Zukunftsaussichten der sozialen Netzwerke bei: obwohl 60 Prozent der
TeilnehmerInnen schätzen, dass ihre Social Media-Nutzung in Zukunft
ansteigen wird, denken gleichzeitig auch 4 von 10 NutzerInnen, dass
übermäßiger Konsum abwertend von anderen beurteilt wird.

Die heute veröffentlichte Studie des Ericsson ConsumerLab hält
folgende sechs Schlüsselerkenntnisse fest:

1. Soziale Netzwerke sind noch lange nicht am Ende

Trotz der kürzlich gestiegenen negativen Berichterstattung,
beispielsweise im Rahmen von Datenschutzskandalen, haben soziale
Netzwerke noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht. Derzeit nutzen
über 3 Milliarden Menschen mindestens ein soziales Netzwerk
regelmäßig. Weltweit ist zwischen 2014 und 2018 die durchschnittlich
in sozialen Netzwerken verbrachte Zeit um knapp 60 Prozent
angestiegen: von 30 Minuten pro Tag im Jahr 2014 auf 47 Minuten im
Jahr 2018.

2. Kurze Lebensdauer von Social Media-Marken

Von 10 der 2008 noch beliebtesten sozialen Netzwerke, gibt es 5
inzwischen nicht mehr und nur 2 zählen auch 2018 noch zu den
beliebtesten Plattformen. Facebook führt die Spitze der beliebtesten
Marken zwar aktuell noch an, doch sowohl der Zuwachs der Nutzerzahlen
als auch der Wachstum der auf der Seite verbrachten Zeit verlangsamt
sich momentan und geht in einigen Ländern sogar zurück.

3. Wird soziale Netzwerke dasselbe Schicksal ereilen wie das
Rauchen?

Soziale Netzwerke haben mittlerweile zunehmend einen negativen
Ruf. 30 Prozent der befragten VerbraucherInnen aus USA und UK
weigerten sich zu sagen wie viel Zeit sie wirklich auf sozialen
Netzwerken verbrachten und knapp 7 von 10 denken, dass ihre Freunde
das genauso handhaben. 4 von 10 NutzerInnen sind der Meinung, dass
übermäßiger Konsum abwertend von anderen beurteilt wird und 70%
denken, dass die übertriebene Nutzung sozialer Netzwerke ungesund
ist.

4. „Fake News“ untergraben das Vertrauen

Mehr als 50 Prozent der befragten VerbraucherInnen aus USA und UK
bestätigen, dass sie Neuigkeiten auf sozialen Netzwerken gelesen
haben, die sich später als falsch herausstellten, und knapp einer von
vier gab zu Artikel verbreitet zu haben, die sich später als „Fake
News“ entpuppten. Weniger als einer von fünf traut den Informationen,
die er oder sie in sozialen Netzwerken liest.

5. VerbraucherInnen wollen die Rolle des Herausgebers zurück

Fast 70 Prozent denken Social Media-Unternehmen sollten
sicherstellen, dass keine falschen Inhalte auf ihrer Plattform
verbreitet werden und mehr als die Hälfte ist dafür, dass soziale
Netzwerke rechtlich haftbar für „Fake News“ gemacht werden sollten. 3
von 5 sind der Meinung, dass Social Media-Unternehmen
MitarbeiterInnen einstellen sollten, die Inhalte überprüfen; 40
Prozent wollen, dass künstliche Intelligenz diese Aufgabe übernimmt.

6. Soziale Netzwerke sind Teil der sozialen Infrastruktur

Obwohl VerbraucherInnen inzwischen weniger Inhalte teilen, sind
Social Media-Dienste ein integraler Bestandteil ihres Lebens geworden
und werden daher nicht vollständig aufgegeben. Ungefähr einer von
fünf glaubt, dass er oder sie in fünf Jahren mehr der selbst
konsumierten Nachrichten aus sozialen Netzwerken bezieht.

Über die Studie

Im September 2018 nahmen 2.600 Smartphone-NutzerInnen aus USA und
UK an einer Online-Umfrage teil. Die Befragten waren zwischen 16 und
65 Jahren alt; ihre in der Umfrage artikulierten Ansichten stehen
repräsentativ für 100 Millionen fortgeschrittene
Smartphone-NutzerInnen aus diesen Marktsegmenten. Zusätzlich zur
Online-Umfrage wurden Daten von der analytischen Plattform des
ConsumerLabs verwendet und ergänzende Face-To-Face-Interviews in
Brasilien, Japan, Schweden, USA und UK geführt. Auch Daten der App
Annie wurden im Rahmen dieser Studie verwendet. Die Android-Daten der
App Annie zum Smartphone-Datenverbrauch und -Nutzung werden aus einer
großen, globalen Datenbank von realen NutzerInnen bezogen und mit
zusätzlichen, proprietären Daten ergänzt.

Unter folgendem Link ist die gesamte Studie abrufbar:
http://ots.de/UC0YwK

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der
Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in
Stockholm, Schweden. 40 Prozent des weltweiten Mobilfunkverkehrs
werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Mit innovativen
Lösungen und Dienstleistungen arbeitet Ericsson an der Vision einer
vernetzten Zukunft, in der jeder Einzelne und jede Branche sein / ihr
volles Potenzial ausschöpfen kann. Das 1876 gegründete Unternehmen
beschäftigt weltweit rund 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2017 erwirtschaftete
Ericsson einen Umsatz von 20,9 Milliarden Euro (201,3 Milliarden
SEK). Ericsson ist an der NASDAQ OMX in Stockholm und der NASDAQ in
New York gelistet. In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 1.800
Mitarbeiter an 10 Standorten – darunter rund 700 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz
ist Düsseldorf.

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